Die Welle - ein Experiment zum Thema Naziherrschaft

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 16.08.2018

Schlagwörter

Die Welle

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Roman "Die Welle", welcher von Morton Rhue verfasst worden ist und dem darin beschriebenen Unterrichtsexperiments des Geschichtslehrers Ron James an einer High School in Palo Alto.

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Bei dem Roman „Die Welle“, welcher von dem Schriftsteller Morton Rhue im Jahre 1981 verfasst worden ist, geht es um ein außer Kontrolle geratenes Experiment zum Thema NS Ideologie. Aufgrund des großen Erfolges des Buches, wurde der Roman in zahlreiche Sprachen übersetzt und mittlerweile mehrfach verfilmt sowie als Bühnenstück inszeniert.

Realer Hintergrund

Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Der eines Unterrichtsexperiments zum Thema Holocaust, des Geschichtslehrers Ron Jones, welches dieser im Jahre 1967 an einer High School in Palo Alto durchgeführt hat. Der Hintergrund des Experiments war, dass die Schüler des Geschichtskurses von Ron Jones nicht fassen konnten, dass die Nazis die Bevölkerung mit ihrer Ideologie derart in den Bann gezogen haben, dass soviele Menschen diesen zunächst freiwillig gefolgt sind.

Darstellung des Experiments im Roman

Der Geschichtslehrer Ben Ross zeigt seinen Schülern im Unterricht einen Film über den Holocaust, da das aktuelle Unterrichtsthema der zweite Weltkrieg sowie Nationalsozialismus ist. Die Schülerinnen und Schüler sind vom Gesehenen sehr beeindruckt und tief getroffen. Doch sie zeigen auch ein großes Unverständnis, da sie nicht fassen und glauben können, wie ein Regime, wie das der Nationalsozialisten, derart viele Menschen dazu bringen kann, ihnen freiwillig zu folgen bzw. zu behaupten, nichts von den innerdeutschen Geschehnissen und Grausamkeiten gegenüber den Juden gewusst zu haben. Außerdem sind sich die Schülerinnen und Schüler von Ben Ross absolut sicher, dass sich eine Manipulation von einer so großen Menschenmasse niemals wiederholen würde. Sie stellen ihrem Lehrer viele interessierte Fragen, da sie das Thema wirklich emotional berührt und bewegt hat. Auf viele dieser Fragen gibt es in der historischen Forschung keine Antworten. Lehrer Ben Ross möchte seine Schülerinnen und Schülern antworten auf ihre Fragen geben, denn das ist sein Beruf und seine Berufung. Da er ihnen gewisse Antworten nicht geben konnte, wuchs in ihm eine tiefe Unzufriedenheit. Er stellte sich die Frage, ob das Verhalten der Mehrheit der Bevölkerung während der Naziherrschaft wirklich so unerklärlich war und entwickelte die Idee eines Unterrichtsversuches. Ben Ross war bewusst, dass er die Antworten auf die Schülerfragen nicht in historischer Literatur finden könne. Er müsse die Schülerinnen und Schüler erleben lassen, wie es ist einer Massenmanipulation zu unterliegen. Er beschloss, sein Experiment „die Welle“ an der Schule durchzuführen.

Mit seinem Experiment wollte Ben Ross seinen Schülerinnen und Schülern zeigen, was es bedeutet hat, in Nazi – Deutschland zu leben. Er wollte sie spüren lassen, was für ein Gefühl dies war. Ihm war bewusst, dass ein solches Erlebnis die Klasse weitaus mehr beeindrucken würde, als theoretisch aus Büchern vermittelter Lehrstoff. „Die Welle“ sollte den Schülerinnen und Schülern demonstrieren, wie leicht Menschen durch gewisse Methoden manipuliert und ferngesteuert werden können. Das Experiment beinhaltet eine autoritäre und elitäre Gemeinschaft, welche den Namen „Die Welle“ trägt. Diese Gemeinschaft stützt sich auf drei Prinzipien und lebt nach ihnen.

Macht durch Disziplin

Macht durch Disziplin ist die erste Phase des Experiments und der Bewegung „Die Welle“. Diese Phase besteht ausschließlich aus der Einübung von respektvollen Umgangsformen und Disziplin. Der Unterricht ist streng und der Lehrer tritt sehr autoritär auf. Die Schülerinnen und Schüler respektieren den Lehrer als Autorität und folgen diesem vollkommen. Im Prinzip spiegelt sich hier eine Unterrichtsform wieder, welche bis zum Ende der 1950er Jahre üblich war.

Macht durch Gemeinschaft

Macht durch Gemeinschaft bildet die zweite Phase des Unterrichtsversuches „Die Welle“. Ziel ist es, dass Gemeinschaftsgefühl der Klasse zu Erhöhen. Hierzu wird den Schülerinnen und Schülern klar gemacht, dass alle die selbe Position und den selben Wert für die Gemeinschaft haben. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken, führte Lehrer Ben Ross ein identitätsgebendes „Die Welle“ Symbol sowie einen dazugehörigen „Die Welle“ Gruß ein. Die Schülerinnen und Schüler sollten das Gefühl bekommen, Teil eines Ganzen zu sein, welches wichtiger ist als sie selbst als Einzelperson.

Macht durch Handeln

Macht durch Handeln ist das dritte und somit letzte Prinzip des Experiments „Die Welle“. Die Schülerinnen und Schüler werden zu einem geschlossenen Handeln in der Gruppe gebracht. Es wird ihnen klar gemacht, dass Egalität in der Gemeinschaft herrscht. Außerdem bekommen sie die verpflichtende Aufgabe, neue Mitglieder für „Die Welle“ anzuwerben.

Innerhalb der Gruppe von „Die Welle“ wird eine hierarchische Struktur sowie ein Kontrollsystem geschaffen, indem intern mit Hilfe von Mitgliedsausweisen zwischen einfachen Mitgliedern und Führungspersonen unterschieden wird.

Eigendynamische Verselbstständigung

Die drei Prinzipien von „Die Welle“ werden von den Schülerinnen und Schülern sehr schnell verinnerlicht. Sie sind zunächst äußerst begeistert, an diesem Experiment teilzunehmen. Insbesondere die früheren Außenseiter, wie Robert, profitieren davon, plötzlich ein vollwertiger Teil der Klasse zu sein. Lehrer Ben Ross bemerkt jedoch, dass seine Schülerinnen und Schüler, was das Faktenwissen angeht, zwar besser werden, sie jedoch Dinge nur noch automatisch wiedergeben und nicht mehr hinterfragen. Sie gehorchen quasi blind und hören auf selbstständig zu denken sowie kritische Fragen zu stellen.
Im weiteren Romanverlauf bekommt das Experiment „Die Welle“ totalitäre Züge, da eine Mitgliedschaft in der Gruppe, mittlerweile für Schülerinnen und Schüler der ganzen Schule möglich ist und im Prinzip zum nicht hinterfragten Zwang wird.

Ende des Experiments „Die Welle“

Nach einer Tätlichkeit gegen einen jüdischen Schüler, welcher sich der Welle verweigert hat, wird Geschichtslehrer Ben Ross bewusst, dass sein Experiment ein gewisses Gefahrenpotential birgt. Er beschließt daraufhin, dieses zu beenden. Er beruft darauhin eine Vollversammlung ein und kündigt den Schülerinnen und Schülern an, dass sie heute ihren wahren Führer kennen lernen würden, welcher im Rahmen der Vollversammlung noch eine Ansprache halten soll. Stattdessen enthüllt Ben Ross jedoch ein großes Portrait von Adolf Hitler und klagt seine Schülerinnen und Schüler an, dass sie alle gute Nazis gewesen wären.
Die Schülerinnen und Schüler sind tief bestürzt, denn ihnen wird bewusst, dass sie sich so verhalten haben, wie die Mehrheit der Bevölkerung im Nazi – Deutschland. Sie wollen daraufhin das Experiment schnellstmöglich beenden und vergessen, um wieder zum normalen Schulalltag übergehen zu können. Nur Robert, der ehemalige Außenseiter, ist über das Ende des Experiments, welches ihm half ein vollwertiges Mitglied des Klasse zu sein, verzweifelt.