Romeo und Julia auf dem Dorfe – Gottfried Keller

Fach Deutsch

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 17.07.2018

Schlagwörter

Romeo und Julia auf dem Dorfe Gottfried Keller

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Erzählung "Romeo und Julia auf dem Dorfe", welche von dem schweizer Schriftsteller Gottfried Keller im Zeitraum von 1847 bis 1875 verfasst worden ist und anschließend veröffentlicht wurde.

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Bei Romeo und Julia auf dem Dorfe handelt es sich um eine Erzählung des schweizer Schriftstellers Gottfried Keller. Die Erzählung entstand im Zeitraum von 1847 bis 1875. Das Shakespeare Werk Romeo und Julia wird von Gottfried Keller adaptiert und in dessen Gegenwart und Umfeld transportiert. Eine junge Frau und ein junger Mann verlieben sich unsterblich in einander. Es handelt sich jedoch um eine verbotene Liebe, denn die Familien der beiden sind verfeindet. Die Beziehung der beiden führt beide Familien in den Ruin und zerstört somit auch jede Hoffnung der beiden auf eine gemeinsame und glückliche Zukunft. Aus diesem Grund beschließen die beiden am Ende des Erzählung ihren Leben gemeinsam ein Ende zu setzten.

Inhalt der Erzählung

Die benachbarten Bauern Manz und Marti verstehen sich gut. Sie arbeiten oftmals in unmittelbarer Nähe zueinander und manchmal auch gemeinsam. Manz hat einen kleinen Sohn, Marti eine kleine Tochter. Auch die Kinder mögen sich und spielen oft miteinander. Zwischen ihren Äckern gibt es ein kleines Stück verwildertes Land. Dies gehörte einem verstorbenen Dorfbewohner, dessen Nachkommen noch nicht ermittelt worden sind. Die Behörde bietet es den Nachbarn zur Pacht an, doch diese sind daran nicht interessiert, da sie eine Kaufabsicht haben. Die Jahre vergingen und die Bauern eigneten sich jedes Jahr, unauffällig einen kleinen Streifen des verwilderten Ackers an. Eines Tages gibt die Behörde den Acker zu einer Auktion frei. Es entwickelt sich ein Bietergefecht zwischen den Bauern Manz und Marti.

Manz erhält letztlich den Zuschlag und fordert von Marti die Fläche, welche er sich durch absichtlich schiefes Pflügen angeeignet hat. Dies ist der Beginn der Streitigkeiten und späteren Feindschaft der beiden Bauern. Es folgte langer und aufreibender Gerichtsprozess, der aus den beiden Männern, Prahler und Verschwender machte. Sie investierten derart viel Zeit in den Prozess, sodass sie ihre Felder und Landwirtschaft verkommen ließen. Sie wurden immer aggressiver und tyrannisierten das Gesinde und die Familie. Der Hass wurde immer größer und es war keine friedliche Lösung in Sicht. Die glückliche Kindheit und die Freundschaft von Sali und Vrenchen ist fortan vorbei.

Manz verliert seinen Hof und lässt sich eine heruntergekommene Schänke andrehen. Er zieht in die Stadt und versucht über die Runden zu kommen, doch die Gäste bleiben aus. Sali versucht zu helfen und geht angeln, um die Speisekarte zu erweitern. Am Fluss trifft er eines Tages wieder auf Vrenchen. Die beiden sind inzwischen junge Erwachsene, 19 und 17 Jahre alt. Die beiden Väter geraten in Streit und prügeln sich. Sali und Vrenchen können die beiden jedoch trennen.

Es entwickelt sich zwischen den beiden ein intensiver Blickkontakt und eine kurze Berührung, von der sich Sali sehr beglückt fühlt. Sie treffen sich von nun an heimlich. Bereits nach kurzer Zeit verlieben sich die beiden in einander. Eines Tages spricht ein Mann sie an und erzählt ihnen vom Unrecht, dass ihre Väter dem Mann angetan haben. Sie sind beschämt von der Situation.

Marti ist verwundert über das veränderte Verhalten seiner Tochter und schleicht ihr eines Tages nach. Als er merkt, dass sich diese heimlich mit Sali trifft, rastet er aus und zerrt sie von ihm weg. Sali nimmt einen Stein und schlägt diesen auf Martis Kopf, woraufhin er bewusstlos zusammenbricht. Beide sind geschockt und verzweifelt und versprechen sich gegenseitig, niemals etwas über diesen Vorfall zu verraten. Danach trennen die beiden sich.

Marti überlebt, trägt aber geistige Schäden davon. Als Konsequenz wird er entmündigt und in eine Pflegeanstalt eingewiesen. Als Vrenchen zurückkehrt, hat sie kein zu Hause mehr. Sali besucht sie, auch er hat einen schweren Schicksalsschlag zu verarbeiten. Seine Eltern sind auf die schiefe Bahn geraten. Sie überlegen, ob es eine Basis für eine gemeinsame Zukunft gibt, kommen aber zu dem Schluss, dass der Vorfall am Fluss ein schlechter Grundstein für eine Beziehung sei. Sie beschließen daher getrennte Wege zu gehen. Vrenchen wünscht sich zum Abschied noch einen schönen, gemeinsamen Tag. Sali stimmt diesem Wunsch zu.

Sie verbringen einen schönen Tag, bei gutem Wetter und einer Kirchweihe. Sie tanzen und essen und sind ausgelassen, wie ein Paar. Die anderen Menschen begegnen den beiden mit Achtung. Dies ist ein schönes Gefühl für die beiden, welches sie ausgiebig genießen. Sie fühlen sich mehr und mehr wie Braut und Bräutigam. Schwermut kommt nur auf, wenn die beiden an die bevorstehende, endgültige Trennung denken. Sie kaufen einander kleine Geschenke und heimlich jeder dem anderen ein Ringlein, als Andenken.

Festbesucher aus dem Heimatort erkennen die beiden, sodass diese sich zurück ziehen. Sie suchen eine andere Wirtschaft auf und feiern ausgelassen weiter. Sie treffen erneut auf den heimatlosen Geiger und folgten seiner Einladung sich ihm anzuschließen. Die Gäste führten mit dem Paar eine possenhafte Trauung durch und tanzten danach wild und ausgelassen. Einige Zeit später, auf Höhe der drei Äcker, lassen sie sich von der Festgemeinschaft zurückfallen, da sie alleine sein wollen. Sie überlegen für eine Lösung, für ihre schier ausweglose Situation. Die beiden wollen sich nicht voneinander trennen. Beide würden dies nicht verkraften. Soviel ist nach diesem Tag und diesem Abend sicher. Sie beschließen deshalb einander ab sofort und für immer anzugehören und gemeinsam ins Wasser des reißenden und kalten Flusses zu gehen.

Sie gehen zum Ufer und entdecken ein mit Heu beladenes Schiff, welches die beiden zu ihrem persönlichen Hochzeitsbett machen. Sie lösen die Leinen und lassen sich auf dem Fluss treiben. Beide ließen sich, festumklammert, gleichzeitig in den frühen Morgenstunden in das eisige Wasser gleiten. Einen Tag später wird das leere Heuschiff gefunden und kurz darauf die Leblosen Körper von Sali und Vrenchen. Die beiden zogen es aus Liebe vor gemeinsam zu sterben, als alleine und fortan getrennt voneinander zu leben. Ihre Liebe ging also weit bis über den Tod hinaus.