Pyramus und Thisbe

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 22.07.2018

Schlagwörter

Pyramus und Thisbe

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Verwandlungssage von "Pyramus und Thisbe", welche in der Antike erstmalig in Ovids Epos über Verwandlungssagen unter dem Titel "Metamorphosen" erschienen ist und seitdem in zahlreichen Werken auftauchte.

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Bei Pyramus und Thisbe handelt es sich um eine Sage, welche in der Zeit der Antike sehr bekannt und weit verbreitet war. Es handelt sich bei dieser Sage um eine Verwandlungssage. In den Schriften der Antike wurde die Sage von Pyramus und Thisbe häufig erwähnt. Hieraus ist die Wichtigkeit der Sage erkennbar. Die erste Erwähnung von Pyramus und Thisbe gab es bereits in Ovids Epos über Verwandlungssagen, welches unter dem Titel „Metamorphosen“ erschienen ist. Die Darstellung in Pyramus und Thisbe gipfelt, in einer Verwandlung. Dies ist die zu erwartende Wendung des Werks. Die Früchte vom Maulbeerbaum sind vorher weiß gewesen und seit der Verwandlung blutrot. Die Sage von Pyramus und Thisbe ist im Original recht ausführlich. Es existieren jedoch auch zahlreiche kürzere Fassungen der Sage. Diese wird beispielsweise von Servius gegeben, der sie in seinem Kommentar zu den Eklogen des Vergil erzählt.

Inhalt der Sage

Pyramus und Thisbe sind ein Liebespaar im alten Babylon. Ihre Eltern sind jedoch verfeindet und verbieten ihnen daher jeglichen Kontakt miteinander. Die Liebe von Pyramus und Thisbe hat daher sehr ungünstige Bedingungen und muss vor allem heimlich erfolgen, da die Eltern keinerlei Widerspruch ihrer Kinder dulden. Es bleibt offen, weshalb, die Eltern von Pyramus und Thisbe sich derart hassen, dass sie ihren Kindern die Beziehung verbieten. Es wird jedoch direkt klar, dass es an der Entscheidung der Eltern, keinen Zweifel gibt und diese Entscheidung unumkehrbar ist. Da Pyramus und Thisbe im gleichen Gebäude wohnen und daher Nachbarn sind, haben sie eine Möglichkeit gesucht und gefunden, dennoch miteinander in Kontakt treten zu können. Die einzige Möglichkeit, der heimlichen Kommunikation zwischen den beiden, ist eine Spalte in der Mauer, welche die Mitte ihrer Elternhäuser darstellt. Auf der einen Seite dieser Mauer, lebt Pyramus mit seinen Eltern und auf der anderen Seite lebt Thisbe, mit ihren Eltern. Die beiden Sprechen so oft es geht, in unbeobachteten Momenten, durch den Spalt miteinander. Die Situation ist jedoch nicht befriedigend, da die beiden sich wünschen, mehr Zeit miteinander verbringen zu können und sich auch richtig sehen und berühren möchten, wie es für ein Liebespaar üblich ist.

Eines Tages verabreden sich Pyramus und Thisbe nach einem Gespräch durch die Mauerspalte. Sie sind bei der Kommunikation durch die Mauer immer sehr vorsichtig, da Sie wissen, dass ihnen großer Ärger droht, wenn eines ihrer Elternteile, das geheime Kommunikationsmittel entdeckt. Außerdem würde, die Mauerspalte vermutlich geschlossen werden, wenn die Eltern von Pyramus und Thisbe herausfinden, dass ihre Kinder sich regelmäßig dort treffen, um miteinander reden zu können. Also agieren die beiden an der Mauerspalte immer sehr bedacht und meistens auch recht kurz, um das Risiko des ertappt werden minimieren zu können. Sie planen ihr Treffen. Es soll nachts unter einem Maulbeerbaum stattfinden, welcher schneeweiße Früchte trägt. Sie beschließen zu fliehen und Babylon für immer hinter sich zu lassen. Sie sehen in ihrer Flucht die einzige Möglichkeit für eine gemeinsame Zukunft, welche sich die beiden so sehr wünschen. Sie sind hierfür sogar bereit, ihre Heimat und ihre Familien für immer zu verlassen.

Thisbe kommt in jener Nacht als erstes am Treffpunkt an. Sie gerät dort in eine brenzlige Situation, als sie vor einer Löwin fliehen muss, welche Vieh gerissen hat und an einer Quelle trinkt. Auf der Flucht vor der Löwin, verliert Thisbe ihren Mantel. Die Löwin zerreißt diesen kurz darauf und beschmiert ihn mit dem Blut, des zuvor gerissenen Viehs. Als Pyramus am Treffpunkt ankommt, entdeckt er Thisbes blutverschmierten und kaputten Mantel. Er ist entsetzt, da er glaubt, Thisbe sei von der Löwin getötet worden. Pyramus steht unter Schock und will ohne seine geliebte Thisbe nicht mehr weiterleben. Er beschließt daraufhin, sich mit seinem Schwert unter dem Maulbeerbaum, sein Leben zu nehmen und stürzt sich dort in das Schwert hinein. Sein Blut färbt die schneeweißen Früchte des Maulbeerbaums dunkelrot ein. Thisbe kehrt nach kurzer Zeit unversehrt zum Treffpunkt zurück und entdeckt den schwerverletzten, im Sterben liegenden, Pyramus. Sie erkennt sofort die Situation und ist entsetzt. Sie will ohne Pyramus, welcher nicht mehr zu retten ist, nicht weiterleben und begeht ebenfalls Suizid, indem sie sich in dessen Schwert stürzt. Sie äußert als Bitte und letzten Wunsch, dass der Maulbeerbaum zur Erinnerung an das Liebespaar und dessen tragischen Tod, die blutrote Farbe der Früchte beibehält. Dieser Wunsch wird von den Göttern erhört. Sie äußert darüber hinaus, den Wunsch, dass ihrer beiden Asche gemeinsam beigesetzt wird, damit sie im Tode für immer vereint sein können, auch wenn ihnen dies im Leben verwehrt gewesen war. Auch dieser Wunsch Thisbes wird von den Göttern erhört. Die verfeindeten Familien von Pyramus und Thisbe bestatten die Asche ihrer beiden Kinder daraufhin in derselben Urne.

Rezeption der Sage von Pyramus und Thisbe

Die Sage von Pyramus und Thisbe wurde bereits in der Antike äußerst bekannt. Neben der Veröffentlichung in verschiedenen Schriften des Altertum, gab es auch künstlerische Darstellungen sowie Motive der Sage in anderen berühmten Werken. Beispiele hierfür sind die Romane „Romeo und Julia“ sowie „Ein Sommernachtstraum“ von berühmten englischen Schriftsteller William Shakespeare oder auch „Absurda Comica oder Herr Peter Quenz“ von dem deutschen Schriftsteller und Andreas Gryphius. Auch John Gower verwendete Elemente der Sage von Pyramus und Thisbe in seinem Werk „Confessio Amantis“, ebenso wie der italienische Schriftsteller Giovanni Boccaccio in „Il Decamerone“. Des Weiteren verarbeiteten Geoffrey Chaucer die Verwandlungssage in „The Legend of Good Women“ und der italienische Schriftsteller Giovanni Guareschi diese in „Don Camillo und Peppone“ sowie Johann Adolf Hasse in „Intermezzo tragigo – Piramo e Tisbe“, welches nach einem Libretto von Marco Coltellini entstanden ist und im Jahre 1768 erstmalig auf einer Bühne in Wien aufgeführt worden ist.