Bollywood

Fach Deutsch

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.05.2018

Schlagwörter

Bollywood

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Bollywood - Trend und erklärt, wie dieser Zustande kam und in welchen Formen Bollywood - Produktionen auch in Nicht - Indien vorkamen und erfolgreich wurden. Dies wird anhand von Beispielen verdeutlicht.

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Bollywood ist eine umgangssprächliche Bezeichnung für Hindi – Film. Es ist ein Wortspiel und eine Anlehnung an den US Produktionsort Hollywood, bei dem der Anfangsbuchstabe H durch B ersetzt wurde. Das B stammt von der Produktionsstätte Bombay. Bekannte Filmstudios sind beispielsweise Filmalaya und Film City im Norden von Bombay. Jedes Jahr werden dort zwischen 200 und 250 Filme produziert.

Die Inhaltlichen Aspekte und Geschichten dieser Filme, hängen stark von Moden und Trends ab. In den 1970er Jahren gab es actionreiche Filme, wie beispielsweise Curry Western. Seit der Mitte der 1990er Jahre spielt die Liebe und Romantik die größte Rolle. Dies liegt insbesondere an dem großen Erfolg des Films Dilwale Dulhania Le Jayenge aus dem Jahre 1995. Liebesfilme mit prunkvollen Hochzeiten, viel Romantik, welche auch Kitsch enthalten durfte waren bei dem Publikum äußerst beliebt. Des weiteren sind die Bollywood Produktionen oft sehr bunt, enthalten viel Musik sowie Tanz und sind insgesamt sehr familienfreundlich. Dies muss auch so sein, denn damit sich die teuren Bollywoodproduktionen lohnen, müssen die Besucher den Film mehrfach im Kino ansehen und zwar am besten mit der Familie und vielen Freunden. Die meisten indischen Erfolgsfilme sind daher sehr familentauglich und positiv.

Diese Art der Filme waren nicht nur in Indien selbst, sondern seit jeher auch im asiatischen und afrikanischen Raum erfolgreich. Dort stellten sie sogar eine realistische Konkurrenz für Hollywoodproduktionen dar. Auch in den Teilen der USA, wo viele Inder leben, wie beispielsweise Newyork wurden Bollywoodfilme zu Hits. Dies galt auch für weitere Länder und Städte.

Seit Ende der 1990er Jahre und Beginn der 2000er Jahre wurden die Bollywoodproduktionen auch für Nicht – Inder immer interessanter und populärer. Das Bollywood Kino entwickelte sich nach und nach zu einem Trend, es profitiert von einem indischen Starsystem. In vielen Produktionen spielen die gleichen, sehr populären, Schauspieler mit, welche in ihrer Heimat Superstars sind.

Auffallend ist die hohe Anzahl an jährlichen Filmproduktionen. Diese Quantität statt Qualität spiegelt sich auch in den Kritiken von außerhalb wieder. Den Bollywood Machern wird vorgeworfen, unter anderem viele schlechter Remakes zu produzieren und generell die Qualität bei Filmproduktionen zu vernachlässigen. Anders sei es nicht möglich, eine derart hohe Anzahl Filme im Jahr zu produzieren.

Auch Gesellschaftskritisch betrachtet gibt es bei Bollywoodfilmen einige Auffälligkeiten. Zu diesen gehören, dass gerade in den neueren Produktionen die Filmcharaktere fast ausschließlich zur Oberschicht gehören, mindestens aber zur Mittelschicht. Dadurch wird das Armutsproblem in Indien totgeschwiegen.

Darüber hinaus wird den Bollywoodproduzenten unterstellt, hellhäutigere Inder den dunkelhäutigeren Indern vorzuziehen, weil diese gerade in der westlichen Welt besser akzeptiert würden.

Der Bollywood – Trend in Deutschland

Der Bollywood – Trend erreichte Deutschland Anfang der 2000er Jahre. Der Auslöser für diesen Trend war der Film Kabhi Khushi Kabhie Gham (in guten wie in schweren Tagen) bzw. dessen DVD Veröffentlichung und Free TV Premiere.

Seitdem der Bollywood – Trend Deutschland erreicht hat laufen sowohl im Kino als auch im TV regelmäßig Bollywoodfilme. Diese fanden insbesondere bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine erhebliche Beachtung. Viele dieser Filme wurden zusätzlich auch auf DVD veröffentlicht.

TV Ausstrahlungen in Deutschland

Vox zeigte 2003 Bollywoodfilme mit deutschen Untertiteln. RTL2 zeigt seit 2004 regelmäßig synchronisierte Bollywoodfilme. RTL2 ist in Deutschland der erfolgreichste TV Sender, was das zeigen von Bollywoodproduktionen angeht. Im Herbst des Jahres 2004 erreichte RTL2 erstmals mit einem Bollywoodfilm eine Zuschauerzahl von über einer Million. Dies gelang mit dem oben bereits angesprochenen Film Kabhi Khussi Kabhie Gham (in guten wie in schweren Tagen).

Da Bollywoodfilme in der Regel sehr lang sind, werden diese im deutschen Fernsehen häufig gekürzt. Dies ist bei derartigen Filmen einfach zu bewerkstelligen, da diese viel Musik und Tanz enthalten, welcher für das inhaltliche Verständnis nicht zwingend notwendig ist. Im Durchschnitt werden die Bollywoodfilme um etwa eine halbe Stunde gekürzt. In Ausnahmefällen jedoch gab es auch Filme, wie zum Beispiel Veer und Zaara, welche durch das Hinzufügen von Deleted Scenes verlängert wurden.

Auch wenn der große Bollywood – Trend und –Hype in Deutschland vorbei ist, gibt es noch immer viele Fans und Liebhaber dieser Filme. Daher existiert inzwischen der deutschsprachige Sender ZeeOne, welcher sich auf das Ausstrahlen von Bollywoodfilmen und Bollywoodserien sowie das Senden der entsprechenden Musikvideos spezialisiert hat.
Darüber hinaus existieren auch zwei große, Musicalähnliche Bühnenshows zum Thema Bollywood. Diese sind im Stil der Filme, der Mode und der Musik welche in Indien berühmt sind. Diese Bühnenshows touren seit dem Jahr 2007 durch ganz Europa und sind sehr erfolgreich. Es handelt sich um „Bollywood – the Show“ und „Bharati“.

Bollywood – the Show

Bollywood – the Show (ehemals Merchants of Bollywood) ist die Biografie von Vaibhavi Merchant. Sie ist eine mehrfach ausgezeichnete Choreografin. Es gelang ihr im Erfolgsjahr 2004 die erstaunliche Zahl von 16 Filmen, tänzerisch einzustudieren.

Bharati

Die Show Bharati wurde von Gasgash Deshe produziert. Sie stammt aus dem Jahre 2006. Die Premiere fand im selben Jahr in Paris statt. Diese Show ist noch etwas aufwendiger als Bollywood – the Show, da sie aus über 100 Tänzern und Darstellern besteht. Sie beinhaltet sowohl Musik aus der indischen Oper aus auch aus berühmten Bollywoodfilmen und setzt diese choreographisch auf der Bühne um. Der Name der Show setzt sich aus der Hindibezeichnung für Indien und die religiöse Bedeutung der Gottheit zusammen. Der Erzähler der Show macht aus den einzelnen Elementen eine romantische Liebesgeschichte, welche über die Leichtigkeit der indischen Denk- und Lebensweise informiert.