Krankheiten im Mittelalter

Fach Geschichte

Klasse 7

Autor sandi2001

Veröffentlicht am 18.06.2018

Schlagwörter

Mittelalter Pest Syphilis

Zusammenfassung

Dieses Referat beinhaltet eine ausführliche Beschreibung zweier mittelalterlich typischen Krankheiten, nämlich der Pest sowie Syphilis (beziehungsweise Franzosenkrankheit). Der geschichtliche Hintergrund sowie medizinische Fakten werden behandelt.

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Die Pest
Die Pest, die auch „der schwarze Tod“ genannt wurde, war die bekannteste und präsenteste Krankheit des Mittelalters. Die große Pestepidemie in Europa war in den Jahren 1347 bis 1351. Aber es gab auch schon davor viele Pestepidemien. Die Menschen damals fanden aufgrund des noch schlechten medizinischen Fortschrittes keine Erklärung für das plötzliche Erkranken. So wurde die Schuld bald auf andere Unschuldige geschoben; beispielsweise auf Ausländer, und Bettler sowie Juden. Die Juden beschuldigte man, die Brunnen vergiftet zu haben, auch wenn die Juden selbst an der Pest erkrankten und daran starben. Unter anderem deshalb wurden die Juden in ganz Europa verfolgt und ermordet.
Es dauerte sehr lange, bis die Menschen herausfanden, was gegen die Ausbreitung der Pest zu tun ist, deshalb starben in den ersten 5 bis 6 Jahren etwa ein Drittel der Europäischen Bevölkerung, das sind etwa zwischen 20 und 50 Millionen Tote. Viele Menschen flüchteten aus den betroffenen Städten, wodurch sich die Seuche allerdings noch schneller verbreitete.

Gegenmittel


Die Ärzte waren der Meinung, die Pest verbreite sich durch die Luft; so wurde den Menschen geraten, Türen und Fenster stets verschlossen zu halten. Es waren immer mehr verschiedene, aus heutiger Sicht absurde Tipps und Ratschläge in aller Munde: Beispielsweise sollten die Fenster ausschließlich nach Norden geöffnet werden.

Zunächst war kein wirksames Mittel gegen die Pest bekannt. Oft wurde den Menschen Blut abgenommen, indem man in eine Vene schnitt. Man erhoffte sich dadurch eine positive Wirkung. Doch heute wurde bewiesen, dass dieses Verfahren dem Erkrankten eher schadete, als nützte.
Um sich vor dem Anstecken zu schützen, trugen die Menschen Tücher oder Masken vor dem Gesicht. Man versuchte außerdem durch das Verbrennen verschiedener Stoffe wie Hölzer und Kräuter und auch durch das Verbreiten von Essig- oder Rosenwasser in der Luft die Krankheit zu besiegen, doch auch das brachte keinen Erfolg.
In seltenen Fällen aber konnten Ärzte die Pestbeulen zum richtigen Zeitpunkt aufschneiden und den Eiter abfließen lassen und die Wunden desinfizieren, sodass die Patienten mit viel Glück sogar überlebten.

Ausbreitung

Die Pest breitete sich von der italienischen Stadt Genua, damals ein bedeutendes Handelszentrum, über sämtliche europäische Handelswege aus. Unter anderem wurden so auch Frankreich, Deutschland, England, Polen, Dänemark, Schweden und Finnland von der Pest heimgesucht.

Symptome und Übertragung

Zu den eindeutigsten Symptomen der Pest gehörten hohes Fieber sowie merkwürdige Beulen am ganzen Körper.

Ursache

Zur Zeit des MIttelalters wurde über die Ursachen des Auftreten der Pest stark spekuliert. Wie erwähnt gab man anderen Menschen die Schuld. Auch wurden die Veränderung der Luft sowie sogar die Sternenbilder als Ursache in Betracht gezogen.

Isolation und Quarantäne

Zunächst wurden die Betroffenen zuerst ins Krankenhaus gebracht und später schließlich beerdigt. Mit der Zeit begann man, die Häuser von Pestkranken mit einem Kreuz zu versehen. Diese mussten dann aus der Stadt gehen und in Zwangsunterkünften leben. Die immer mehr zunehmende Anzahl von Todesopfern führte zu Panik und Angst. Familien und Freunde trennten sich, weil Pesterkrankte immer häufiger einfach im Stich gelassen wurden - Jeder wollte sich selbst retten.
Erst nachdem Hunderttausende von Menschen ihren Tod wegen der Pest gefunden hatten, wurde klar, dass die weitere Ausbreitung der gefählichen Seuche durch die Quarantäne verhindert werden konnte.

Das Rätsel Pest wird gelüftet

Erst im Jahr 1894 wurde der Pesterreger vom Schweizer Arzt Yersin entdeckt. Heute ist uns bekannt, dass es sich bei der Pest um eine bakterielle Infektionskrankheit handelt. Die wahren Schuldigen waren nicht wie geglaubt Juden, sondern vor allem Ratten und andere Nagetiere. Die Ratten trugen nämlich das Pest Bakterium in sich und übertrugen dies auf die Flöhe. Die Flöhe wiederum infizierten den Menschen.

Pestarten und die Pest heute

Es gibt verschiedene Pestarten:

  1. Die Beulenpest (Bubonenpest): Bei der Beulenpest entstehen an den Stellen der Flohstiche schwarze Flecken bzw. schließlich eitrige Beulen. Hohes Fieber und starke Schmerzen kommen einher. Wenn die Betroffenen allerdings rechtzeitig behandelt werden, können sie die Beulenpest überleben.
  2. Die Lungenpest : Die Lungenpest ist meist eine Folge der Beulenpest, sie kann aber auch durch Tröpfcheninfektion (durch Husten oder Niesen) von Mensch zu Mensch übertragen werden. Im Mittelalter hatten die Erkrankten gegen diese Pestart gar keine Überlebenschancen. Während die Pest im Mittelalter weltweit verbreitet war, tritt sie heute nur noch vereinzelt auf. Heute kann sie durch Medizin effektiv behandelt werden. Unbehandelt führt allerdings auch diese Pestart bereits nach kurzer Zeit zum sicheren Tod.
    Die Pest kann außerdem eine Blutvergiftung verursachen.

Syphilis (Franzosenkrankheit)

Die Syphilis ist eine Krankheit des Spätmittelalters, welche außerdem als „Franzosenkrankheit“ bekannt ist. Der Name „Franzosenkrankheit“ ist dadurch entstanden, dass nach der „Kolumbus-Theorie“ der Erreger der Syphilis durch die Entdeckungsreisen von Kolumbus nach Europa eingeschleppt worden sei, sich von Spanien über Frankreich nach Deutschland verbreitete und die Deutschen sie daher „Franzosenkrankheit“ nannten. Das Heer Karls VIII. von Frankreich steckte sich in Neapel mit Syphilis an und verbreitete die Krankheit dann über ganz Europa.

Symptome & Übertragung

Syphilis war noch schlimmer als Lepra. Denn die Krankheit war schwer zu erkennen und nicht leicht zu behandeln.
Die Krankheit wurde beispielsweise durch Geschlechtsverkehr übertragen.
Symptome der Syphilis sind unter anderem Geschwüre an den Schleimhäuten und Lymphknoten. Mit der Zeit werden auch Organe sowie das zentrale Nervensystem befallen. Meist ist das Auftreten der Geschwüre oberflächlich, das heißt an Haut und Schleimhaut, deshalb sieht man bei den Betroffenen oft rote, geschwollene Flecken am Körper