Interpretation des Liedes "Sag mir wo die Blumen sind" von Peter Seeger

Fach Musik

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 25.04.2018

Schlagwörter

Anti - Kriegslied Friedenslied Lied

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Anti - Kriegslied "Sag mir wo die Blumen sind" (where have all the flowers gone?) von Peter Seeger. Es stellt eine Interpretation des Liedtextes dar und gibt Informationen über die verschiedenen Interpreten.

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Das Lied “Sag mir wo die Blumen sind” (englischer Titel: where have all the flowers gone?) ist ein Antikriegslied. Es wurde von Peter Seeger geschrieben. Die deutsche Version des Liedes sangen zahlreiche Interpreten, darunter Marlene Dietrich, Nana Mouskouri und Hildegard Knef.

Die Besonderheit des Liedes liegt in seinem Liedtext, welcher in jeder Strophe wiederkehrende Elemente enthält und welcher keinen klassischen Refrain oder Chorus besitzt.

Die Strophen beginnen stets mit “Sag mir wo … sind” und geben noch in der selben Strophe die Antwort über den Verbleib. Die Strophen enden alle mit einem wiederholten “Wann wird man je verstehn”.

Dies ist Erste Strophe:

Sag mir wo die Blumen sind
Wo sind sie geblieben
Sag mir wo die Blumen sind
Was ist gescheh’n
Sag mir wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn

sie stellt die Frage nach dem Verbleib der Blumen, welche gleichzeitig auch der Titel des Liedes ist.

Die Blumen wurden von Mädchen gepflückt, also sinngemäß “zerstört”.

In der folgenden Zweiten Strophe, geht es um den Verleib der Mädchen:

Sag mir wo die Mädchen sind
Wo sind sie geblieben
Sag mir wo die Mädchen sind
Was ist gescheh’n
Sag mir wo die Mädchen sind
Männer nahmen sie geschwind
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn

Die Mädchen wurden, wie früher üblich, bereits in jungen Jahren “geschwind” von Männern zur Frau genommen. Dies stellt das abrupte Ende der Kindheit dieser Mädchen dar.

In der dritten Strophe des Liedes verschwinden die Männer, welche aufgrund des beginnenden Krieges zur Armee gingen und zu Soldaten wurden, welche treu für Ihr Vaterland gekämpft haben:

Sag mir wo die Männer sind
Wo sind sie geblieben
Sag mir wo die Männer sind
Was ist gescheh’n
Sag mir wo die Männer sind
Zogen fort der Krieg beginnt
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn

Wie man anhand der bisherigen Strophen bereits erahnen kann, werden auch die Soldaten verschwunden bleiben. Dies bedeutet, dass sie noch im Krieg sind und viele dort gefallen sind, also nie mehr zu Ihren Frauen und Kindern zurückkehren werden.

In der Vierten Strophe wird dies nocheinmal deutlich gemacht:

Sag wo die Soldaten sind
Wo sind sie geblieben
Sag wo die Soldaten sind
Was ist gescheh’n
Sag wo die Soldaten sind
Über Gräbern weht der Wind
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn

Hier wird explizit auf die im Krieg gefallenen Soldaten eingegangen, da von Ihren Gräbern gesprochen wird.

Die Fünfte Strophe ist die Vorletzte Strophe des Liedes insgesamt und die letzte Strophe, welche die Reihe fortsetzt:

Sag mir wo die Gräber sind
Wo sind sie geblieben
Sag mir wo die Gräber sind
Was ist gescheh’n
Sag mir wo die Gräber sind
Blumen blüh’n im Sommerwind
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn

In dieser Strophe sind die Gräber verschwunden. Dies bedeutet, dass viele Jahre vergangen sind und neue Blumen blühen, also neue Hoffnung und Frieden existiert, da der Krieg lange her ist. Mit dieser Strophe könnte das Lied auch enden, jedoch wollte der Verfasser des Liedtextes offensichtlich noch eine Mahnung einfügen, die Fehler der Vergangenheit, welche zu einem Krieg führten nicht zu wiederholen.

Die Sechste und letzte Strophe des Liedes ist fast identisch mit der Ersten. Der Unterschied liegt in einer weiteren Wiederholung der Frage “Wann wird man je verstehn” sowie der verzweifelten Abschlussfrage “Ach wird man je verstehn”, ob die Menschheit überhaupt jemals aus den Fehlern der Vergangenheit lernen wird. In dieser Strophe wird, wie in der ersten Strophe, nach dem Verbleib der Blumen gefragt. Diese sind auf die gleiche Art und Weise verschwunden wie in der ersten Strophe. Dies liesst darauf schließen, dass die Fehler der Vergangenheit bereits erneut begangen worden sind.

Sag mir wo die Blumen sind
Wo sind sie geblieben
Sag mir wo die Blumen sind
Was ist gescheh’n
Sag mir wo die Blumen sind
Mädchen pflückten sie geschwind
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn
Wann wird man je verstehn
Ach wird man je verstehn

Vielen Interpreten merkte man bei live Auftritten an, wie schwer es Ihnen viel das Lied “Sag mir wo die Blumen sind” zu singen. Hierbei ist insbesondere Marlene Dietrich hervorzuheben, welche bei der Abschlussfrage “Ach wird man je verstehn” den Tränen nahe war.

Quellenangaben

(Peter Seeger / Arr.: Alain Goraguer / Bearb.: M. Colpet)