(Prozentuale) Anteile am Anwendungsbeispiel

Fach Mathematik

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 15.05.2018

Schlagwörter

Darstellung Prozent Grafik Modell

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der mathematischen Darstellung von (prozentualen) Anteilen am Beispiel von Recycling von Altpapier. Es werden Möglichkeiten der Darstellung und Auswertung gezeigt und diese interpretiert.

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

Die mathematische Darstellung von (prozentualen) Anteilen und deren Auswertung am Beispiel von Altpapierrecycling

In der Süddeutschen Zeitung wurde am 19. Februar 2000 berichtet, wieviel Altpapier in Westeuropa recycelt wird. Es wurden prozentuale Anteile genannt und die Entwicklung des Altpapierrecyclings über einen längeren Zeitraum betrachtet.

Zitat aus dem Zeitungsartikel: „1999 wurden in Westeuropa 38 Millionen Tonnen Altpapier recycelt. Dies ist eine Steigerung um 4,2% gegenüber der 1998 erreichten Recyclingquote von 44%. Insgesamt ist das Papierrecycling in den 90er Jahren um 65% gewachsen. Die Wiederverwendung stößt an die Grenzen des technisch Machbaren. Die größten Zuwachsraten haben die Länder, in denen Sammeln und Recycling noch am Anfang stehen.

Während das „grüne Bewusstsein“ der Bevölkerung offenbar in dem genannten Zeitraum gewachsen ist, was das Trennen von Rohstoffen, wie Altpapier, Plastik und Glas vom Restmüll angeht, so ist es offenbar noch nicht groß genug, um sich mit dem Kauf von Recyclingprodukten anzufreunden.

Dies liegt vermutlich an dem in der Regel etwas höherem Preis, sowie eventuell auch an dem etwas gräulich aussehenden Papier, denn wie aus einem Bericht der Westdeutschen Zeitung vom 02. Oktober 2000 hervorgeht, nahm der Verkauf von Altpapierheften ab. Zitat aus dem Originalartikel der Westdeutschen Zeitung: „Verkauf von Altpapierheften wird weniger – Die Schreibwarengeschäfte in NRW bieten nach Feststellung der Verbraucherzentrale NRW immer weniger Recyclingpapier an. Nur jeder vierte bis fünfte Händler hat Hefte und Blöcke aus Altpapier im Sortiment, hieß es nach einer Stichprobe in 245 Geschäften. In vielen Fällen würden darüber hinaus nur noch Restbestände verkauft. Mit der „Initiative 2000 – Schulmaterialien aus Recyclingpapier“ will die Verbraucherzentrale unter der Schirmherrschaft des Bundes- und des NRW-Umweltministeriums für mehr Ökoprodukte im Schreibwarenhandel sorgen. Zugleich suchen die Initiatoren 500 Schulklassen aus NRW, die sich an der Aktion „Wir setzen Zeichen - Schulmaterialien aus Recyclingpapier“ beteiligen.

Mehr als 60 Klassen haben den Angaben zufolge bereits eine Urkunde für ihren Einsatz erhalten. Die Aktion soll den Handel auf die weiterhin bestehende „ernst zu nehmende Nachfrage“ aufmerksam machen, hieß es.“ Wie aus dem Artikel hervor geht, ist es offenbar sehr schwierig die Bevölkerung zum Kauf und zur Verwendung von Altpapierprodukten zu überzeugen. Selbst der erste Schritt, die Händler vom Anbieten von derartigen Produkten in ihren Geschäften zu überzeugen, gestaltete sich in der Vergangenheit schwierig.

Im Jahre 1999 betrug der in der Papierindustrie die Gesamtmenge an verbrauchten Rohstoffen 19345000 Tonnen. Über 50% hiervon war Altpapier. Das Altpapier immens wichtig für das Recycling ist, steht also außer Frage. Altpapier ist ein wieder verwendbares Papier.

Zellstoff kann aus Holz gewonnen werden, es wird in der Regel chemisch behandelt, um die Zellulose zu isolieren. Meistens wird der Zellstoff danach noch gebleicht. Füllstoffe werden verwendet, um die Papieroberfläche zu glätten. Der Holzschliff wird ebenfalls aus Holz gewonnen. Hierzu wird bei einer Temperatur von 100°C-200°C das Holz mechanisch in seine einzelnen Fasern zerlegt und anschließend manchmal noch gebleicht.

Im Jahre 1999 wurde für die Papierproduktion in Deutschland ungefähr 3500000m³ Holz verbraucht. Pro Kubikmeter Holz wird im Durchschnitt das Holz von drei Bäumen benötigt. Das bedeutet, dass 1999 für die Papierproduktion etwa 1166666 Bäume gefällt werden mussten. Für eine einzige Tonne Zellstoff sind zirka 5m³ Holz notwendig. In Deutschland wurden im Jahr 1999 ungefähr 6448333 Tonne Zellstoff verbraucht. Dies entspricht einem Holzvolumen von ungefähr 32241665m³ und einer Anzahl von etwa 96724995 Bäumen. Schon allein diese Zahlen sollten die Bevölkerung zum Umdenken und zum akzeptieren von Produkten aus Altpapier oder auch Umweltschutzpapier zu bringen. Der Unterschied zwischen Recyclingpapier und Umweltschutzpapier ist Folgender:

Recyclingpapier wird komplett aus Altpapier hergestellt. Darüber hinaus gibt es ein Verfahren, welches es ermöglicht, Papier in einem weitgehend geschlossenen Wasserkreislauf herzustellen. Das bedeutet, dass das Wasser immer wieder verwendet wird, was schonend für die Umwelt ist, da kaum verschmutztes Abwasser entsteht. Da das hieraus gewonnene Papier noch besser für die Umwelt ist, als Altpapier, wird es Umweltschutzpapier genannt und mit einem besonderen Logo versehen, damit die Verbraucher leicht erkennen können, dass es sich um Umweltschutzpapier handelt.

Der Rohstoff Papier wird immer knapper, da der Bedarf an Papier stetig steigt. Dies geht auch aus einem Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 04. November 2000 hervor. Zitat aus entsprechendem Zeitungsartikel: „Die Rohstoffpreise für Zellstoff liegen heute bei einem Spitzenwert von 850 Dollar, vor fünf Jahren waren es erst gut 520 Dollar. Auch Altpapier ist seit Januar 1999 von 6€ auf 12€ je 100 Kilogramm gestiegen. Dabei soll nicht unterschlagen werden, dass Verleger und Zeitungspapierhersteller angesichts von 100% Altpapiereinsatz „Öko-Weltmeister“ sind. Verleger und Papierhersteller müssen aber nicht verzagen: Im „papierlosen Zeitalter“ steigt der Absatz: Jeder Westeuropäer verbraucht pro Jahr 200 Kilogramm Papier, in den USA sind es bereits 340 Kilogramm.“ Die Papierknappheit führte zu einem starken Preisanstieg für diesen Rohstoff. Dies ist nichts unübliches, denn die Nachfrage bestimmt auf dem Markt immer den Preis eines Produktes oder eines Rohstoffes.

Um den Einsatz von Altpapier deutlich verbessern zu können, muss überprüft werden, welche Papiersorten in großen Mengen verbraucht werden und bei welchen Papiersorten es noch Möglichkeiten der Steigerung gibt. Auch das De-inking ist eine wichtige Methode, die während des Recyclings zur Anwendung kommt. Beim De-inking wird die Tinte und Druckerschwärze aus dem Altpapier entfernt. Durch die Entfernung von den Fremdpartikeln und Schmutz wird die ursprüngliche Menge an Altpapier erheblich reduziert, sodass in der Regel mehr als 100% als Rohstoff eingesetzt werden müssen. Dies ist beispielsweise beim Zeitungsdruckpapier der Fall.