KZ Sachsenhausen

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 22.05.2018

Schlagwörter

KZ Sachsenhausen

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die Geschichte vom Konzentrationslager Sachsenhausen. Es beschreibt dessen Errichtung, dessen Aufbau, dessen Nutzen sowie dessen Auflösung und die "Todesmärsche" im Jahre 1945.

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Das Konzentrationslager Sachsenhausen in Oranienburg wurde 1936 eingerichtet und eröffnet.
Dieses Konzentrationslager diente als Ausbildungsort für KZ Kommandanten sowie des Bewachungspersonals.
In das Konzentrationslager Sachsenhausen wurden insgesamt ungefähr 200000 Häftlinge deportiert. Insgesamt sollen dort mehrere zehntausend Insassen ermordet worden sein. Darunter auch zirka 13000 bis 18000 sowjetische Kriegsgefangene, welche durch eine Massenerschießungsanlage hingerichtet worden sind.

Das Konzentrationslage Sachsenhausen wurde ab dem Sommer 1936 durch Häftlinge anderer Anstalten gebaut. Es sollte sich um ein neuzeitliches und jederzeit erweiterbares Konzentrationslager handeln.
In dem Schutzhaftlager wurde ein Übungslager errichtet. Dort erfolgte die Ausbildung von SS Wachmannschaften und die Schulung der allgemeinen SS.

Zum Konzentrationslager Sachsenhausen gehörten zudem ungefähr 100 Außenlager. Dort verrichteten die Häftlinge Zwangsarbeit, insbesondere in der Rüstungsindustrie.

Nutzung des Konzentrationslagers Sachsenhausen

In den Jahren zwischen 1936 und 1945 gab es im Konzentrationslager über 200000 Häftlinge. Diese kamen aus etwa 40 verschiedenen Nationen. Es handelte sich zunächst um politische Gegner des NS Regimes. Später handelte es sich um Angehörige von, aus Sicht der Nationalsozialisten, rassisch und sozial minderwertigen Gruppen, diese waren beispielsweise Juden, Homosexuelle, Zigeuner sowie geistig Behinderte. Außerdem wurden einige Zeugen Jehovas inhaftiert, da diese den Militätdienst verweigern. Viele der Häftlinge kamen durch Hunger, unbehandelten Krankheiten und mangelnder Hygiene um. Die meisten starben jedoch doch die Zwangsarbeit und die Misshandlungen.

Wiederum andere Häftlinge wurden Mordopfer der systematischen Vernichtungsverfahren, wie beispielsweise der Ermordung von ca. 13000 bis 180000 sowjetischer Kriegsgefangener im Jahre 1941. Ein Teil der Häftlinge wurde für die medizinische Forschung missbraucht und starb an deren Folgen. So wurden den Häftlingen beispielsweise schwere Infektionen zugefügt, um die Wirkung von Arzneistoffen zu testen. Auch Kinder wurden für diese medizinischen Experimente benutzt, sie wurden zum Beispiel mit Hepatitis B infiziert, um zu überprüfen, wie sie die Leber im Verlauf der Krankheit verändert.

Der Zellentrakt war ein Gebäude in T Form, welches 80 Zellen für Einzelhäftlinge, Dunkelarrest sowie Massenunterbringung beinhaltete. Dieser Trakt wurde im Jahre 1936 fertig gestellt. Im Hof befanden sich ein Erdbunker, Vorrichtungen zum Pfahlhängen und ein Prügelbock zum Vollzug von Körperstrafen.

Das Krematorium des Konzentrationslagers Sachsenhausen befand sich auf dem Industriehof. Es wurde im Herbst des Jahres 1939 in Betrieb genommen und regelmäßig eingesetzt. Drei Jahre später wurde es durch einen Neubau, welches zusätzlich eine Genickschussanlage enthielt ersetzt. Dort wurde im Jahre 1943 eine ungefähr 11 Quadratmeter große Gaskammer installiert. Dort wurden verschiedene Vergasungstechniken erprobt. In der Gaskammer konnten zeitgleich bis zu 60 Personen hingerichtet werden.

Auflösung des Konzentrationslagers Sachsenhausen

Die Auflösung und Räumung des Konzentrationslagers Sachenhausen durch die SS fand am Morgen des 21. Aprils 1945 statt. Die Rote Armee war zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Kilometer entfernt. An diesem Tag befanden sich noch über 30000 Häftlinge im Konzentrationslager Sachsenhausen. Diese wurden in Gruppen von jeweils 500 Häftlingen eingeteilt und in Richtung Nordwesten in Marsch versetzt.

Da dieser Prozess aus der Eile heraus gestartet wurde, waren nicht genug Lebensmittel und Ausrüstung für alle Häftlinge vorhanden. Lediglich die ersten Kolonnen bekamen ein paar Lebensmittel mit auf den Weg. Aufgrund des ohnehin schlechten Gesundheitszustandes der Häftlinge, überlebten viele die Strapazen des Marsches nicht. Die Häftlinge sollten pro Tag zwischen 20 Kilometer und 40 Kilometer zurücklegen. Viele brachen unterwegs zusammen und starben an Dehydrierung oder Entkräftung. Wieder andere wurden durch Mitglieder der SS erschossen, weil sie zu langsam waren oder nicht mehr gehen konnten.

Mitarbeiter und Helfer des internationalen Roten Kreuzes verteilten Lebensmittel – Pakete an die marschierenden Häftlinge. Diese Lebensmittel bewahrten einige Häftlinge vor dem sicheren Hungertod. Dennoch starben auf dem Märschen nach der Auflösung des Konzentrationslagers Sachsenhausen Tausende der Inhaftieren.

Im Stadtwald von Wittstock Dosse fanden sich am 23. April des Jahres 1945 ungefähr 18000 Häftlinge wieder, welche dort mehrere Tage lagerten. Diese Häftlinge waren in der Zwischenzeit von ihren SS Bewachern verlassen worden. Die Überlebenden erreichten das Gebiet zwischen den Städten Parchim und Schwerin und trafen dort auf die Einheiten der Roten Armee und der US Armee.

In etwa zeitgleich erreichten sowohl sowjetische Truppen als auch polnische Truppen das Hauptlager. Die restlichen ungefähr 3000 Personen wurden befreit. Dennoch starben in den darauf folgenden Tagen und Wochen zirka 300 von Ihnen an den Folgen der Haft im Konzentrationslager Sachsenhausen. Die Toten wurden in Massengräbern an der Lagermauer auf Höhe des Krankenreviers beigesetzt.

Die geretteten Häftlinge wurden gemeinsam mit Häftlingen aus anderen Konzentrationslagern in zwei Schweriner Kasernen gebracht und dort zunächst untergebracht. Bereits im Mai des selben Jahres konnten viele von ihnen in ihre Heimatländer zurück kehren.

Ab dem Sommer 1945 und somit nach dem Ende des zweiten Weltkrieges, diente das Revier des nun ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen als Lazarett für ehemalige Häftlinge, welche aufgrund von schweren Verletzungen und Krankheiten nicht in ihre Heimatländer zurückkehren konnten.

Gedenkstätte

Im Jahre 1961 wurde ein Teil des Komplexes zur nationalen Mahn und Gedenkstätte Sachsenhausen umfunktioniert und eröffnet. Diese wurde im Laufe der Zeit mehrfach erweitert und gehört sowohl in Deutschland als auch international zu den wichtigsten Gedenkstätten.