Die Biografie eines Theologen - Johann Hinrich Wichern

Fach Religion

Klasse 8

Autor muckel316

Veröffentlicht am 31.08.2018

Schlagwörter

Johann Hinrich Wichern

Zusammenfassung

In diesem Referat geht es um den bekannten Hamburger Theologen Johann Hinrich Wichern. Er war Begründer der Inneren Mission, hatte in Hamburg das "Rauhe Haus" ins Leben gerufen und hatte eine lange Berufliche Zeit in Berlin.

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Johann Hinrich Wichern - Die Biografie eines Theologen

In den kommenden Zeilen findet ihr alles zu dem bekannten Hamburger Theologen.

Wer war Johann Hinrich Wichern?

Johann Hinrich Wichern wurde einst am 21 April 1808 in Hamburg geboren.

Was hat Johann Hinrich Wichern gemacht?

Der Hamburger Jung Johann Hinrich Wichern war ein berühmter Theologe und auch Sozialpädagoge. Zudem ist er Gründer der Inneren Mission - die der evangelischen Kirche zugehört - und des Rauhen Hauses in Hamburg.

Wann ist Johann Hinrich Wichern gestorben?

Der Gründer der Inneren Mission ist am 07 April 1881, im Alter von 73 Jahren verstorben.

Die Kindheit des Johann Hinrich Wichern

Der am 21 April 1808 in Hamburg geborene Johann Hinrich Wichern kam als ältestes Kind von insgesamt acht Kindern zur Welt. Er entstammte einer gutbürgerlichen, christlichen Familie die jedoch in einfachen Verhältnissen lebte. Sein Vater arbeitete sich einst vom Fuhrmann zu einem vereidigten Übersetzer ( heute Notar genannt ) hoch. Seine Mutter, die auf den Namen Caroline Maria Elisabeth getauft wurde, wurde einst als energisch, fromm und praktisch beschrieben. Sie wurde mit dem Mädchennamen Wittstock geboren.

Im Alter von 15 Jahren - im Jahr 1823 - hatte Johann Hinrich Wichern einen schweren Schicksalsschlag zu verkraften. Sein Vater starb. Fortan galt er als Ernährer der Familie - da er der älteste Sohn des Ehepaares war. Also brach er die Schule ab und fing an zu arbeiten, damit er seine Mutter, seine sieben Geschwister und sich versorgen konnte.

In seiner Zeit als Erzieher - im Jahr 1826 - die er an einer privaten Internatsschule verbrachte, holte er sein Abitur nach. Zwei Jahre später im Jahr 1828 ging er nach Berlin und Göttingen um dort durch ein erhaltenes Stipendium Theologie zu studieren. Dieses Studium beendete er im Jahr 1832 - mit 24 Jahren - durch den Erhalt des Examens.

Im selben Jahr nahm er eine Lehrtätigkeit an St. Georg Schule - einer Sonntagsschule. Im Rahmen seiner damit verbunden Hausbesuche erkannte er die Verwahrlosung, die es in manchen Haushalten gab. Aus diesem Grund gründete er das “Rauhe Haus”.

Sein Studium der Theologie

Wichtig zu sagen ist, dass Johann Hinrich Wichern sein Studium nur durchführen konnte, da er durch Freunde ein Stipendium erhalten hatte. Nur deswegen konnte er in Berlin und Göttingen studieren, er alleine hätte es sich nicht leisten können, da er für seine Familie sorgen musste.

Einer seiner größten Gönner war Martin Hieronymus Hudtwalcker, der ermöglichte ihn auch die Aufnahme an die Göttinger Universität. Von der aus wechselte er später an die Berliner Universität und versank dort mehr und mehr in die Erweckungstheologie von August Neander.

Auch in Berlin begegnete er dem jüdischen Arzt Nikolaus Heinrich Julius. Dieser wechselte zu einem späteren Zeitpunkt seine Konfession und wurde zum Katholik. Mit ihm erarbeitete Wichern die Reformen des Gefängniswesens.

Die Innere Mission

Noch heute - im 21 Jahrhundert - besteht die Innere Mission, die im September 1858 von Johann Hinrich Wichern gegründet wurde. Sie wird gemeinsam mit der evangelischen Kirche geführt und dient dazu, Bedürftigen zu helfen. So gibt es beispielsweise von der Inneren Mission Obdachlosenunterkünfte.
Dort können die bedürftigen Personen unterkommen und auch Mahlzeiten zu sich nehmen.

Zu der Inneren Mission gehören verschiedenste Einrichtungen wie beispielsweise Kinderheime, Krankenhäuser, Seniorenpflegeheime und auch Kindergärten.

Das Rauhe Haus

Das “Rauhe Haus” welches in Horn, welches bei Hamburg liegt, wurde im Jahr 1833 durch Johann Hinrich Wichern gegründet. Dieser Entschluss erfolgte, nachdem er mitbekommen hatte, in was für Verhältnissen manche Kinder groß werden müssen.

Anlass für die Gründung dieses Hauses waren nicht nur die psychischen Situationen, in denen manche Kinder groß werden mussten, sondern auch welche hygienischen Zustände in manchen Wohnung herrschten.

In dem “Rauhen Haus” lebten zwischen 10 und 12 Kinder, die auch dort in Form einer Familie aufwachsen sollten. Aus diesem Grund wurden auch nicht zu viele Kinder aufgenommen werden, denn trotz ihrer Unterbringung in so einer Einrichtung, sollte immer noch auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder eingegangen werden.
Anfänglich wurden dort nur Jungs betreut - als gab es auch nur Jungsgruppen - diese wurden auch von einem Erzieher betreut. Wenig später wurden auch Mädchen mit einbezogen und es gab fortan auch Mädchengruppen, diese jedoch wurden von einer Erzieherin betreut.

Das Ziel bestand darin, den bisher in Verwahrlosung gelebten Kindern eine vernünftige Perspektive für ihre Zukunft zu geben und ihnen damit zu ermöglichen, das sie in ihrem späteren Leben einen Beruf erlernen und auf eigenen Beinen stehen können.

Durch was wurde Johann Hinrich Wichern geprägt?

Das schwerwiegenste Erlebniss in seinem war der Tod seines Vaters als er 15 Jahre alt. Dadurch das er fortan alleinernährer der Familie war, wurde er bereits früh erwachsen und diese Tatsache hatte ihn schon in seiner Jugend geprägt.

Zudem hatte er ein besonderes Menschenbild, was ihn sein ganzes Leben lang begleitet hat. In seinen Augen war jedes Kind ein Geschenk Gottes und hatte es auch verdient besonders behandelt zu werden.

Die letzten Jahre Johann Hinrich Wichern

Obwohl er in Berlin arbeitet und dort auch lebte hatte er nie die Leitung des
“Rauhen Hauses” in Hamburg nie ganz aus seinen Händen gegeben. Neun Jahre vor seinem Tod kehrte er wieder in seine Heimat zurück und gab im Jahr darauf aufgrund seiner immer schlechter werdenen Gesundheit die Leitung des “Rauhen Hauses” an seinen Sohn Johannes ab. 1874 wurde er zudem aus dem Staatsdienst entlassen, zu dem Zeitpunkt war er bereits 66 Jahre alt und seine Gesundheit wurde Konstant schlechter. Er hatte bis zu seinem Tod am 21 April 1881 einen langen Leidensweg durchleben müssen. Dazugehörten auch zahlreiche Schlaganfälle, die das Leben des Theologen immer mehr beeinflussten. Er wurde in Hamburg-Hamm auf dem Hammer Friedhof begeisetzt.