Die Geschichte der Chinesischen Mauer

Fach Geschichte

Klasse 11

Autor Simplexi

Veröffentlicht am 05.10.2018

Schlagwörter

Die chinesische Mauer

Zusammenfassung

Dieses Referat erzählt die Geschichte des wohl bekanntesten Bauwerks Chinas: die Chinesische Mauer. Es wird erklärt, was der Grund für den Bau der Mauer war und wie sie sich über die vielen Jahrhunderte entwickelt hatte.

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Die chinesische Mauer ist ein sehr berühmtes Bauwerk, von dem jeder schon mal etwas gehört hat. Damals wurde sogar behauptet, die chinesische Mauer sei das einzige menschliche Bauwerk, welches man vom Universum aus sehen kann. (Diese Aussage erwies sich dann aber als falsch).

Im Folgenden wird die Geschichte der chinesischen Mauer erzählt.

Die chinesische Mauer wurde im Norden Chinas errichtet und diente einst zur Verteidigung der Nordgrenze des Reiches. Heute ist es ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen. Die Touristen sehen meistens nur die neu gemachten Mauerabschnitte nördlich von Peking.
Schon im 3. Jahrtausend vor Christus wurde in der heutigen Provinz Shandong eine große Wallanlage errichtet, die viele Hundert Meter lang und sechs Meter hoch war.
Die ersten Arbeiten für die chinesische Mauer begannen im 5. Jahrhundert v. Chr. Es war zu der Zeit, als das Königshaus der Zhou herrschte.
Im 11. Jahrhundert v. Chr. wurden Bewohner der Grenzen im Norden und Westen immer wieder von fremden Barbaren attackiert.
Die Vorläufer der Mauer stellten auch keine große technische Meisterleistung dar, da noch kein Gesamtkonzept dahintersteckte.
Die verschiedenen Territorialstaaten bekriegten sich gegenseitig und versuchten, sich mit einfachen Grenzwällen aus Lehm und Stroh voneinander zu schützen. Die Gefahr aus dem Norden war immer präsent. Deswegen wurde der bauliche Zustand und das Militär der großen Mauer sehr bedeutend für die Existenz der chinesischen Herrscher. Der Ausbau der Mauer forderte aber sehr viele Tote.

Die ersten richtigen Arbeiten an der chinesischen Mauer fallen etwa in die Zeit nach dem Tod des Philosophen Konfuzius. Die Herrscher wollten in dieser Zeit dem inneren Zerfall wenigstens mit einer Abwehr nach außen entgegenwirken. Das konnte aber den Zerfall des Zhou-Reiches nicht aufhalten. Aus dem Reich enstanden eine Vielzahl von Teilstaaten.
Diese Teilstaaten streiteten auch oft miteinander. Aus der mehr als zwei Jahrhunderte dauernden Zeit, in denen die Reiche miteinander Krieg führten, ging der chinesische Teilstaat Qin als Sieger hervor. Der erste Kaiser von China war Qin Shinhuangdi.
Zur nördlichen Grenzsicherung unter der Macht Qin Shihuangdi wurden die Teilstücke der Mauer zu einer großen Mauer als Verteidigungswall zusammengefügt. Dafür wurden viele Arbeiter dienstverpflichtet. Das Ergebnis war eine riesige Mauer vom heutigen Korea entlang der Nordgrenze Chinas bis zur heutigen Mongolei am Gelben Fluss.
China blieb auch nach der Vereinigung unter einem Herrscher weiterhin unsicher. Die Bedrohung aus dem Norden war weiterhin vorhanden. Dieser Druck wurde in den folgenden vier Jahrhunderten immer stärker. Es hatten sich Nomandenstämme im Norden zu einer Allianz zusammengeschlossen, die nach Süden vordrangen. Als die chinesische Ausbreitung durch diese rückgängig gemacht wurde, und der Nordverlauf der Mauer aufgegeben werden musste, wurde die chinesische Mauer zunächst zu einem wichtigen Platz des Handels.
Erst gegen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. nahmen die Chinesen den Kampf wieder auf und konnten das Gebiet zurückerobern. Als die chinesische Armee dieses Gebiet wieder einnehmen konnte, wurde dieses auch wieder mit einem Grenzwall gesichert. Die chinesische Mauer wurde zu einem über tausend Kilometer langen Verteidigungswall. Erstmals hatte sie auch eine wirtschaftliche Bedeutung, da sie bei der Absicherung der wichtigen Handelsstraße half, die wichtig für den Austausch von Waren, Wissen, Ideen und Religionen war.

Unter der Macht der Sui-Dynastie wurde nach mehreren Jahrhunderten ein Einheitsstaat wiederhergestellt. Die Kaiser nahmen Großprojekte in Angriff, darunter auch die Verlängerung der ohnehin schon großen Mauer um mehrere hundert Kilometer Richtung Westen. Danach folgte die Tang-Dynastie. Unter deren Kaisern blühte das Reich Chinas wirtschaftlich und kulturell auf. Im 10. Jahrhundert zerfiel es aber wieder.

Im Jahr 1280 geriet China unter die Fremdherrschaft der Mongolen, die schon davor den nördlichen Teil des Landes erobert hatten. Unter Dschingis Khan hatten sie ein Reich gegründet, das mit seinen Heeren nicht nur Asien in Angst und Schrecken versetzte. Sie drangen nämlich auch bis nach Europa vor.

Was die Millionen von Touristen heute von der Mauer sehen, ist das Ergebnis der letzten Bauphase zwischen 1368 und 1644. Während dieser Zeit herrschte die Ming-Dynastie. Unter den herrschenden Kaisern wurde die Mauer umfassend ausgebaut. Stärker, höher, technisch anspruchsvoller und ausschließlich aus Stein und Ziegeln. Die Ming-Kaiser haben die Herrschaft der Mongolen zwar beendet, aber die Völker nördlich der Grenze blieben trotzdem kriegerisch gegenüber den Chinesen. Im Abstand von mehreren hundert Metern wurden etwa zwölf Meter hohe Wachtürme errichtet.Insgesamt waren es etwa 25000 Türme. Trotz der neuen Mauer wurde China weiterhin angegriffen und die Ming-Kaiser gingen unter. Nach der Öffnung der Tore der Mauer durch einem chinesischen Brigadegeneral, regierten die Mandschuren. Diese gründeten die letzte Dynastie Chinas, nämlich die Qing.

Die chinesische Mauer hatte damit als eigentlich nicht wirklich erfolgreiches militärisches Bauwerk ausgedient, da die Grenzen des chinesischen Kaiserreichs längst jenseits der alten Verteidugungslinien lagen.
Die Mauer wurde danach teilweise zweckentfremndet, etwa für den Bau anderer Projekte. Wahrscheinlich wird sie heute noch an abgelegenen Stellen unbemerkt als Steinbruch genutzt. Sie steht seit einigen Jahren offiziell unter Denkmalschutz.
Erst zu der Zeit der Republik Chinas am Anfang des 20. Jahrhunderts begann die Faszination für die chinesische Mauer. Zum Nationalsymbol wurde sie erst in den späten 70er Jahren.

Im Jahr 2009 wurde die Mauer umfassend neu vermessen, was zu einer Überraschung führte, da sie größer ist, als angenommen wurde.
Die offizielle Länge der Mauer ist 8851,8 Kilometer, und damit fast 2,5 Tausend Kilometer länger als vermutet. Einigermaßen erhalten sind aber nur noch 513 Kilometer. Pflege und Wiederaufbau der chinesischen Mauer gehen weiter, da sie enorme Touristenmassen nach China lockt und damit einen erheblichen Wirtschatfsfaktor darstellt.