Universelles Leben

Fach Religion

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 07.11.2018

Schlagwörter

Die religiöse Bewegung „Universelles Leben“

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der neuen religiösen Gemeinschaft "Universelles Leben". Es wird auf die Ursprünge der Gemeinschaft sowie deren Lehren durch Gabriele Wittek und die aktuelle Situation eingegangen.

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Bei „Universelles Leben“ handelt es sich um eine neue religiöse Bewegung bzw. Gemeinschaft, welche in Würzburg gegründet wurde und ihren Hauptsitz hat. Die Anhängerzahl in Deutschland ist nicht genau bekannt, wird jedoch auf mehrere Tausend, bis mehrere Zehntausend Menschen geschätzt.         Universelles Leben gab es bereits zuvor, jedoch nannte sich die Bewegung urspünglich „Heimholungswerk Jesu Christi“. Der Name wurde im Jahre 1984 in den aktuellen Namen Universelles Leben umgeändert. Die Lehren diese religiösen Bewegung beruhen auf Neuoffenbarungen.
Universelles Leben wurde durch Gabriele Wittek geprägt.

Sie ist die Gründerin sowie die spirituelle Führungspersönlichkeit. Innerhalb der Gemeinschaft wird Gabriele Wittek auch als Prophetin sowie die Botschafterin Gottes bezeichnet. In den 1970er Jahren erreichte sie einen kleinen Zuhörerkreis in der Stadt Würzburg. Bereits 1977 folgte ein zweiter Kreis, welcher sich in Nürnberg traf. Zu dieser Zeit wurde der Name Heimholungswerk Jesu Christi gewählt und verwendet.                                                                                                                                              Die langsam größer werdende Gemeinde sah sich selbst als Aufklärungswerk. Seit 1979 wirbt die Gemeinde in der Öffentlichkeit aktiv um Aufmerksamkeit, Spenden sowie weitere Anhänger. Im Jahre 1984 benannte sich die Gemeinschaft in Universelles Leben um. Kurz darauf wurden die ersten Betriebe von den Anhängern gebaut und eröffnet. Des Weiteren breitete sich die wachsende Gemeinde in verschiedene, zunächst europäische und später weltweite, Länder aus.

Lehre von Universelles Leben

Im Jahre 1971 hatte Gabriele Wittek ihre erste bewegende Vision. Etwa vier Jahre später empfing sie das „innere Wort“ von Emanuel, einem der sieben Erzengel. Einige Zeit später offenbaren sich nach Gabriele Witteks Angaben Jesus Christus und Gott.
Gabriele Witteks Verkündungen sind der zu erfüllende Auftrag Gottes eines Propheten. Die Lehren vermittelt Gabriele Wittek persönlich. Sie gelten als Offenbarungen und sie selbst, als Prophetin. Sie empfängt und lehrt seit 1975. Der Mensch ist laut Universelles Leben in der Lage durch Reue, Vergebung und Nächstenliebe von Gott wieder angenommen zu werden.                                                 Dieses Ziel, sollte daher dessen höchstes Ziel sein. Der Gottesgeist ist laut Gabriele Wittek und Universelles Leben in allen Lebensformen allgegenwärtig. Es gäbe keinen strengen und strafenden Gott und auch keine Geheimnisse Gottes. Es gibt auch keine ewige Hölle, sondern ein Gesetz von Saat und Ernte sowie die Möglichkeit der Wiedergeburt.
Universelles Leben respektiert Tiere, da diese ebenfalls voll leidensfähig sind und eine unsterbliche Seele besitzen. Universelles Leben empfiehlt daher eine vegetarische Ernährung, welche von den meisten Anhängern eingehalten wird. Gabriele Wittek gilt bei ihren Anhängern als der größte Prophet seit Jesus von Nazareth.

Universelles Leben versteht sich selbst als eine urchristliche Glaubensgemeinschaft, welche ihr Leben nach Jesus Christus ausrichtet. In der Bibel gibt es, aufgrund der von Gabriele Wittek gegebenen Offenbarungen, falsche Inhalte sowie Verdrehungen. Als wahr und korrekt anerkannt ist hingegen das Buch „Das ist mein Wort – Alpha und Omega“. Das Hauptthema des Buches ist das Leben von Jesus von Nazareth sowie der Glaube an das rechte Tun sowie die 10 Gebote und die Bergpredigt, welche jedoch um die gegenwärtliche Auslegung ergänzt worden ist. Weitere Themen des Buches sind die Wiedergeburt, die Tierliebe sowie der Vegetarismus.

Handlungsweisen von Universelles Leben

Universelles Leben ist nach wie vor aktiv und trifft sich zu regelmäßigen Veranstaltungen im Inland und Ausland. Diese Treffen und Orte werden als Orte der urchristlichen Begegnung von den Anhängern empfunden. Die Anhänger der Bewegung sollen sich täglich selbst erkennen und dass, was sie von Gott trennt und unterscheidet, bereuen. Darüber hinaus sollen sie hierfür und für ihre Sünden im Allgemeinen um Vergebung bitten. Sie sollen außerdem anderen Menschen vergeben und aus schlechten Dingen, Gute erschaffen. Sie sollen den inneren Weg erkennen und gehen sowie den Kreislauf der Bereinigung durchlaufen.                                                                                                                                                   Die Anhänger von Universelles Leben, welche sich den Regeln der Gemeinschaft unterwerfen und diese langfristig anwenden, werden zu fortgeschrittenen Gott Menschen. Damit sie diesen Grad möglichst früh und schnell erreichen, wird davon ausgegangen, dass sie sich irdischen Dingen, wie Drogen und Alkohol aber auch dem Fleischkonsum entsagen. Familien sollen idealerweise in Wohngemeinschaften zusammenleben und einander unterstützen und auch die Nachkommen zu Gott Menschen machen.

Werbung neuer Anhänger
Wie andere Religionsgemeinschaften, versucht auch Universelles Leben, durch Werbung neue Anhänger und Interessenten zu gewinnen. Diese Werbung findet in Form von Printmedien, wie Plakate, Zeitungsanzeigen und Handzettel sowie Broschüren statt. Mittlerweile nutzt die Gemeinschaft jedoch auch die Möglichkeiten des Internets, um das Interesse von potentiellen neuen Anhängern zu wecken. Nach Universelles Leben wird jede Art von Fanatismus unterlassen. Die Gemeinde würde die Menschen dazu ermutigen, nach bestem Wissen und Gewissen, freiwillig aus innerer Überzeugung zu handeln.

Struktur und Finanzierung

Die Anhänger von Universelles Leben treffen sich in eigens angemieteten Räumen, zu ihren Zusammenkünften. Diese Orte sind für sie Orte der urchristlichen Begegnung und finden in etwa zehn verschiedenen deutschen Städten statt. Bis ins Jahre 2010 war die Zahl dieser Orte deutlich höher, wurde jedoch damals „angepasst“. Die Anhänger der Gemeinschaft unterhalten mittlerweile verschiedene Läden, wie beispielsweise Naturläden aber auch eine Naturklinik sowie eine eigene Privatschule. Die landwirtschaftlichen Betriebe werden sehr tierfreundlich bzw. -frei geführt. So werden beispielsweise keine Nutztiere gehalten und keine Gülle oder Mist zum Düngen verwendet. Diese Betriebe gehören zur Christusliebe und sind nicht offiziell mit Universelles Leben verknüpft.

Universelles Leben finanziert sich zum einen aus den Einnahmen der oben genannten Einrichtungen und Betriebe. Darüber hinaus finanziert sich die Gemeinschaft über Spenden. Die Anhänger werden dazu aufgefordert, ihren persönlichen Besitz der Gemeinschaft zu vermachen. Hierbei geht es sowohl um das finanzielle Vermögen, als um Gegenstände, wie beispielsweise Immobilien.