Erdbebengefahr am San Andreas Graben

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 22.08.2018

Schlagwörter

San Andreas Graben

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem San Andreas Graben von Mexiko bis in die USA. Es wird der Verlauf sowie die Eigenschaften und die Verschiebung der Kontinentalplatten sowie die Erdbebengefahr erklärt.

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Bei dem „San Andreas Graben“, handelt es sich um eine Blattverschiebung, an der die pazifische Kontinentalplatte an der nordamerikanischen Kontinentalplatte vorbeigeht. Er erstreckt sich von Mexiko bis nach San Francisco im US – Bundesstaat Kaliforniern und ist somit ungefähr 1300 Kilometer lang. Kalifornien wird durch den San Andreas Graben in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte ist San Francisco, welches auf der nordamerikanischen Platte liegt und die andere Hälfte ist die Stadt Los Angeles, die auf der pazifischen Platte liegt.

Eigenschaften des San Andreas Grabens

Die vermutlich größte Besonderheit des San Andreas Grabens ist, dass er sich auf der Landoberfläche befindet und nicht, wie die anderen Plattengrenzen im Meer liegt. Der Name „San Andreas Graben“ stammt vom „San Andreas Lake“, einem See, der sich südlich von San Francisco befindet. Der San Andreas Graben kann sowohl abgelaufen, als auch befahren werden. An unübersichtlichen Stellen, ist er mit besonderen Kennzeichen markiert, damit keine Unfälle passieren. Ein schnelles befahren ist allerdings aufgrund des sehr unebenen Verlaufs meistens sowieso nicht möglich. Im Frühjahr 1906 entstand eine Bruchstelle, welche deutlich erkennbar war und noch am gleichen Tag, ereignete sich in San Francisco ein sehr starkes Erdbeben, mit der Stärke 7,8 auf der Richter Skala. Das Erdbeben am 18. April 1906 versuchsachte schwere Schäden in ganz San Francisco und forderte auch viele Tote und Verletzte.

Die Verschiebung der Kontinentalplatten

Wenn Kontinentalplatten aneinander grenzen, unterliegen sie einer fortwährenden Bewegung, welche die Verschiebung der Erdkruste, relativ zueinander, herbei führt. Die Distanz der nordamerikanischen Kontinentalplatte und der pazifischen Kontinentalplatte wird immer geringer. Die beiden Kontinentalplatten verschieben pro Jahr um ungefähr sechs Zentimeter, wobei sich die pazifische Kontinentalplatte in Richtung Norden bewegt und die nordamerikanische Kontinentalplatte in Richtung Süden.

Allerdings ist dies eine ungenaue Angabe, da die Verschiebung nicht auf der kompletten Länge gleich ist. Einige Areale des San Andreas Grabens bewegen sich fast immer, während andere Areale kaum einer Bewegung unterliegen. An dieser Stelle finden dann meistens ruckartige Bewegungen statt, wenn sich die Kontinentalplatten verhakt oder gelöst haben. Bei einem solchen Ruck, können die Kontinentalplatten sich auch mehrere Meter weit verschieben, was zu Erdbeben führt. Bei dem Erdbeben von San Francisco im Jahre 1906 gab es Verschiebungen der Kontinentalplatten von fast sechs Metern und auch noch größere Verschiebungen gab es bereits.

Bei Fort Tejon Erdbeben, welches sich im Jahre 1857 ereignete, verschoben sich Kontinentalplatten plötzlich, um bis zu neun Meter. Dies sind die größten, bisher bekannten Verschiebungen. Die Plattenbewegung am San Andreas Graben finden schon seit über 30 Millionen Jahren statt. Seit damals hat sich beispielsweise die Reyes Halbinsel um fast 450 Kilometer von Süden her zu ihrem aktuellen Standort verschoben. Die beiden Pinnacles entstanden dort vor ca. 23 Millionen Jahren und wurden inzwischen um 313 Kilometer entlang des San Andreas Grabens verschoben.

Durch derart weite Verschiebungen wird deutlich, wie viel Dynamik in der Bewegung der Kontinentalplatten am San Andreas Graben liegt, auch wenn die Verschiebungen in extrem langen Zeiträumen von mehreren Millionen Jahren erfolgt sind. Auch heute ist noch viel Dynamik innerhalb dieses Systems, welche immer wieder zu Erdbeben in der Nähe des San Andreas Grabens führen wird. Erst gegen Ende der 1960er Jahre wurde von Wissenschaftlern entdeckt, dass der San Andreas Graben die Grenze der sich bewegenden nordamerikanischen Kontinentalplatte und der pazifischen Kontinentalplatte ist. Aus diesem Grund ist klar, dass es dort immer wieder Erdbeben geben wird.

Es stellt sich nicht die Frage, nach dem „ob“, sondern die Frage nach dem „wann“. Für die in der Nähe des San Andreas Grabens lebenden Menschen, ist ein Frühwarnsystem für die Erkennung von drohenden Erdbeben von enormer Bedeutung. Je mehr Zeit sie zur Vorbereitung haben, desto weniger menschliche und tierische Opfer sind zu befürchten. Auch die Sachschäden können unter Umständen minimiert werden. Da die Kenntnis von drohenden Erdbeben so wichtig ist, gibt es zahlreiche Teams von Wissenschaftlern, die in der Nähe des San Andreas Grabens in regelmäßigen Abständen Untersuchungen durchführen. Diese sollen die Einschätzung von zukünftigen Erdbeben ermitteln. Seit dem Jahre 1984 finden diese Untersuchungen, durch die US – amerikanische Bundesbehörde „United States Geological Survey“ regelmäßig statt. Insbesondere in der unmittelbaren Nähe des San Andreas Grabens, zum Beispiel in der Stadt Parkfield, wird intensiv geforscht. Wenn Erdbeben möglichst früh und zuverlässig voraus gesagt werden können, kann dies viele Menschenleben retten.

Der Verlauf des San Andreas Grabens

Der San Andreas Graben besteht aus wissenschaftlicher Sicht aus drei Teilen. Der erste Abschnitt ist das südliche Segment, welches vom zentralen Segment und dem nördlichen Segment gefolgt wird. Das südliche Segment des San Andreas Grabens beginnt in der Nähe des Saltonsees und erstreckt sich entlang der Mojavewüste und von hier aus nach Norden bzw. letztlich nach Nordwesten. Er trifft anschließend auf die San Bernadino und San Gabriel Berge. Das zentrale Segment des San Andreas Grabens geht von Parkfield bis Hollister und das nördliche Segment von Hollister bis Mendocino. Am Kap Mendocino treffen sich die drei Kontinentalplatten.

Bedeutung des San Andreas Grabens für den Tourismus

Der San Andreas Graben ist weltweit bekannt und berühmt. Dies liegt unter anderem daran, dass an diesem Ort, zahlreiche Filme und Dokumentationen gedreht worden sind. Nicht zuletzt deshalb, ist der San Andreas Graben ein beliebtes Ziel bei den Touristen. Aufgrund des welligen und interessanten Verlaufs ist er auch ein begehrtes Fotomotiv. Viele Extremwander laufen den San Andreas Graben entlang. Auch für Naturbegeisterte ist der Ort interessant.