Argumentationstypen

Fach Fach

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 12.06.2018

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Argumentationstypen

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die verschiedenen Argumentationstypen, welche zum Gelingen einer guten Argumentationstechnik erforderlich sind. Es werden sowohl direkte als auch indirekte Argumentationstypen erläutert.

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Es gibt verschiedene Arten von Argumenten, welche beispielsweise in einer Diskussion angewendet werden können. Vom Argumentationstyp und der Qualität des Arguments hängt der „Erfolg“ in der Diskussion, in der Rede oder ähnlichem ab. Wenn eine Person eine Behauptung aufstellt, so muss sie diese beweisen oder zumindest begründen. Die Verstärkung die die Behauptung hängt von den jeweiligen Argumenten ab. Im Folgenden werden die verschiedenen Argumentationstypen erläutert.

**Sichere Argumentationstypen

Das Plausibilitätsargument**

Die Funktion des Plausibilitätsargumentes liegt daran, dass es plausibel und nachvollziehbar für andere Personen ist.


Das indirekte Argument

Ein indirektes Argument greift ein Argument der Gegenseite auf, entkräftet dieses und stärkt so das eigene Argument.

Analogisierendes Argument

Bei dem analogisierenden Argument wird das angesprochene Thema mit einem weiteren, anderen Themenbereich verknüpft. Dieser ist in der Regel ähnlich zum ursprünglichen Thema, damit der Vergleich schlüssig ist und einen Sinn ergibt.


Normatives Argument

Die Normen, welche innerhalb der Gesellschaft verbreitet sind, dienen als Grundlage und verstärken dadurch die These. Bei den Maßstäben handelt es sich um gesellschaftlich akzeptierte und somit leicht Nachvollziehbare.

Faktenargument

Durch nachvollziehbare und überprüfbare Tatsachen kann eine Begründung verstärkt werden. Hierdurch wird sie unantastbar. Außerdem ist sie für den Empfänger der Aussage leicht zu verstehen und nachzuvollziehen.

**Unsichere Argumentationstypen

Argumentum ad misericordiam**

Bei diesem Argumentationstyp wird versucht, Mitleid zu gewinnen. Dies kann das Mitleid der Leser oder auch das Mitleid der Zuhörer sein. Durch dieses wird versucht die These zu stärken.
Argumentum ad baculum

Ein solcher Argumentationstyp baut auf den Befürchtungen auf, der der andere wahrscheinlich hat oder die bei dieser Person vermutet werden.

Argumentum ad populum

Dieser Argumentationstyp nutzt die Mehrheit der öffentlichen Meinung zur Einschätzung des Wahrheitsgehaltes einer Aussage.

Dies waren die am häufigsten vorkommenden und verbreiteten Argumentationstypen. Es gibt jedoch noch weitere. Diese deduktiven Argumente werden jedoch deutlich seltener verwendet.

Dekuktive Argumente
Ein Argumentum ad veritatem ist ein Wahrheitsbeweis. So können deduktive Argumente betitelt werden, bei denen die Konklusion immer logisch aus den Prämissen folgt. Daraus folgt, dass die Konklusion genau dann wahr ist, wenn auch die Prämissen wahr sind.

Das logische Nutzwertargument
Ein logisches Nutzwertargument besteht stets aus mindestens zwei Prämissen und der logischen Konklusion.

Die Vergrößerung bzw. die Verkleinerung

Vergrößerung
Bei einer Vergrößerung werden zwei Sätze mathematisch in einen Bezug gebracht. Aus dem arithmetischen Ergebnis wird die Plausibilität von einer Ersparnis oder ein Gewinn dargestellt.

Bei einer Verkleinerung geht es um die Relativierung von möglichen Gegenargumenten, wie zum Beispiel Anschaffungskosten, Fixkosten oder auch außerplanmäßige Kosten, wie beispielsweise Reparaturkosten. Bei dieser Art von Rechnung werden oft der Zins und der Zinseszinseffekt vernachlässigt, aus diesem Grund ist die Wirtschaftlichkeitsrechnung günstiger.
Eine weitere Methode des Argumentierens ist der Schluss vom Allgemeinen auf das Besondere. Diese Methode ist weit verbreitet.

Schluss vom Allgemeinen auf das Besondere

Der Schluss vom Allgemeinen auf das besondere oder auch das argumentum a posteriori funktioniert mit Hilfe eines auf die Erfahrung gestützten Beweises. Eine solche Schlussfolgerung ist nützlich, um spezielle Erkenntnisse aus allgemeinen Theorien herzuleiten.

Bilanzierung
Eine Bilanzierung ist ebenfalls eine Nutzwertanalyse. Diese liegt in der Regel in einer Pro und Contra Form vor. Die Argumente werden einander gegenübergestellt und mit einem Gewichtungsfaktor versehen. Die Summation hiervon liefert ein arithmetisch eindeutiges Ergebnis.

Induktive Argumente

In induktives Argument stützt sich immer auf empirische Beobachtungen und den daraus resultierenden Erfahrungen. Hierbei wird von verschiedenen Einzelfällen auf das Allgemeine geschlossen. Es gilt, dass die Konklusion wahr ist, wenn auch alle Prämissen wahr sind. Die Konklusion folgt hierbei jedoch nicht logisch zwingend, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit. Induktive Argumente sind umstritten, da ihre Gültigkeit nicht bewiesen werden kann.

Indirekte Argumente
Der Umkehrschluss oder das argumentum e contrario ist ein indirektes Argument. Er untermauert den eigenen Standpunkt und die eigene These durch die Falsifizierung der Gegenseite. Dies ist eine klassischer und weit verbreiteter Argumentationstyp

Das Argument im Allgemeinen

Das Argument ist eine Veranschaulichung und manchmal auch ein Beweismittel oder ein Beweisgrund. Es wird in der Regel dazu verwendet, um etwas zu begründen. Auch zur Überzeugung werden Argumente oft benutzt. In der Sprachwissenschaft ist ein Argument oftmals eine Argumentationskette, also eine Folge von Aussagen, welche aus mindestens einer, eher zwei oder mehr Prämissen und einer daraus folgenden Konklusion besteht. Durch die Argumente sollen die Prämissen die Konklusion bestätigen. Oft werden als Argument die Prämissen angesehen, welche zur Begründung der Konklusion verwendet werden. Argumentationen können sowohl mündlich als auch schriftlich erfolgen. Die typische schriftliche Argumentationsreihe ist eine Erörterung. In dieser werden die verschiedenen Argumente überprüft und gegeneinander abgewogen. Anschließend wird als Zusammenfassung ein Fazit verfasst.
Die Argumentationstheorie ist eine eigene wissenschaftliche Disziplin, die Disziplin des guten Argumentierens. Argumentieren findet aufgrund von Logik statt. Darüber hinaus ist auch die Rhetorik, also die Kunst des Ausdrückens wichtig. Hier wird aufgezeigt, wie Argumente überzeugend vorgetragen werden können, sodass sie auf das Gegenüber die gewünschte Wirkung haben. Klassische rhetorische Mittel und Stilmittel kommen in Argumentationen deshalb häufig vor.