Jugend in der DDR

Fach Politik und Wirtschaft

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 07.11.2018

Schlagwörter

Die Jugend in der DDR

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Jugend in der DDR. Es wird auf die Jugendpolitik sowie das gesellschaftliche Leben der Jugendlichen in der DDR eingegangen. Außerdem wird die Musik- und Tanzkultur erklärt.

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                            Die deutsche demokratische Republik (DDR) prägte eine eigene Jugendkultur. Diese war geprägt von den gesellschaftlichen sowie politischen Verhältnissen in ihrem Umfeld. In den Anfängen der DDR, war in deren Jugendkultur die sozialistische Ideologie äußerst stark ausgeprägt. Die Erwartungen der Gesellschaft an die Jugendlichen in der DDR waren sehr hoch. Dies spiegelte sich am Bildungssystem sowie an der Begabtenförderung im Sport in der DDR sehr stark wieder.

Während bzw. nach der Entstalinisierung in der DDR wurde westliche Beatmusik in der Jugend sehr beliebt. Diese wurde in der Anfangsphase noch als Eigenproduktion im Radio und Fernsehprogramm gesendet bis etwa Mitte der 1960er Jahre. Danach gab es eher Rückschritte, als eine weitere Öffnung. Dies war bis ins Jahre 1971, der Machtübernahme von Erich Honecker der Fall. Nach der Machtübernahme öffnete sich die Musik zwar sehr langsam, aber stetig für die Einflüsse aus dem Westen.                                                                                                                                                           Dies wurde zusätzlich begünstigt, da es einigen DDR Musikern gelang, mit ihrer Musik auch den Westen „zu erobern“. Berühmt waren die Jugendradiostationen in der DDR. Insbesondere MDR Sputnik, mit seinem Slogan „Einfach die beste Musik. Und null Werbung“, war sehr erfolgreich.
Die Jugendpolitik in der DDR wurde durch die historischen Erfahrungen der Elite geprägt.                 Die Jugend wurde bereits früh in den „Schutz des Sozialismus“ einbezogen. Gegen Ende der 1970er Jahre wurde das Schulfach „Wehrerziehung“ in den Schulen der DDR eingegliedert. Trotz diverser Sperren entging es den Jugendlichen in der DDR nicht, wie die Gleichaltrigen in Westdeutschland lebten. Die Präsenz der westdeutschen Öffentlichkeit war hoch, sowohl in den Medien, als auch durch persönliche Kontakte. Viele Jugendliche in der DDR befanden sich daher in einem großen Zwiespalt. Die Schulprojekte und die Erziehungsmaßnahmen der DDR Jugend bzgl. der Heranführung an die sozialistischen Ideale waren nicht dauerhaft erfolgreich. Die SED Führung fand die Schuldigen an dieser Situation im Bonner Staatsapparat.
Die größten Veränderungen in der Jugendpolitik der DDR gab es nach dem Mauerbau 1961, bei den Jugendkrawallen bis 1965 sowie der Ablösung von Walter Ulbricht im Jahre 1971 und der Machtübernahme Erich Honeckers.

Musik und Tanzkultur zu Zeiten Walter Ulbrichts

Musik und Tanz spielen in der Jugendkultur auf der ganzen Welt eine große Rolle. Dies war auch in der Jugendkultur der DDR nicht anders. Zu Zeiten Walter Ulbrichts wurde in der DDR versucht, eine moderne aber nicht westlich klingende Tanzmusik zu erschaffen und diese in der Gesellschaft zu etablieren. Dies gelang mit eher mäßigem Erfolg und wurde durch das Aufkommen der Beatmusik abgelöst. Die DDR Kultur wollte ausschließlich deutschsprachige Musik und lehnte englisches Liedgut daher zunächst kategorisch ab. Die Mehrheit der Musiker empfand die deutsche Sprache jedoch als nicht geeignet bzw. unpassend für die Musik. Die Jugendlichen in der DDR produzierten ihre eigene Musik und entwarfen ihre eigenen Tänze, wie beispielsweise Lipsi, welche jedoch teilweise nur mäßig erfolgreich waren. Einen Wandel erzielte ein Treffen mit dem ehemaligen FDJ Vorsitzenden Erich Honecker im Jahre 1963. Im Jahre 1964 wurde das DDR Jugendradio DT64 gegründet, welches von Beginn an sehr beliebt und erfolgreich war. DT64 erreichte auch im Westen einen hohen Bekanntheitsgrad und Beliebtheitsgrad. Eine weitere Neuerung war das „Deutschlandtreffen der Musik“, wo verschiedenste Künstler auftraten. Hierbei handelte es sich zunächst hauptsächlich um Beatgruppen aus der DDR, später auch um Musiker anderer Genres.                                                       Im Laufe der Jahre schien es sogar möglich, dass Künstler aus dem Westen, damals noch unter strengen Auflagen, in der DDR auftreten konnten. Im September des Jahres 1965 fand ein Rolling Stones Konzert in der Waldbühne in Westberlin statt. Im Anschluss an dieses Konzert kam es zu schweren Krawallen der Jugend. Diesen Krawallen folgten weitere, ebenso wie Demonstrationen, welche unangekündigt stattfanden. Dies hatte zur Folge, dass die DDR Führung die Beatbewegung in der DDR als ein immer größer werdendes Problem ansah. In Folge dieser Einstufung sorgte Walter Ulbricht quasi dafür, dass es ein mehrere Jahre andauerndes Verbot für westliche Beatmusik gab. Diese wurde im Radio nicht mehr gespielt. Ausnahmen bildeten, seltene instrumentale Stücke.

Wandel nach der Machtübernahme durch Erich Honecker

Im Jahre 1971 löste Erich Honecker Walter Ulbricht ab und übernahm die Macht in der DDR. Dies hatte zur Folge, dass sich die angespannte Lage innerhalb der DDR nach und nach löste und betraf die geistige, politische und auch kulturelle Situation der DDR. Die neue Politik Erich Honeckers, war im Vergleich zur vorherigen Politik in der DDR deutlich liberaler. Es wurden größere Freiräume in der Musik geschaffen, welche insbesondere bei der DDR Jugend großen Anklang fanden. Hierdurch wurden einige Musikgruppen gegründet, welche sich am westlichen Vorbild der Popmusik orientierten und eine ähnliche Musik produzierten und spielten. Dennoch waren die Auftrittsmöglichkeiten dieser Gruppen immer noch begrenzt und konnten nur unter strengen Auflagen stattfinden. Es gelang dennoch immer mehr Sängern und Künstlern aus dem Westen in der DDR bekannt und beliebt zu werden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist der Sänger Udo Lindenberg.

Im Jahre 1972 verfasste und veröffentlichte der deutsche Schriftsteller Ulrich Plenzdorf den gesellschaftskritischen Roman „Die neuen Leiden des jungen W.“. Dieser Roman wurde sehr erfolgreich und ein Dokument der DDR Jugendsprache. Sowohl der Roman, als auch das Theaterstück waren erfolgreich, wurde jedoch später nur noch im Westen aufgeführt. „Die neuen Leiden des jungen W.“ wurde aufgrund des großen Erfolges für das Fernsehen verfilmt. Die Premiere des Films fand am 05. November 1976 in der ARD statt. Auch der Fernsehfilm wurde recht bekannt, konnte jedoch an die Erfolge des Romans nicht mehr anknüpfen. Dennoch waren dieser Roman und folgende, ähnliche Werke prägend für die Jugendlichen in der DDR.