Die Herkunft des Speiseeis

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 28.03.2018

Schlagwörter

Speiseeis Eis Italien Frankreich USA Eisdiele Eiscafé

Zusammenfassung

Dieses Referat erklärt die Herkunft und Geschichte des Speiseeises der Neuzeit. Es wird auf die Herstellverfahren sowie die verschiedenen Variationen und Sorten eingegangen. Ausserdem werden die zeitlichen Meilensteine und wichtigsten Patente genannt.

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Speiseeis ist eine Süssigkeit, bzw. eine Süssspeise, welche in der Regel hauptsächlich aus Milch und Sahne oder Wasser besteht. Weitere wichtige Zutaten für Speiseeis sind Zucker, Geschmacks- und Aromageber, wie beispielsweise Vanille oder Kakao sowie Püree aus Früchten.

Schon in der Antike gab es Menschen, die gerne Eis gegessen haben. Sie verrührten beispielsweise Schnee mit Honig und Obst. Dies hat jedoch mit dem klassischen Speiseeis der Neuzeit nicht viel gemeinsam, daher wird das „antike“ Eis an dieser Stelle nicht weiter betrachtet.

Im Jahre 1686 eröffnete Franco Pocopio di Cultelli das erste Cafés, welches auch Eis verkaufte in Paris. Einige Jahre später, etwa um 1700 entdeckten auch andere Cafés, dass Verkaufspotential von Speiseeis. Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde das Eis in Frankreich auch immer häufiger auf der Strasse verkauft. Wenig später wurde in Italien das erste „reine“ Eiscafé eröffnet, weitere folgten und der Siegeszug des Speiseeis begann. Die erste Eisdiele in Deutschland eröffnete im Jahre 1799 in Hamburg. Speiseeis wurde im Laufe der Jahre immer beliebter und spielte auch in der Öffentlichkeit und insbesondere in der Politik der USA eine recht große Rolle. Hervorzuheben ist hierbei George Washington, welcher eine Eismaschine für seinen Privathaushalt erworben hat. Er nutzte diese auch zum Servieren von Speiseeis bei wichtigen Empfängen. Weitere Präsidenten taten es ihm gleich.

Einige Jahre später, 1843, erfand Nancy Johnson eine mit einer Handkurbel betriebene Eismaschine, welche die Produktion sehr erleichterte. Bei diesem Gerät handelte es sich um die erste patentierte Eismaschine, welche sich bereits nach kurzer Zeit großer Beliebtheit erfreute.

Am 15.06.1851 eröffnete in Pennsylvania die erste Eisfabrik. In den Anfängen der industriellen Eisproduktion, kämpfte man mit verschiedenen Kühlmethoden, da die Kältemaschine zur der Zeit noch nicht erfunden war. Carl von Linder erfand diese im Jahre 1876 und brachte so die stetige Verfügbarkeit von Kälte und verhalf so der Speiseeisproduktion zum großen Durchbruch in der Massenproduktion.

Die heute beliebteste Eisverpackung ist das Waffelhörnchen. Eine Eiswaffel anderer Art wurde schon 1888 von Agnes Marshall erfunden. Das klassische Waffelhörnchen stammt von Ende des 19. Jahrhunderts, zur der Zeit noch von Hand gerollt. Die erste Maschine, welche Waffelhörnchen herstellen konnte, wurde im Jahre 1902 in Manchester patentiert.
Das Eis in der Waffel wurde von italienischen Immigranten nach Deutschland gebracht. Neben dem Speiseeis in Kugelform, welches in Waffeln und Bechern verkauft wurde, wurde auch das Eis am Stiel entwickelt. Dies liess sich im Jahre 1923 der Amerikaner Frank Epperson patentieren. Der Siegeszug des Speiseeis ging um die ganze Welt, im folgenden wird die Entwicklung in Deutschland betrachtet.

In den 1920er Jahren eröffneten in Deutschland zahlreiche italienische Eisdielen. Die Industrie zog Mitte der 30er Jahre mit den Firmen Langnese und Schöller nach. Ebenfalls Mitte der 1930er Jahre wurde das Softeis von Tom Carvel erfunden.

Die Herstellung von Speiseeis gestaltet sich recht einfach. Zunächst werden die Zutaten miteinander vermengt. Anschliessend wird die Rohmasse unter ständigem Rühren und Abkratzen von der Metallwand gefroren. Hierdurch kommen winzige Luftbläschen in die Rohmasse und machen diese cremig. Bei modernen Eismaschinen läuft der gesamte Prozess automatisch ab. Dieses Verfahren ist auch jenes, welches in der industriellen Produktion angewendet wird. Jedoch werden dem Eis hier häufig noch Bindemittel, Aroma- sowie Farbstoffe hinzugefügt.

Heutzutage gibt es zahlreiche Eissorten und Variationen. Um diese Herzustellen, werden den Grundzutaten weitere Zutaten, wie zum Beispiel frisches Obst hinzugefügt. Einige Beispiele für Variationen sind:
Cremeeis (nicht zu verwechseln mit Eiscreme): dieses Eis muss mindestens 50% Milch enthalten.
Eiscreme ist meistens industriell hergestellt und besteht aus mindestens 10% Milchfett.
Fruchteis muss mindestens 20% Früchte enthalten, bei Fruchteis aus Zitrusfrüchten, liegt der Mindestfruchtanteil bei 10%.
Fruchteiscreme hat mindestens 8% Milchfett und wird, wie die Eiscreme meistens industriell hergestellt.
Sahneeis ist aufgrund des hohen Sahneanteils von mindestens 18% besonders cremig und sahnig. Häufig wird dieses Eis für Eisbomben und Eistorten verwendet.

Weitere Variationen von Eis sind zum Beispiel: Softeis, Halbgefrorenes und Sorbet.
Softeis ist keine eigenständige Speiseeissorte nach der Speiseeisverordnung, sondern eine Zubereitungsmethode, bei der Eismasse aufgeschäumt und gleichzeitig gefroren wird.

Besonders bei Kindern beliebt ist Wassereis, welches oft an Schulkiosken in Stangen oder Becherform verkauft wird. Es besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker und Farb- und Aromastoffen.

Da die Anzahl der Eisverkäufer, Eisdielen und somit auch die Konkurrenz immer größer wurde, mussten sich die Eisverkäufer etwas einfallen lassen. Daher entwickelten sie nach und nach raffinierte Eiskreationen. Hierbei handelte es sich in der Regel um gut zueinander passende Geschmacksrichtungen, welche zum Beispiel in eleganten Eisbechern serviert wurden. Zur Verzierung wurden häufig Waffeln, Nuss- oder Mandelsplitter sowie frisches Obst verwendet und Sossen verwendet. In der jüngeren Vergangenheit kamen Schokostreusel, bunte Zuckerstreusel, Schokolinsen, Pralinen usw. als Deko mit in den Eisbecher. Die bekanntesten und beliebtesten Eisspezialitäten sind: das Bananasplit, die Birne Helene, das klassische Spaghetti – Eis, Fürst Pückler, Tartufo sowie die Eisbombe. Drei dieser Eisvariationen, werden im folgenden zur Veranschaulichung erklärt:

Beim Bananasplit handelt es sich um zwei Bananenhälften, in denen verschiedene Eissorten liegen. Verziert wird das Eis mit Sahne und Schokoladensosse.

Die Birne Helene ist eine pochierte Birne auf Vanielleeis übergossen mit Schokoladensosse.

Der Hauptbestandteil des Spaghetti – Eis ist Vanilleeis auf Sahne. Die Besonderheit hierbei ist, dass das Vanilleeis nicht die klassische Kugelform hat, sondern in „Spaghettiform“ gepresst wird. Als Verzierung wird Erdbeersosse benutzt, welche die Tomatensosse darstellen soll, sowie weisse Schokoraspeln, welche den Parmesan darstellen.