James Cook

Fach Geschichte

Klasse 12

Autor IAmSteven

Veröffentlicht am 26.09.2018

Schlagwörter

Geschichte James Cook

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt den englischen Seefahrer James Cook. Dabei wird detailliert auf seine Kindheit, seine Weltumsegelung und deren Route, sowie seiner herausragenden Fähigkeit als Kartograph eingegangen.

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Kindheit und erste Schritte in der Seefahrt:

James Cook wurde am 27. Oktober 1728 in Yorkshire als Sohn eines Tagelöhners und dessen Frau geboren. Er besuchte die Schule, wurde dann, auf den Wunsch seines Vaters hin, Lehrling in einer Gemischtwarenhandlung und kam so mit der Seefahrt in Kontakt.

Mit 18 Jahren heuerte er auf einem Kohletransportschiff an, blieb dort bis zum Alter von 26 und wechselte dann als Unteroffizier zur Royal Navy, da nur dort ein sozialer Aufstieg möglich war. Zwei Jahre später bekam er sein erstes, kleines Kommando und ein Jahr später bestand er die Prüfung zum Steuermann.

Cook hatte ein ausgeprägtes Talent als Kartograph, was der englischen Krone im September 1759 bei der Schlacht um Quebec zugutekam. Von 1764 bis 1776 erhielt er von seinem damaligen Arbeitgeber Palliser einen kleinen Schoner, mit dem er mehrmals schnell über den Atlantik segelte um seiner Arbeit als Kartograph nachzukommen. Dabei stellte er seine Qualitäten als Seemann unter Beweis.

Erste Südseereise(1768-1771):
Im Winter 1767 erarbeitete er Seekarten und Segelhandbücher für die Englische Krone, basierend auf den Werten die er im Sommer gesammelt hatte. So wurde er am 25. Mai 1768 zum Leutnant ernannt und zur berühmten „Pazifikreise“ berufen.
Bei dieser ging es darum den Venustransit vom 3. Juni 1789 auf Tahiti zu beobachten. Ziel war es, die Entfernung von Erde und Sonne zu bestimmen und somit, ausgegangen vom dritten Keplerschen Gesetz, die Abstände aller Planeten im Sonnensystem zu ermitteln.

Cook sollte hierbei die Wissenschaftler beziehungsweise Astronomen samt ihrer Instrumente sicher nach Tahiti und zurückbringen. Dafür erwarb die Admiralität einen 340 Tonnen schweren Kohletransporter, die „Endeavour“. Nach Beendigung dieses ersten Auftrages, sollte Cook einen geheimen zweiten Auftrag ausführen. Er sollte die Gegend südlich des 40. Breitengrades erforschen, um so einen großen, noch unbekannten „Südkontinent“ zu finden, von dem man annahm, er müsse als Gegengewicht zu den Landmassen auf der Nordhalbkugel existieren. Außerdem wollte man die von den Spaniern geheim gehaltene Torres-Straße bei Neuguinea bestätigen.

Nachdem die Endeavour in Rio de Janeiro grundüberholt wurde, traf James Cook im Januar 1769 in Feuerland ein. Er umrundete Kap Horn und erreichte Tahiti, wo man begann das Observatorium für die Beobachtung der Venus aufzubauen. Nach erfolgreichem Beenden der Beobachtungen brach er im Juli auf um ein Land zu suchen, welches der Niederländer Abel Tasman vor mehr als hundert Jahren sehr dürftig auf einer Karte verzeichnet hatte. Das Land, welches er tatsächlich fand, wurde von ihm sechs Monaten kartographiert. Es war das heutige Neuseeland.

Am 28. April 1770 betraten Cook und seine Männer als erste Europäer die Ostküste Australiens, welches damals von seinen Entdeckern „Neu-Holland“ getauft wurde. Beim Kartographieren der Küste lief die Endeavour acht Tage später auf das „Endeavour Reef“. Während der Reparaturarbeiten entdeckte Cook die Kängurus.

Nachdem das Schiff repariert worden war, segelte Cook für kurze Zeit davon, kehrte aber wenig später wieder zurück, stellte fest, dass Neuguinea nicht mit Australien verbunden war und nahm kurzerhand die Ostküste letzterens für England in Besitz. Anschließend begann seine Heimreise, welche am 13. Juli 1771 endete. Er wurde kurz darauf zum Commander ernannt.

Zweite Südseereise(1772-1775):
Die Berichte Cooks wurden aufgrund „mangelnder literarischer Fähigkeiten“ nicht veröffentlicht, stattdessen bediente sich der Romanautor John Hawkesworth an den Tagebüchern Cooks und veröffentlichte einen Bericht über die Ereignisse. Allerdings war dieser derart ungenau, dass viele Cook kritisierten, obwohl dieser sehr hochwertiges Kartenmaterial geliefert hatte. Die Admiralität startete daraufhin eine weitere Expedition, diesmal mit zwei Schiffen.

Die Expedition begann am 13. Juli 1772 in Plymouth. Cook segelte über Kapstadt in Richtung der Bouvetinsel, fand diese allerdings nicht und dachte man habe statt dieser Inseln einen Eisberg, wie sie dort vermehrt anzutreffen waren, entdeckt. Auf der Fahrt in Richtung Neuseeland, wurden die beiden Schiffe getrennt und trafen sich erst später am vereinbarten Treffpunkt in Neuseeland wieder. Der Kommandant des zweiten Schiffes hatte die Essensvorschriften nicht so genau genommen, deshalb war auf seinem Schiff der Skorbut ausgebrochen. Cook blieb einige Zeit dort und setzte dann aufgrund des nahenden Südwinters Kurs auf Tahiti.

Anfang September segelte er zu den Tongainseln wo er es nur einem glücklichen Zufall zu verdanken hatte, dass seine Besatzung nicht getötet wurde. Dann setzte er wieder Kurs auf Neuseeland, verlor unterwegs wieder den Kontakt zum zweiten Schiff, und hinterließ eine Nachricht am Treffpunkt in der er mitteilte, welchen Kurs er zu setzen beabsichtigte. Nachdem er am 24. Dezember 1773 wieder nordwärts fuhr, kehrte er noch einmal nach Süden um, fand aber kein weiteres Land und segelte dann wieder nordwärts, wo er auf den Osterinseln landete. Nach einem Abstecher nach Tahiti setzte Cook noch einmal Kurs auf Neuseeland, um die Eingeborenen nach dem zweiten Schiff zu befragen. Diese antworteten nur ausweichend und später erfuhr man, dass sie ein Landungsboot des zweiten Schiffes angegriffen, die Männer getötet und vermutlich gegessen hatten. Das Schiff war daraufhin nach England zurückgekehrt.
Auch Cook kehrte daraufhin über die Azoren nach England zurück wo er am 30. Juli 1775 ankam. Unterwegs waren nur vier der 112 Mann Besatzung, davon keiner an Skorbut.

Dritte Südseereise(1776-1779) und der Tod James Cooks:
Da man nun auf der Suche nach einer Nordwestpassage war, brach Cook am 12. Juli 1776 zu seiner letzten Reise auf. Zuerst besuchte er einige Inseln um Tahiti. Dann segelte er weiter um das von Francis Drake entdeckte Kalifornien zu erforschen. Unterwegs entdeckte er die heutigen Hawai’i Inseln. Da ihn das Packeis am Weiterkommen hinderte, erreichte Cook dann auf Westkurs Asien.

Als ihn der Winter vertrieb setzte wer wieder Kurs auf die Hawai’i Inseln. Dort kam es zu Spannung zwischen seiner Besatzung und den Einheimischen, die aber nicht eskalierten, da Cook bald darauf wieder davon segelte. Als er allerdings wieder kam um einen Mast seines Schiffes zu ersetzen kam es zu Diebstählen und der versuchten Geiselnahme des Königs der Einwohner. Das Ganze endete mit der Ermordung Cooks am 14. Februar 1779,  nachdem dieser einen Eingeborenen erschossen hatte.

Die Besatzungen der beiden Schiffe bestatteten daraufhin die Reste Cooks und segelten heimwärts.