Das neunzehnte Jahrhundert - Die Romantik

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Klasse 12

Autor noki19xow98

Veröffentlicht am 26.02.2018

Schlagwörter

Romantik Klavierlied

Zusammenfassung

In diesem Referat wird der Zeitgeist der Romantik erfasst und historische Ereignisse aufgeführt. Musikalische Zusammenhänge werden für romantische Werke erläutert. I. Begriff „Romantik“ II. Zeitgeschehen III. Phasen der Romantik IV. Stilmittel V. Das Klavierlied

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Das neunzehnte Jahrhundert – Die Romantik

I. Begriff „Romantik“

Der Begriff „romantisch“ war zunächst negativer Bedeutung.
Er beinhaltete eine Wirklichkeitsferne und somit etwas romanhaftes, unwirkliches und fantastisches.
Man ging bei diesem Begriff davon aus, dass nicht der Verstand, sondern nur das Gefühl in das Wesen der Dinge eindringen kann und das Geheimnis der Welt erahnen.

Eine Abwendung von der Realität und Vernunft ist zusammengefasst der Kerngedanke.
Somit bildet die Romantik einen klaren Gegenpol zum Rationalismus und zur Aufklärung.
Die Wahren Erlebnisse wurden in der Fantasie, im Traum, aber auch in der Natur gesehen.
Es existierte eine Vorliebe für die Dunkelheit, die Nacht, für Dämonen und besonders für die Leidenschaft.
Die Romantik ist besonders geprägt von einer dauerhaften, unstillbaren Sehnsucht nach dem Unendlichen und nach dem Transzendenten. Damit ist besonders die Steigerung zur Todessehnsucht integriert.
Das Vergangene und das Vergängliche sind ebenfalls zentrale Punkte der Romantik und stehen im Vordergrund des Erlebnis.
Die Künstler der Romantik brechen mit alten Traditionen.

In der Musik bildeten sich unauflösliche Einheiten mit der Dichtung beziehungsweise auch mit dem Tanz und mit verschiedenen Szenen. Außerdem setzte sich die Emanzipation der Instrumente weiter fort. Die Musik der Romantik gilt oft als das Sprechrohr des Unaussprechlichen und Absoluten.
Dies liegt besonders an dem Zeitgeschehen.

II. Zeitgeschehen

Französische Revolution 1789 bis 1799 → Monarchie zur Republik
Napoleon Bonaparte (1799 an der Macht durch Staatsstreich): Eroberungen in Europa und Verbreitung französischer Ideale
Wiener Kongress 1814/1815: politische Situation von 1792 wiederherstellen als Ziel
Karlsbader Beschlüsse 1819: Metternich´sche System
Vormärz 1830 bis 1847: aufkommender Nationalismus und Liberalismus → Entstehung politischer Programme und Parteiströmungen und Parteiströmungen trotz Unterdrückung und Verfolgung
Märzrevolution 1848
Industrielle Revolution (1850)
politischer Sozialismus → zweites deutsches Reich (1871)
naturwissenschaftlicher und technischer Fortschritt
Verstädterung, Rückzug ins Private
Kluft zwischen bürgerlicher Welt und Künstler

III. Phasen der Romantik

Frühromantik 1800 bis 1830
Hochromantik 1830 bis 1850
Spätromantik 1850 bis 1890
Nachromantik 1890 bis 1914

IV. Stilmittel

a) Harmonik
Grundlage: Dur-Moll-System
entfernte Tonarten (stark kontrastrierend) einander gegenübersetellend oder unmerklich verbindend
dominantische Leittonwirkung
unaufgelöste Dissonanzspannung und harmonische Vieldeutigkeit

b) Melodik
Grundlage: Acht taktige Periode, verschleiert
Melodien stärker an harmonische Vorgänge gebunden
Melodien verloren ohne harmonische Begleitung stark an Wirkung
motivische Verarbeitung

c) Dynamik
sehr differenziert vorgegeben
große Spannbreiten und Kontraste

d) Klang
extreme Klangbereiche
neue Spieltechniken
neue Instrumente (Bsp.: Piccoloflöte, Schlagwerk etc.)

e) Rhythmus, Metrum, Tempo
Akzentstufentakt weiterhin gültig
Rhythmus löst sich von Taktschwerpunkt
gerade und ungerade Rhythmusschichten übereinander liegend

V. Das Klavierlied

Durch die zweite Berliner Liederschule (Schulz, Reichardt, Zelter) des achtzehnten Jahrhunderts wurde das klavierbegleitete Lied wieder zu einer zentralen Gattung.
Einfachheit, Volkstümlichkeit und Natürlichkeit gelten als die neuen Ideale.
Ursprünglich war das Klavierlied für das häusliche Musizieren gedacht, in der Romantik änderte sich dies allerdings und somit wurde das Klavierlied auch konzertant aufgeführt.

Bei dem Klavierlied sind Singstimme und Klavierstimme gleichberechtigt. Sie deuten eine poetische Grundstimmung und Einzelmerkmale der Gedichtvorlage.

Das vorherige klassische Ideal des Strophenliedes wurde in der Romantik durch das Interesse an dem Einzelnen durch die Durchkomposition ersetzt.

Beispiele für Klavierlieder bietet besonders der österreichische Komponist Franz Peter Schubert (1797 bis 1828) mit seinen circa 600 für Gesang komponierten Liedern, mit Texten, die zum Beispiel von Goethe geschrieben wurden.