Metamorphosen – Ovid

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 23.07.2018

Schlagwörter

Metamorphosen Ovid

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Werk "Metamorphosen" des römischen Dichters und Schriftstellers Ovid, aus dessen Schaffensphase vom Jahr 1 vor Christus bis zu dessen Verbannung im Jahre 8 nach Christus. Es wird die Entstehungsgeschichte erzählt und die wichtigsten Elemente genannt.

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Bei „Metamorphosen“ handelt es sich um Bücher mit Verwandlungssagen des römischen Dichters und Schriftstellers Ovid, welche von diesem ungefähr ab dem Jahr 1 nach Christus bis zum Jahr 8 nach Christus verfasst worden sind. Zentrales Thema dieser Schriften sind die Metamorphosen, also Verwandlungen. Das Gesamtwerk besteht aus 15 Büchern, von denen jedes Buch aus etwa 700 bis 900 Versen besteht. In diesen Büchern wird die Entstehung sowie die Geschichte der Welt im Rahmen von Verwandlungssagen beschrieben.

Hierbei werden viele Begriffe der römischen Mythologie und der griechischen Mythologie verwendet. Insgesamt wurden in Ovids Werk „Metamorphosen“ ungefähr 250 Sagen verfasst und veröffentlicht. Das Werk ist seit seinem Erscheinen eines der bekanntesten Werke der Mythologie und Verwandlungssagen. Es war das unter den antiken Schriftstellern und Dichtern bekannteste Werk und hatte deshalb einen sehr großen Einfluss auf die Literatur im Mittelalter. Auch auf die bildende Kunst von Mittelalter bis zur Epoche des Barock, konnte das Werk „Metamorphosen“ Einfluss nehmen.

Der Dichter und Schriftsteller Ovid hat als Stilmittel sehr oft Verwandlungen und Verwandlungssagen zum Thema gemacht. In diesen wird in der Regel ein Mensch oder ein rangniedriger Gott in eine Pflanze oder auch ein Tier oder Sternbild verwandelt.

Das Werk „Metamorphosen“ beginnt mit der Entstehung der Welt, befasst sich also mit der Schöpfungsgeschichte. Es wird das Chaos und eine große Flut dargestellt, welche lediglich ein Menschenpaar überlebt haben. Hierbei handelte es sich um Deukalion und Pyrrha. Das Werk endet mit der Verwandlung von Caesars Seele in ein Sternbild bzw. einen Stern. Zu beobachten ist, dass Ovid sich von einem Beispiel und Handlungsstrang, schnell zum nächsten bewegt. Er arbeitet sich hierfür regelrecht durch die Geschichte der Mythologie. Oftmals springt er auch beliebig oder zumindest anscheinend beliebig von einer Verwandlungssage zur folgenden. Doch diese Übergänge sind wahrscheinlich nicht zufällig oder beliebig gewählt, da sie sehr kunstvoll und stilvoll sind. Dies spricht für eine bewusste Wahl der Übergänge. Ovid verbindet auf diese Art zentrale Szenen der griechischen Mythologie und römischen Mythologie mit entfernteren Mythen.

Entstehungsgeschichte

Sämtliche Werke von Ovid entstanden ungefähr im Zeitraum vom Jahre 15 vor Christus bis zum Jahre 17 nach Christus. Ovids Schaffensphase dauerte also über 30 Jahre an und endete erst mit dessen Tod. Sein Werk „Metamorphosen“ ist sein wichtigstes Werk und nimmt eine zentrale Stelle seines Wirkens ein. Er begann mit der Arbeit an diesem Werk, etwa im Jahre 1 vor Christus und schrieb bis zu seiner Verbannung im Jahre 8 nach Christus daran. In diesem Jahr, wurde Ovid verbannt. Zu diesem Zeitpunkt war „Metamorphosen“ fast zu Ende geschrieben. In der ersten Hälfte der Arbeit schrieb Ovid hauptsächlich Liebesgedichte und Briefe von Heldinnen sowie Liebeskunst. Die große Ausnahme dieser Phase ist die Tragödie „Medea“.

Ovid wählte für die Metamorphosen, also die Verwandlungen, den Hexameter. Er entschied und bekannte sich hierdurch deutlich zum Epos, auch wenn er nicht ausschließlich epische Inhalte behandelt. Ovid war zu seiner Zeit ein äußerst spielerischer und talentierter Dichter und Schriftsteller. Er hatte einen großen literarischen Anspruch an sich selbst. Er verbindet in seinen Verwandlungssagen historische, elegische sowie didaktische Elemente mit dem Rahmengerüst der Epik, welches er nach Belieben und Bedarf umgestaltet und teilweise auch Ironie daran übt. Seine gesamte Arbeit in „Metamorphosen“ hat ebenfalls epische Ausmaße. Das Werk besteht aus 15 Büchern, mit insgesamt ungefähr 12000 Versen. Ohne die Verbannung Ovids wäre es vielleicht sogar noch etwas länger geworden, da das Werk zum Zeitpunkt seiner Verbannung noch nicht komplett vollendet war.

Frühere Werke und deren Bezüge zu Metarmorphosen

Ovid interessierte sich immer sehr für mythische Themen. Dies geht nicht nur aus seinem Hauptwerk „Metamorphosen“, sondern auch aus dessen früheren Werken hervor. In „Metamorphosen“ benutzte Ovid in nahezu allen der knapp 250 Verwandlungen, mythische Vorbilder und Vorlagen. Des Weiteren ist die Sammlung von Nikrandos aus Kolophon zu nennen. Diese trägt den Namen „Heteroiumena und Metamorphoseis des Parthenios“. Es handelt sich hierbei um griechische Kataloggedichte. In dem Gedicht „Ornithogonia“ von dem Dichter Boios, wird von der Verwandlung von Menschen in Vögel berichtet. Ovid nutzte auch dieses Werk gerne als Vorlage für seine Arbeiten. Die Inspiration durch die Mythologie stellte eine große Hilfe für die Wirkungsphase von Ovid dar und prägte seine Werke maßgeblich.

Ovid musste in den letzten Jahren seines Lebens noch den römischen Bürgerkrieg miterleben. Er bekam dessen letzte Periode sowie den Übergang zu einer Monarchie mit. Außerdem erlebte er die Blütezeit und auch die Krise unter Kaiser Augustus, dem Erhabenen. Der Übergang zu dessen Alleinherrschaft wurde von vielen Dichtern und Schriftstellern aus dieser Zeit in ihren Werken kritisiert. Allerdings wurde die Kritik nur mit großer Vorsicht und stets verschlüsselt geübt. Auch Ovid gehörte zu den Kritikern von Kaiser Augustus. Er kritisierte beispielsweise dessen Engstirnigkeit. Die Möglichkeit auf diese Art und Weise Kritik zu üben, kann und wird für Ovid auch einer der Gründe gewesen sein, sein Werk „Metamorphosen“ in einem solchen Umfang entstehen zu lassen.

Bekannte Geschichten aus Metamorphosen

Das Gesamtwerk „Metamorphosen“ von Ovid wurde zu seiner Zeit sehr berühmt. Dies gilt insbesondere auch für einige Gedichte und Verwandlungssagen aus dem Gesamtwerk. Hierbei besonders hervorzuheben, sind die Geschichten über die Entstehung der Welt sowie das Weltzeitalter und die Geschichte von Deukalion und Pyrrha, welche die Geschichte der Sintflut erzählt. Außerdem bekannte Verwandlungssagen aus „Metamorphosen“ sind Pyramus und Thisbe, Daedalus und Ikarus und Perdix, Narziss und Echo, Orpheus und König Midas mit dem Musikwettstreit zwischen Pan und Apollo. Zudem bekannt geworden ist die Geschichte über Jupiters Affären mit schönen Frauen.