Höhlenmalerei

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 03.06.2018

Schlagwörter

Höhlenmalerei

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Thema Höhlenmalerei. Es wird auf verschiedene Fundorte sowie verschiedene Techniken von Höhlenmalerei und Handnegative eingegangen. Außerdem wird deren Hintergrund diskutiert.

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Bei Höhlenmalerei handelt es sich um Bilder und Zeichnungen, welche auf Felsen und insbesondere in Höhlen gemalt werden. Es gibt auch Felsbilder außerhalb der Höhlen. Die älteste Höhlenmalerei wurde in der El Castillo Höhle in Spanien entdeckt. Außerdem gibt es auch sehr alte Höhlenmalereien in dem zerstörten Abri Castanet und in der Chauvet Höhle in Frankreich. Höhlenmalerei kommt am häufigsten in Mittelfrankreich, Südfrankreich und Nordspanien vor. Die Tradition der Höhlenmalerei dauert in einigen Ländern der Welt bis heute an. Hierzu gehören beispielsweise Südafrika sowie Australien.

Die Altersbestimmung der Höhlenmalerei

Wenn eine neue Höhlenmalerei entdeckt wird, ist es von großem Interesse das Alter dieser Höhlenmalerei heraus zu finden. Das Alter einer Höhlenmalerei kann auf verschiedene Art und Weise ermittelt werden. Bei allen dieser Datierungsmethoden kommen jedoch bestimmte Messfehler bzw. statistische Schwankungen hinzu, sodass die Höhlenmalerei in einer Höhle nicht exakt bestimmt werden kann. Zur Ermittlung des Alters einer Höhlenmalerei gibt es verschiedene Methoden, welche im Folgenden erklärt und veranschaulicht werden.

Absolute bzw. direkte Datierung

Bei der absoluten bzw. direkten Datierung wird mit Hilfe der Farbpigmente der Holzkohle versucht ein direktes Datum zu ermitteln. Das Alter der Höhlenmalerei kann dann mit einer Methode der Radiokohlenstoffdatierung bestimmt werden. Hierbei handelt es sich um die AMS Datierung. Der Vorteil dieser Methode ist, dass nur eine sehr geringe Probe der Holzkohle oder der organische Farbe benötigt wird. Der Nachteil der Methode ist, dass es Abweichungen vom tatsächlichen Alter der Höhlenmalerei geben kann.

Uran Thorium Datierung

Die Uran Thorium Datierung ist eine noch recht neue Methode zur Altersbestimmung von Höhlenmalereien. Sie wird seit dem Jahre 2012 angewendet. Bei der Uran Thorium Datierung werden die Sinterablagerungen auf den Höhlenmalereien zur Altersbestimmung verwendet. Dieses Verfahren ist sehr genau und das Alter der Höhlenmalerei kann äußerst präzise bestimmt werden.

Relative bzw. indirekte Datierung

Bei der relativen bzw. indirekten Datierung werden die entdeckten Höhlenmalereien mit anderen archäologischen Entdeckungen und ausgegrabenen Funden in Beziehung gebracht und verglichen. Diese Methode hat den Vorteil, dass kein großer Arbeitsaufwand nötig ist und den Nachteil, dass sie recht ungenau und unzuverlässig ist. Weitere Verfahren zu relativen bzw. indirekten Datierung von Höhlenmalereien sind eine Stilanalyse des Kunststils durchzuführen sowie eine chronologische Reihenfolge mit Hilfe der Überlagerung der Linien herzustellen. Außerdem kann auch die Analyse der räumlichen Anordnung der Höhlenmalereien Aufschluss über das Alter geben, indem sich die Reihenfolge aus der Anordnung ableiten lässt.

Verschiedene Maltechniken bei der Höhlenmalerei

Die Hohlenmaler der Altsteinzeit waren in der Lage perspektivisch zu malen und nutzten bereits verschiedene Maltechniken zum Anfertigen der Höhlenmalereien. Oft stellten Sie Lebenssituationen, andere Menschen oder auch Tiere dar.
Als Farbe wurden damals Eisenoxide für rote Farbtöne und Manganoxide oder auch Holzkohle für schwarze Farbtöne benutzt. Weitere Farben konnten erschaffen werden, wenn Ocker unterschiedlich stark erhitzt wurde. Darüber hinaus wurden auch verschiedene Steine, Erze, Kalkstein und Harz zur Farbgewinnung verwendet. Auch Blut, Milch und Pflanzensäfte wurden hierzu benutzt. Der hieraus entstandene Farbstoff hatte Pulverform. Dieses Pulver wurde mit Wasser zu einer Farbe angerührt und konnte dann in verschiedenen Techniken auf die Höhlenwand gebracht werden.

Hierfür wurden die Finger, Zweige oder auch Pinsel genutzt. Auch eine Sprühmethode gab es bereits. Beim Sprühvorgang wurde mit Hilfe von Schablonen gearbeitet, damit saubere Kanten entstehen. Es gab darüber hinaus auch einige Verwischtechniken um besondere Effekte zu erzielen. Diese wurden beispielsweise schon in den Anfängen der Höhlenmalerei in der Chauvet Höhle angewendet. Einige Höhlenmaler verliehen ihren Malereien ein Relief. Dieses wurde durch das Abmeißeln der angrenzenden Fläche geschaffen. Außerdem bezogen die Höhlenmaler die Wirkung von in der Höhle vorhandenen Rissen oder Felsvorsprüngen in ihre Malereien mit ein.

Dies war zum Beispiel bei den entdeckten Malereien in Font de Gaume und Altamira der Fall. Die Höhlen wurden mit Fackeln, einem Feuer oder auch mit Steinlampen ausgeleuchtet, damit die Höhlenmaler ihre Arbeit machen konnten. Höher gelegene Stellen der Höhle wurden erreicht, indem mehrere Personen den Maler hochgehoben und festgehalten haben. In Ausnahmefällen wurden auch Gerüste gebaut und verwendet.

Handnegative in der Höhlenmalerei

Technik

Die Hand wird als Schablone fest auf die Wand der Höhle gelegt. Anschließend wird die Farbe auf die Hand und die umliegende Wandfläche gesprüht. Danach kann die Hand vorsichtig entfernt und die Farbe von ihr abgewaschen werden. Der Umriss der Hand ist nun auf der Wand zu sehen, da an der Stelle, wo die Hand an der Wand auflag keine Farbe vorhanden ist. Für das Anfertigen von Handnegativen wurde in der Regel ein Sprühverfahren benutzt.

Ursprung und Hintergrund

Als diverse Höhlenmalereien und Handnegative entdeckt waren, stellten sich die Entdecker und die Wissenschaftler die Frage, warum diese Malereien erstellt worden sind. Lange Zeit war die These, dass mit den Höhlenmalereien Jagderfolge der Männer festgehalten worden sind, weit verbreitet. Es gab jedoch für diese These keinerlei Beweise. Der amerikanische Archäologe Dean Snow untersuchte verschiedene dieser Handabdrücke. Es handelte sich um Handnegative aus acht verschiedenen Steinzeithöhlen in Frankreich und Spanien. Unter den Höhlen auch die El Castillo Höhle. Dean Snow fand heraus, dass die Mehrheit der Handnegative von Frauen sowie Kindern und Jugendlichen stammten. Diese Abdrücke machten über 75 Prozent aus. Damit ist die Eingangsthese widerlegt. Es handelt sich bei den Handabdrücken und Höhlenmalereien also nicht um die „Dokumentation“ von Jagderfolgen. Es ist wahrscheinlich, dass die Malereien einfach ein Zeitvertreib waren und einen dekorativen Zweck erfüllen sollten.