Das Grundgesetz - die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland

Fach Politik und Wirtschaft

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 12.12.2017

Schlagwörter

Grundgesetz Verfassung Bundesrepublik Deutschland

Zusammenfassung

Dieses Referat erklärt die Geschichte des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Es erläutert die vorherigen Verfassungen und zeigt die wichtigsten Inhalte des aktuellen deutschen Grundgesetzes.

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Das Grundgesetz bildet die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. In dem Gesetzestext stehen die wichtigsten Gesetze, welche in Deutschland gelten. Diese Gesetze regeln die Funktionsweise des deutschen Staates. Beim Grundgesetz handelt es sich jedoch nicht, wie der Name es vermuten lässt, um die erste deutsche Verfassung. Das Grundgesetz gibt es seit dem Jahre 1949. Im Laufe der Zeit wurden daran auch Veränderungen vorgenommen. Vor dem Grundgesetz von 1949 galten in Deutschland andere Verfassungen. Zu Zeiten des deutschen Bundes galten Gesetze für alle deutschen Staaten, welche eingehalten werden mussten. Der deutsche Staat, wie er heute existiert wurde im Jahre 1867 als norddeutscher Bund gegründet. Dieser norddeutsche Bund hatte eine Bundesverfassung. Im Jahre 1871 wurde aus dem norddeutschen Bund das deutsche Reich. Die Verfassung bekam den Titel Reichsverfassung. Die Verfassung, ist auch unter dem Namen Bismarcksche Reichsverfassung bekannt, da Otto von Bismarck sie begründet hat. Diese Verfassung behielt bis ins Jahr 1918 ihre Gültigkeit. In der Verfassung war die Funktionsweise des Staates beschrieben, welches die Organe des Staates waren und was diese jeweils veranlassen durften. Es gab im deutschen Reich einen Kaiser, der einen Kanzler als Oberhaupt der Regierung ernannte. Das Parlament, der Reichstag wurde von den deutschen Männern gewählt. Die deutschen Staaten sandten Vertreter in den Bundesrat. Dieser und der Reichstag beschlossen die für das deutsche Reich gültigen Gesetze.

Im Jahre 1918 kam es in Deutschland zur Revolution. Ein Jahr später, erhielt Deutschland mit der Weimarer Reichsverfassung eine neue Verfassung, in der es keine Kaiser, Könige oder andere Fürsten mehr gab. Diese Verfassung war Deutschlands erste Demokratie. Sie erklärte die Grundrechte des deutschen Volkes. Nach der Machtergreifung Hitlers wurden diese Grundrechte wieder aberkannt und die bis dahin geltende Demokratie wieder abgeschafft.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges und somit auch dem Ende Hitlers, sinnte das deutsche Volk nach einem Neuanfang, insbesondere bei der Verfassung. In Ostdeutschland formierte sich die deutsche demokratische Republik, in der es dem ostdeutschen Volk nicht möglich war, frei über ihre Verfassung zu bestimmen. In Westdeutschland entstand eine Demokratie mit frei gewählten Parlamenten in den einzelnen Bundesländern. Die Parlamente wählten eine Versammlung, welche die Verfassung für Westdeutschland beschliessen sollte. Diese Entscheidungen, wurden in der westdeutschen Hauptstadt Bonn getroffen. Aufgrund eines Mehrheitsbeschlusses, verkündete Konrad Adenauer am 23. Mai des Jahres 1949 die neue Verfassung, welche einen Tag danach in Kraft trat. Dies war die Geburtsstunde des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland. Aufgrund der Teilung in Ost und West, wurde zunächst veranlasst, dass dieses Grundgesetz bis zur Wiedervereinigung gelten sollte.

Inhalte des Grundgesetzes

Das Grundgesetz unterteilt sich in viele Abschnitte und Artikel. Ein wichtiger Teil des Grundgesetzes ist das sogenannte Präambel. Dieses steht direkt am Anfang und beschreibt die Verantwortung der Deutschen vor Gott und den Menschen. Das deutsche Volk ist für die Einheit Europas und den Frieden auf der Welt.

Zu Beginn der Verfassung sind die Grundrechte des Menschen festgelegt. Ein besonders wichtigter Artikel ist Artikel 1, er handelt von der Menschenwürde, welche der Staat achten und schützen muss "die Würde des Menschen ist unantastbar". In den weiteren Artikeln des Grundgesetzes werden weitere Rechte festgelegt, wie Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit. Einige Rechte gelten für alle Menschen, die in Deutschland leben, wie zum Beispiel das Recht auf Meinungsfreiheit. Andere Rechte wiederum, gelten nur für deutsche Staatsbürger, wie zum Beispiel, dass Recht die Mitglieder des deutschen Bundestages wählen zu dürfen.

Nach den Grundrechten folgen Abschnitte über den deutschen Staat an sich. Der deutsche Staat ist eine Republik und ein Sozialstaat, welcher sich um das Volk kümmert. Des weiteren ist die Bundesrepublik Deutschland föderal, das heisst, dass die Bundesländer ein Mitbestimmungsrecht haben. Darüber hinaus ist Deutschland eine Demoktatie.

Im Anschluss an diese Abschnitte folgen Gesetze über die Organe des Staates, wie den Bundespräsidenten, das Parlament und die Bundesregierung mit dem Bundeskanzler. Im Abschluss des Grundgesetzes sind weitere Regeln und Gesetze verankert, darunter auch, dass alte Gesetze ihre Gültigkeit behalten.