Die Zeitumstellung

Fach Politik und Wirtschaft

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 30.11.2017

Schlagwörter

Zeitumstellung Sommerzeit Winterzeit Normalzeit Zeitzone

Zusammenfassung

Dieses Referat erklärt, warum es die Zeitumstellung zwischen Sommerzeit und Winterzeit und umgekehrt gibt und welche Vor- und Nachteile diese mit sich bringt. Des weiteren wird erläutert, wieso die 24 Zeitzonen der Welt zustande kamen.

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In den europäischen Staaten, darunter auch Deutschland, wird zweimal im Jahr die Uhr umgestellt. Für die mitteleuropäische Zeit (MEZ) gilt seit 2001, dass am letzten Sonntag im März die Uhr von 2:00 Uhr auf 3:00 Uhr vorgestellt wird. Die Stunde zwei existiert also in dieser Nacht nicht. Dies ist die sogenannte Sommerzeit. Am letzten Sonntag im Oktober wird die Uhr um 3:00 Uhr zurück auf 2:00 Uhr gestellt. Die Stunde zwei existiert also in dieser Nacht zweimal. Dies ist die Winterzeit, diese entspricht der Normalzeit.

Die Zeitumstellung bringt Vor- und Nachteile mit sich. In der Sommerzeit ist es draußen lange hell, was dazu führt, dass auch in den Abendstunden tageslichtabhängige Arbeiten und Aktivitäten durchgeführt werden können. Ausserdem kann Strom gespart werden, da auf künstliches Licht verzichtet werden kann. In der Winterzeit sind die Tage gefühlt sehr kurz, da es bereits am Nachmittag dunkel wird. Nachteile sind Beispielsweise Schlaf- und Rhythmusstörungen bei Mensch und Tier.

Die Zeitumstellung wurde im Jahre 1916 in Deutschland eingeführt. Da die oben genannten Vorteile der längeren Helligkeit genutzt werden sollten. Diese Einführung würde in der Weimarer Republik wieder Rückgängig gemacht.

Am Anfang des zweiten Weltkriegs wurde die Zeitumstellung erneut eingeführt. Diesmal wollte sich die Rüstungsindustrie den Vorteil der längeren Helligkeit zu nutze machen. Die Zeitumstellung blieb diesmal zwar erhalten, dennoch gab es Neuerungen, da sie Besatzermächte ihre eigenen Zeitzonen "mitbrachten".

Im Jahre 1950 entschloss sich Deutschland als einziges EU - Land die Sommerzeit abzuschaffen. Etwa 30 Jahre später, wurde die Sommerzeit aufgrund der Ölkrise und Druck der anderen EU - Länder wieder eingeführt. Das Ziel war erneut die bessere Nutzung des Tageslichts um Energie zu sparen. Dieser Plan schlug zum Teil fehl, da früh morgens zum Teil noch geheizt werden musste.

Im Jahre 1996 wurden in Europa die Regelung und Termine der Zeitumstellung vereinheitlich, um Missverständnisse, wie sie zum Beispiel im Flugverkehr auftreten können, zu verhindern. Um auch ein unmissverständliches System mit Nicht - EU - Ländern zu haben, wurde die koordinierte Weltzeit (UTC) für die 24 Zeitzonen der Welt eingeführt. Mit Hilfe der koordinierten Weltzeit lassen sich sämtliche Uhrzeiten aller Zeitzonen ermitteln.

Es gibt verschiedene Zeitzonen, da immer nur ein Teil der Erde von der Sonne beschienen wird, während es auf dem anderen Teil der Erde gerade dunkel ist. Vor vielen Jahren wurde die Uhrzeit am Standpunkt der Sonne festgemacht. Mittags stand die Sonne am höchsten, also war es 12 Uhr. Dies führt zwangsläufig zu Ungenauigkeiten bei der Zeit, auch bereits innerhalb eines Landes. Besonders problematisch waren diese Ungenauigkeiten in der Arbeitswelt und im öffentlichen Leben, zum Beispiel bei Fahrplänen der Bahn. Aus diesem Grund wurde eine spezielle Eisenbahnzeit entwickelt und eingeführt. Dies löste zwar das Problem mit den Fahrplänen aber dennoch hatten die verschiedenen Städte zum Teil unterschiedliche Uhrzeiten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, wurde in Amerika eine Lösung des Problems diskutiert. Im Jahre 1884 wurde beschlossen, eine weltweit gültige und einheitliche Lösung zu finden. Dafür wurden die Zeitzonen entwickelt und festgelegt.  1893 wurde in Deutschland die MEZ eingeführt, welche bis heute als Normalzeit gilt. Im Sommer wird die Uhrzeit um eine Stunde auf die mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ) umgestellt.

Die Einführung der Zeitzonen brachte eine einheitliche Regelung und konnte Problematiken, wie zum Beispiel bei den Fahrplänen des Bahnverkehrs lösen. Die angestrebte Stromersparnis durch die längere Helligkeit, muss gegen den Energieverlust durch höheren Heizaufwand in den frühen Morgenstunden aufgewogen werden. In Kriefszeiten und Krisenzeiten hat die Rüstungsindustrie sich durch Helligkeit bis in die Abendstunden sicherlich einen großen Vorteil verschaffen können. Doch die Zeitumstellung hat auch Nachteile. Neben dem bereits beschriebenen höheren Heizaufwand, können Schlaf- und Rhythmusstörungen beim Menschen, ähnlich wie bei einem Jetlag und auch bei Tieren auftreten.