Industrialisierung in England

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor joflo

Veröffentlicht am 02.09.2018

Schlagwörter

Industrialisierung England

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die Geschichte der Industrialisierung in England. Es erläutert, wieso es zur Industrialisierung gekommen ist, wie sie abgelaufen ist und was wir heute daraus lernen können, bzw. was die Auswirkungen heute sind.

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Zur zweiten Hälfte begann in England die sogenannte Industrialisierung. Da England das erste Land ist, in dem dieser technisch-wirtschaftliche Prozess stattgefunden hat, wird das Land oft als «Mutter der Industrialisierung» betitelt. Schrittweise verbreitete sich die Industrialisierung von England aus auch in andere Länder Europas und Nordamerikas aus und dann in den 1950er Jahren schliesslich auch nach Asien. Trotzdem wird England immer das schulische Vorzeigebeispiel im Punkte Industrialisierung bleiben.

Bis noch ins 18. Jahrhundert war England noch genau wie alle anderen Länder auf der Welt zu dieser Zeit ein Agrarstaat. Das bedeutet, dass die grosse Mehrheit der Bevölkerung in der Landwirtschaft arbeitet, beziehungsweise Selbstversorger sind. Der Beginn des Prozesses der Industrialisierung hat nicht nur einen einzigen Grund, sondern man findet die Ursachen weit gestreut.

Medizin

Die Medizin machte im 18. Jahrhundert erste grössere Fortschritte und viele wichtige Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Körpers wurde gewonnen. Dies hatte unter anderem zum Beispiel zur Folge, dass die Kindersterblichkeit signifikant abnahm. Auch Krankheiten, wie Lungenentzündungen und Grippen wurden eher überlebt als es noch vor fünfzig oder hundert Jahren der Fall war. Durch diese allgemein erhöhten Überlebenschancen begann ein starkes Bevölkerungswachstum. Die Nachfrage zum Beispiel auf Kleidung stieg stark an, was ein Segen für die Textilindustrie war und diese stark förderte. Auch waren Arbeitskräfte im Überfluss vorhanden, was günstige Produktionsbedingungen generierte.

Frieden
Auf den Britischen Inseln selbst, herrschte während der Industriellen Revolution kein Krieg. Da die Leute in England nicht unter den direkten Kriegsfolgen, der Kriege an andern Orten auf der Welt litten, half dies somit dem Bevölkerungswachstum und trieb die Industrie voran.

Infrastruktur
Im 18. Und 19. Jahrhundert wurde die britische Infrastruktur stark ausgebaut. Dies reichte von Strassen und anderen Transportwege, über Kanäle, Häfen, Schulen und Ärzte. Im 19. Jahrhundert wurde auch das Eisenbahnnetz in England stark ausgebaut, was der Transport von Rohstoffen und andern Gütern weiter vereinfachte und Kosten tief hielt. Ein ähnliches Modell wendet übrigens Heutzutage das aufstrebende Schwellenland China an, in dem es in Infrastruktur auf dem Afrikanischen Kontinent investiert.

Zünfte
Im Gegensatz zu andern Ländern wie Deutschland oder der Schweiz, gab es in England keinen Zunftzwang. Das heisst jeder konnte mehr oder weniger die Arbeit ausüben, welche er am meisten mag und in der er am besten war. Es war nicht so, dass man Mitglied einer Zunft sein musste um einen Gewissen Beruf auszuüben, was die Freiheit der Arbeiter stark förderte. Ebenfalls hatte England eine sehr starke Gewerbefreiheit und ein äusserst progressives Unternehmertum. Diese Arbeitstechnischen Faktoren waren ebenfalls stark ausschlaggebend für den Beginn der Industrialisierung.

Erleichterter Zugriff auf Rohstoffe durch die Kolonien
Durch die Kolonien welche das Britische Empire auf der ganzen Welt besass, hatten die Engländer einen grossen Vorrat und kostengünstigen oder sogar kostenfreien Zugriff auf Rohstoffe. Also hauptsächlich Kohle und Baumwolle. Beide Rohstoffe wurden gebraucht um die industrielle Revolution voranzutreiben.

Die eigentliche Industrialisierung in England
Die ersten Fortschritte machten Textilmaschinen, wie zum Beispiel die Spinning Jenny, einer Spinnmaschine welche die Arbeit von vielen einzelnen Personen übernehmen konnte oder von mechanischen Webstühlen, welche auch die Arbeit von vielen Webern und Weberinnen übernehmen konnte. Auch sehr wichtig für die Entwicklung, ist die Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt. Die Dampfmaschine war in der Lage, viel mehr Produkte in kurzer Zeit herzustellen. Auch den Transport trieb sie voran, so wären Zum Beispiel die Dampflokomotive oder das Dampfschiff ohne die Dampfmaschine nicht möglich gewesen in dieser Zeit.
Die Industrialisierung trieb auch den Bergbau massiv voran. Denn für die Dampfmaschinen in Fabriken, Schiffen oder Lokomotiven wurde Kohle benötigt. In Stollen von Bergwerken wurde rund um die Uhr nach Steinkohle gesucht. Die Bergwerke generierten viele Berufe, auch wenn diese unter sehr strengen Umständen ausgeführt werden mussten, durch die mit Dampf und Kohle angetriebenen Maschinen konnte immer tiefer gegraben werden und noch mehr Kohle gegraben werden.
Durch zu dieser Zeit modernen Hochöfen konnte auch nach dem Optimumprinzip günstiger und mehr Eisen hergestellt werden. Es musste keine Holzkohle mehr für die Verwendung benötigt werden, sondern man konnte in diesem Hochofen Braun und Steinkohle schmelzen um Koks und schlussendlich Eisenerz herstellen. Aus dem Eisenerz konnte dann auch Stahl produziert werden.

Auch die Baumwollindustrie begann an 1780 rasant zu boomen. Durch die Kolonien auf der ganzen Welt konnte viel Baumwolle nach England importiert werden, wo es dann durch die fortschrittlichen Maschinen zu Garn verarbeitet wurden. Das Garn wurde dann später zu Kleidern genäht und verkauft.

Die Arbeitsbedingungen zu Zeiten der Industriellen Revolution waren für die meisten Arbeitnehmer oft ziemlich schlecht. Zu dieser Zeit existierten kaum Arbeitsnehmergesetze, sodass die Fabriken ihre Arbeiter sehr ausnutzen konnten. Oft mussten sogar Kinder arbeiten und dies teilweise bis zu 12 Stunden am Tag. Da so viele Arbeiter zur Verfügung standen und kein hohes Bildungsniveau für die Arbeitsausführung notwendig war, waren die Löhne sehr tief.
Im Grossen und Ganzen war die industrielle Revolution jedoch ein sehr wichtiger Prozess und ist entscheidend für die Art und Weise wie die Welt heute läuft, für unseren Lebensstandard und allen modernen Errungenschaften. Sie hat uns auch gezeigt. Natürlich war diese Zeit schlimm für viele Arbeiter, aber es hat uns auch gezeigt, dass wir Arbeitnehmergesetze brauchen. Wir konnten also einige Dinge aus der Industriellen Revolution lernen und können schätzen dass wir heute Leben.