Landen eines Verkehrsflugzeuges

Fach Physik

Klasse 8

Autor joflo

Veröffentlicht am 02.08.2018

Schlagwörter

Flugzeug Landen

Zusammenfassung

Dieses Referat aus der 8. Klasse behandelt den Vorgang des Landen eines Verkehrsflugzeuges. Es erklärt Schritt für Schritt alle Abläufe und Vorgänge, welche getroffen werden müssen um eine sichere Landung zu gewährleisten.

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Das Landen eines Verkehrsflugzeuges gehört zu den schwierigsten Aufgaben eines Linienpiloten. Angehende Piloten werden sehr intensiv auf dieses Flugmanöver geschult. Ein Grund hierfür ist, dass das Landen und der Landeanflug zu den risikoreichsten Phasen eines Fluges gehört. Folgend erkläre ich Schritt für Schritt wie sich die Besatzung eines Flugzeuges auf den Landeanflug und auf die Landung vorbereiten und diese anschließend umsetzt.

Das ganze Manöver beginnt damit, dass der Kapitän oder der Copilot der Maschine bei der Flugsicherung das sinken beantragt. Ein Fluglotse der Flugsicherung wird dem Flugzeug eine tiefere Flughöhe zuweisen. zu diesem Moment benachrichtigt der Pilot das Kabinenpersonal, die Passagiere über den Beginn des Landeanfluges zu informieren und die Kabine für die Landung bereit zu machen. Für die Passagiere sieht es jetzt so aus als wäre das einzige was gerade passiert, dass das Flugzeug am sinken ist. Dem ist allerdings nicht so. Im Cockpit, das ist der Bereich eines Flugzeuges wo die Piloten sitzen, wird der Anflug und die Landung nochmals genau durchdacht und besprochen. Es müssen viele verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Einer der wichtigsten Faktoren bildet der Wind. Der Wind entscheidet über den Anflugwinkel sowie die Anflugrichtung des Flugzeuges. Ein weiterer Faktor Sind die Sichtverhältnisse. bei guten oder sehr guten Sichtverhältnissen kann der Pilot das Flugzeug manuell landen. ist die Sicht allerdings schlecht kann Das Flugzeug auch mithilfe des elektronischen Autopiloten gelandet werden. Der elektronische Autopilot kommuniziert automatisch mit Funksendern vor und in der Nähe der Landebahn. Diese Informationen werden vom Bordcomputer umgerechnet und an den Autopiloten gesendet und auf den Displays im Cockpit angezeigt. So wissen die Piloten auch bei starkem Nebel oder Regen zu jederzeit genau wo sich das Flugzeug befindet.

Wenn das Flugzeug die vom Fluglotsen angewiesene Flughöhe erreicht, fragen die Piloten an noch weiter sinken zu dürfen. Nachdem der Fluglotse die Erlaubnis erteilt hat, beginnt der zweite Abschnitt des Landeanfluges. Die Piloten fahren sogenannte Bremsklappen aus. die Bremsklappen sind große Metallplatten die den Flügel künstlich verlängern. Das Ausfahren dieser Bremsklappen hat zur Folge, dass das Flugzeug langsamer wird, sinkt, aber durch den verlängerten Flügel den Auftrieb trotzdem nicht verliert. Die Bremsklappen können beliebig weit ausgefahren werden. Zu diesem Zeitpunkt der Landung werden diese Bremsklappen jedoch nur auf eine kleine Stufe ausgefahren, da sich das Flugzeug immer noch auf einer relativ hohen Höhe befindet. Die Passagiere können das Ausfahren der Bremsklappen durch die Fenster sehen. Außerdem ist ein lautes mechanisches Geräusch zu hören. Dies verbunden mit einem ruckeln und vibrieren, welches in jedem Teil der Maschine unterschiedlich stark zu verspüren ist. Das Flugzeug sinkt jetzt schneller und verliert an Geschwindigkeit, sodass sich die Maschine schneller auf das nächst tiefere Fluglevel hinzu bewegt. Je nach Größe und Typ des Flugzeuges dauert dieser Vorgang zwischen 15 und 45 Minuten.

Sobald das Flugzeug das gewünschte Fluglevel erreicht hat, werden die Piloten von Fluglotsen darauf angewiesen, ihre Funkfrequenz zu ändern und sich mit der Luftkontrolle des Zielflughafens in Verbindung zu setzen. die Luftkontrolle des Zielflughafens kann der Besatzung des Flugzeuges nun genaue Anweisungen zur Landung geben. alle ankommenden Flugzeuge werden auf bestimmte Luftkorridoren „aufgefädelt”. so haben die Fluglotsen des Flughafens eine gute Übersicht wo welches Flugzeug durchfliegen muss. Der Abstand der Flugzeuge in den Korridoren wird anhand der Zeit gemessen, die sie von den anderen Flugzeugen entfernt sind. Üblicher Weise beträgt dieser Abstand ungefähr 2 Minuten. Folgen kleine Flugzeuge allerdings großen Flugzeugen, muss der Abstand zwischen den Flugzeugen größer sein. Dies liegt daran, dass die Luftverwirbelungen, welches das große Flugzeug hinterlässt, so groß sein können, dass das kleine folgende Flugzeug abstürzt. Daher muss hier eine Sicherheitsabstand von bis zu 5 Minuten eingehalten werden.

Die Luftkorridore Sind zur unsichtbar, können jedoch von Anwohnern am Boden wahrgenommen werden, da die Flugzeuge immer am gleichen Ort durchfliegen. Befindet sich unser Flugzeug nun in einem dieser Korridore, werden die Bremsklappen nun weiter ausgefahren. Die Passagiere spüren sehen und hören dies. Ebenfalls dringt das Flugzeug bei schlechtem Wetter nun in eine Wolkenschicht ein. Das durch fliegen dieser Wolkenschicht kann oftmals zu Turbulenzen führen. Turbulenzen werden in der Umgangssprache auch Luftlöcher genannt. Dies ist allerdings falsch, es handelt sich einfach um Unebenheiten im Luftdruck, welche das Flugzeug Durchschütteln können. Dieses durchschütteln wird von den meisten Passagieren als sehr unangenehm empfunden. es kann leider nicht verhindert werden und gehört zu vielen Flügen dazu.
Allerspätestens Zu diesem Zeitpunkt des Landeanfluges sollte das “anschnallen” Zeichen leuchten und alle Passagiere sollten angeschnallt sein, damit sich niemand verletzt. nachdem das Flugzeug im Korridor weiter sinkt, werden die letzten großen Kurven gezogen um sich auf die richtige Position zu bringen. Wenn allerdings das Flugaufkommen sehr hoch ist, kann es auch sein, dass das Flugzeug ein paar “Extrarunden” drehen muss. Diese Extrarunden werden in der Fachsprache “Warteschleifen” genannt. Ein Flugzeug muss immer genug Kerosin dabeihaben, um noch mehrere Stunden in diesen Warteschleifen warten beziehungsweise fliegen zu können.

Befindet sich die Landebahn in Sichtweite, werden die Bremsklappen und die Räder voll ausgefahren, die Nase des Flugzeuges wird leicht angehoben, die Geschwindigkeit noch mehr reduziert und das Flugzeug kann auf die Landebahn aufgesetzt werden. direkt nach der Landung werden alle Bremsen gezogen und das Flugzeug möglich schnell zum Stillstand zu bringen. Somit ist eine erfolgreiche Landung vollbracht.