Fernsehgeschichte - Dinner for One

Fach Geschichte

Klasse 1

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 12.10.2018

Schlagwörter

Dinner for One Theaterstück Sketch Silvester

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Fernsehgeschichte des Sketches "Dinner for One" mit den englischen Hauptdarstellern Freddie Frinton und dessen Partnerin May Warden. Es wird auf den Inhalt und die Silvestertradition eingegangen.

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Bei „Dinner for One – der 90. Geburtstag“ handelt es sich um einen Fernsehsketch, welcher im Jahre 1963 vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) produziert wurde. Der Sketch ist ungefähr 18 Minuten lang. Die Hauptrollen spielen die einzigen beiden Darsteller, Freddie Frinton und May Warden. Beide sind englische Theaterschauspieler. Die Regie führte Heinz Dunkhase, unter der Mitarbeit von Hauptdarsteller Freddie Frinton. Der Sketch wurde vom Briten Laurie Wylie geschrieben. Der Sprecher, der die Einleitung vornimmt, ist für das deutsche Fernsehen Heinz Piper.

Handlung

Vor dem Beginn des Sketches erscheint Heinz Piper als Conferencier und führt in die Handlung des Sketches ein. Er erklärt, dass „Miss Sophie“, gespielt von May Warden, ihren 90. Geburtstag mit ihren vier besten Freunden feiert, welche sie jedes Jahr anlässlich ihres Geburtstages einlädt. Die Freunde Sir Toby, Admiral von Schneider, Mr. Pommeroy und Mr. Winterbottom kommen im Sketch jedoch nicht persönlich vor, da Miss Sophie diese längst überlebt hat. Aus diesem Grund, muss Miss Sophies Butler James, gespielt von Freddie Frinton, ihre Rollen übernehmen.

Butler James hat es im Verlauf des Sketches nicht leicht. Er muss seine Arbeit als Butler ausführen und das Mehrgänge Menu sowie die dazugehörigen, alkoholischen Getränke servieren und zugleich in die Rollen der vier geladenen Gäste schlüpfen. Das Menu besteht aus einer Suppe, Schellfisch aus der Nordsee, Hühnchen und Obst. Dazu werden Sherry, Weißwein, Champagner und Portwein serviert. In der Rolle der vier Gäste muss Butler James jeweils einen Toast auf die Gastgeberin Miss Sophie aussprechen und anschließend mit ihr anstoßen und das jeweilige Getränk trinken. Hierbei ahmt Butler James die vier Gäste und deren Eigenarten beim Trinken nach. Im Laufe des Sketches wird er immer Betrunkener, da er insgesamt 16 Gläser mit alkoholischen Getränken zu leeren hat. Aufgrund der großen Alkoholmenge unterlaufen Butler James beim servieren des Essens und der Getränke immer mehr Fehler. So stolpert er beispielsweise regelmäßig über ein auf dem Boden liegendes Tigerfell, welches Schauspieler Freddie Frinton selbst mitgebracht und in den Sketch integriert hat. Außerdem verschüttet Butler James einige Dinge und torkelt immer stärker. Er verliert nach und nach seine würdevolle Haltung als Butler. Nach dem fünfzehnten Glas Alkohol verwechselt er die auf dem Tisch stehende Blumenvase mit dem nächsten Glas und trinkt diese aus. Das wahrscheinlich schlecht schmeckende Blumenwasser quittiert er mit dem Ausspruch „I’ll kill that cat!“.

Running Gags

Das Stolpern über das Tigerfell gehört zu den Running Gags des Sketches Dinner for One. Butler James stolpert im Verlauf des Stücks nahezu jedes Mal und insgesamt elf Mal über das Tigerfell, bzw. dessen Kopf. Einmal gelingt es ihm, „unfallfrei“ daran vorbei zu laufen, dann stolpert er jedoch auf dem Rückweg zum Tisch darüber. Im stark angetrunkenen Zustand springt er einmal bewusst über das Tigerfell hinüber.
Der imaginäre Gast Sir Toby, möchte von jedem alkoholischen Getränk einen „Nachschlag“, sehr zum Leidwesen von Butler James. Dieser kommt der Aufforderung jedoch stets nach, zunächst höflich, wie es sich für einen Butler gehört und später immer sarkastischer.

Der imaginäre Gast Admiral von Schneider hatte die Eigenart beim zuprosten mit dem Wort „Skal!“ die Hacken zusammenzuschlagen, was Butler James nur sehr ungerne imitiert, da er sich hierbei die Knöchel anschlägt. Er fragt deshalb bei jedem Gang höflich nach, ob er es dies wirklich machen müsse. Miss Sophie antwortet jedoch stets gleich, dass er es ihr zuliebe machen solle.
Der vielleicht bekannteste Running Gag des Sketches Dinner for one sind die Redewendungen „The same procedure as last year, Miss Sophie?“, was Butler James vor jedem Gang fragt und die dazugehörige Antwort von Miss Sophie „The same procedure as every year, James“.

Ende des Sketches

Die Gastgeberin Miss Sophie beendet das „gemeinsame“ Abendessen mit Ihren Freunden mit einem Augenaufschlag und den Worten „I think I’ll retire“. Es folgen noch der übliche Sprachliche Running Gag sowie ein uncharmantes „Well, I’ll do my very best“, von Butler James, bevor dieser sich mit Miss Sophie in die oberen Räumlichkeiten ihres Anwesens zurückzieht. Hiermit endet der Sketch und in der Fernsehversion wird ein Abspann gezeigt.

Silvestertradition

Dinner for one läuft in Deutschland und einigen anderen Ländern jedes Jahr an Silvester mehrfach im Fernsehen und hat sich über die Jahre zu einer festen Silvestertradition entwickelt. Der Sketch war ursprünglich jedoch gar nicht als Silvestersketch angedacht, sondern als klassisches Unterhaltungsprogramm. Dinner for one hält den Weltrekord der „weltweit am häufigsten wiederholten Fernsehproduktion“ bereits seit 1988 und steht im Guinessbuch der Rekorde.

Entstehungsgeschichte

Das Skript zu Dinner for One stammt vom Briten Lauri Wylie, welcher dieses bereits in den 1920er Jahren verfasst hat. Die offizielle Uraufführung des Theaterstücks fand im Jahre 1948 im Londoner Theater Duke of Yorks statt. Zu Beginn der 1950er Jahre kaufte Hauptdarsteller Freddie Frinton Laurie Wylie sämtliche Rechte an dem Stück ab. Freddie Frinton wurde mit dem Stück äußerst erfolgreich und ging auf Tour durchs Land. Die weibliche Rolle der Miss Sophie wurde zu dieser Zeit von verschiedenen Partnerinnen gespielt. Der Sketch wurde im Laufe der Jahre immer wieder leicht verändert, so wurde beispielsweise das Tigerfell und der dazugehörige Running Gag erst nachträglich in den Sketch eingebaut.
Die Erstaufführung im deutschen Fernsehen fand am 09. Dezember 1961 in der Livesendung „Lassen Sie sich unterhalten“ statt, von der keine Aufzeichnung existiert. Eine Aufzeichnung erfolgte ungefähr zwei Jahre später. Freddie Frinton gefiel es nicht, in Deutschland aufzutreten, da er aufgrund des zweiten Weltkrieges, keine gute Meinung von Deutschland hatte. Er weigerte sich daher auch, seinen Sketch Dinner for One auf Deutsch aufzuführen.

Mittlerweile gibt synchronisierte und auch nachträglich kolorierte Fassungen des Originals mit Freddie Frinton und May Warden. Bei den Zuschauern ist jedoch die ursprüngliche schwarz-weiss Version beliebter, sodass hauptsächlich diese Version an Silvester ausgestrahlt wird.