Jugend im Nationalsozialismus

Fach Geschichte

Klasse 9

Autor Ninchen01

Veröffentlicht am 18.10.2018

Schlagwörter

Jugend im Nationalsozialismus Hitlerjugend Bund Deutscher Mädel

Zusammenfassung

Hitler sagte selbst, dass seine Pädagogik hart wäre. Er stellte Ideale auf, die Kinder dazu brachten nach seiner NS-Ideologie zu handeln. Doch was dies genau bedeutete und wie ein Jugendlicher zu Zeiten des Nationalsozialismusses lebte, erzählt das folgende Referat.

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Hitler hatte eine ganz eigene Vorstellung von einer guten Pädagogik. Dies hatte daher auch einen erheblichen Einfluss auf das damalige Leben der Kinder zur Zeit des Nationalsozialismus.

Selber sagte Hitler von vornherein “Seine Pädagogik ist hart!”. Das war sie auch. In der Kindererziehung wurde den Kindern bereits beigebracht zu kämpfen und somit auch später in den Krieg zu ziehen.

Das Ziel seiner Erziehungsideale war eine Jugend, die keine Schwächen und Hemmumgen hat. Die Welt sollte sich vor ihr erschrecken, sie sollte gewalttätig sein.

Daher wurde im Jahr 1926 von der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei die sogenannte Hitlerjugend und ein paar Jahre später der Bund Deutscher Mädel gegründet. Als es dann im Jahr 1933 zur Machtübernahme der Nationalsozialistischen Arbeiterpartei kam, wurden andere Jugendorganisationen verboten, sodass es einen großen Andrang auf die bereits oben genannten Gruppen gab.

Als Grundlage und zur Unterstützung der Organisation, wurde das Hitlerjugendgesetz entwickelt.

Nicht jeder konnte dieser Jugendgruppe beitreten. Auch hier gab es strikte Regeln. Allgemein wurde die Angehörigkeit einer solchen Gruppe, also entweder der Hitlerjugend oder dem Bund Deutscher Mädel zur Pflicht. Kranke und Schwache, sowie Juden sollten allerdings nicht aufgenommen werden und wurden daher abgelehnt.

Einige Eltern wollten zwar nicht, dass ihre Kinder einer solchen Gruppierung beitraten, allerdings wurde der Widerstand nicht leicht und sie konnten dies in den meisten Fällen nicht verhindern.

Wenn Eltern dennoch versuchten ihre Kinder davon abzuhalten, drohten diesen Geld- und Gefängnisstrafen. Auch für kleinere Kinder gab es bereits ein dementsprechendes Angebot. Die zehn bis vierzehn jährigen Kinder dienten dem sogenannten Jungvolk oder Jungmädelbund.

Genannt wurden die Kinder dort Pimpfe. Nach ihrer Aufnahme, sollte ihr Elternhaus ihnen eine Uniform kaufen. Dann folgte eine feierliche Aufnahme in die Gruppe. Für einige Kinder war dies ein Ereignis, auf das sie bereits lange gewartet hatten und auf das sie sich sehr freuten, da sie nun endlich “dabei waren”.

Die Gruppe traf sich immer an Wochenenden und an Heimabenden. Gemeinsam machten sie dann Sport oder bekamen Mutproben, welche sie bestehen sollten. Allgemein wurden sie durchgehend entweder präzise oder auch unterbewusst im nationalsozialistischen Denken geschult.

Hitler wollte dass die Kinder “Hart wie Kruppstahl, flink wie Windhunde und zäh wie Leder” werden. Viele der Kinder wollten dies auch, da dies damals als Norm galt und auch die Freunde dieses Ziel verfolgten.

Die Kinder mussten bereits kriegstaugliche Übungen machen, dies wurde ihnen allerdings spielerisch verkauft, sodass es ihnen nicht direkt auffiel. Trotzalledem erfolgten die Übungen unter strenger, militärischer Aufsicht und Disziplin.

Bei den meisten Kinder geschah es unterbewusst aber es wurde ihr eigener Wille und ihr eigenes Denken und Handeln gebrochen und ihnen wurden die Nationalsozialistischen Normen beigebracht und tief in den Kindern verankert. Das Ziel war, dass die Kinder im Sinne der Nationalsozialisten handeln.

Um dies zu erreichen wurden außerden Lieder gesungen um ihnen die nationalsozialistische Botschaft zu vermitteln, aber auch ihren Zusammenhalt zu stärken. Auch als es dann zu dem Krieg kam, standen die Kinder weiterhin überzeugt hinter ihrer Meinung, fortan sogar teilweise noch stärker, da sie sich als ein bedeutendes Mitglied des Ganzen sahen. Ihnen wurde vermittelt, dass genau sie gebraucht würden um Deutschland zu retten.

Ein Ziel fast eines jeden Kindes der Hitlerjugend war es ein Held zu werden und ein Teil des kämpfenden Volkes zu sein. Die Mädchen sahen es als ihre Aufgabe die Soldaten zu unterstützen und für sie da zu sein.

Für die Mitglieder der Hitlerjugend war der Krieg etwas, wo man seinen Mut beweisen und zeigen konnte, dass man ein ganzer Mann ist.

Gelehrt wurde den Kindern, dass der Feind ausschließlich der Böse wäre und die Deutschen die Guten seien. Außerdem wurden Juden ausschließlich als schlecht dargestellt. Diese Ideologie Hitlers wurde bereits in Kinderbüchern vermittelt.

Juden wurden hier beispielsweise oftmals als böse, finster oder grimmig dargestellt, sodass die Kinder diese bereits von Klein auf als Gefahr wahrgenommen haben und dieser Gefahr entgegen stehen wollten.

Kinder freuten sich daher darüber als sie mit zunehmenden Alter auch immer mehr ein Erwachsener sein konnten und das Kriegshandwerk erlernten.

Es begann so, dass die Kinder zunächst bei Sammelaktionen halfen, als Erntehelfer eingesetzt wurden oder Luftwaffenhelfer waren. So wurde den Kindern langsam die Arbeit im Gelände nahe gebracht. Doch in der Ausbildung wurde danach auch der Umgang mit der Waffe geschult.

Bereits Zwölfjährige erlernten das Schießen mit Karabinern und später dann auch den Umgang mit der Panzerfaust.

Im Jahr 1943 waren daher bereits die meisten Flakgeschütze mit Kindern aus der Hitlerjugend besetzt.

Im Jahr 1943 als es zu dem "Totalen Krieg" kam, wurde sogar das sogenannte Notabitur entwickelt. Dies ermöglichte bereits Halbwüchsigen einen schnellen Schulabschluss, sodass sie daraus folgend auch schnell in den Krieg ziehen konnten.

Als es dann zum Ende des Krieges kam, waren die Kinder erneut verloren. Die ihnen beigebrachten Ideale (nach denen sie demnach auch handelten) wurden von den meisten “starken Männern”, ihren Vorbildern beigelegt. Ihnen wurde beigebracht bis zum Ende zu kämpfen und die meisten zweifelten nie daran diesen Kampf auch gewinnen zu können. Sie wollten nun selbst tätig werden und griffen daher zur Waffe, um die ihnen beigebrachten Ideale aufrecht zu erhalten.

Im Jahr 1944 kam es daher zu den letzten Angriffen, dem sogenannten Volkssturm. Vor allem die Jugendlichen, aber auch ältere Männer wurden in Schnellkursen dazu ausgebildet ihr Land zu verteidigen und über die nahende Niederlage hinwegzutäuschen.

Doch in den letzten Gefechten kam es zu vielen Toten. Die meisten waren zwischen sechzehn und siebzehn Jahren alt. Nur wenige Jugendliche überlebten.