Die Familie im Wandel

Fach Geschichte

Klasse 11

Autor Simplexi

Veröffentlicht am 16.03.2018

Schlagwörter

Ständegesellschaft Familie Geschichte Industrialisierung

Zusammenfassung

Dieses Referat zeigt die Grundzüge der Familie und die Aufgaben der einzelnen Familienmitglieder in der Ständegesellschaft. Anschließend wird kurz aufgezeigt, wie sich die Situation während der industriellen Revolution geändert hat.

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Das Leben in der Ständegesellschaft lief deutlich anders ab, als wir es heute kennen. Die Zusammenstellung der Familie und die Aufgabe der einzelnen Mitglieder werden im Folgenden näher erläutert

Die Familie und das Haus

Der Kern des sogenannten „ganzen Hauses“ bildete Hausfrau und Hausmann. Mann und Frau hatten getrennte Aufgabenbereiche, dennoch waren sie aufeinander bezogen und ergänzten sich gegenseitig. Das „ganze Haus“ bestand nicht nur aus Eltern und deren Kinder. Auch Großeltern, unversorgte Verwandte und unverheiratete Geschwister waren Teil des Haushalts. Teilweise gehörten auch Knechte, Lehrlinge und Mägde dazu. Wer damals keinem Haushalt angehörte, war ungeschützt, denn innerhalb des Wohnbereichs galt ein Friedensschutz. Der Hausherr sorgte für das Wohl aller Mitglieder des ganzen Hauses, indem er sie mit lebensnotwendigen Dingen versorgte.

Männer vs. Frauen

Im Haushalt hatte jeder seinen festen Platz. Der Hausherr hatte eine Schlüsselgewalt. Das heißt, er entschied, wer in die Hausgemeinschaft aufgenommen wurde. Außerdem achtete er auf die Einhaltung der kirchlichen und weltlichen Gebote und sorgte für finanzielle Mittel.

Ehemann und Ehefrau hatten eigentlich dieselben Pflichten was Treue, Liebe und gegenseitigen Respekt betraf. Dennoch standen die Frauen oftmals durch das Recht, welches Männer und Frauen ungleich behandelte, unter den Männern.
Ehemann und Ehefrau brachten das zusammen, was für die Gründung eines Haushalts nötig war. Ihre Existenz musste meist durch lebenslange Arbeit der Eheleute gesichert werden. Wenige Haushalte konnten es sich leisten, dass sich die Frau allein um die Kindererziehung und den Haushalt kümmerte. Auch sie mussten auf dem Hof, im Handwerksbetrieb oder sogar in Manufakturen, arbeiten. Die wichtigste Aufgabe der Frau war es, männliche Kinder zu bekommen, die in die Fußstapfen ihres Vaters treten konnten. Schwangerschaft, Geburt und Erziehung waren zentrale Aspekte für das Leben der Frau.

Kinder

Es war damals üblich, dass fast jede Familie mindestens ein Kind, oft sogar mehrere, durch die damalige hohe Kindersterblichkeit verlor. Für die Überlebenden Kinder blieb nicht viel von ihrer Kindheit übrig, da sie schon sehr früh arbeiten mussten. Jungen wurden oft schon ab dem siebten Lebensjahr als Lehrling in Handwerksbetrieb, als Knecht zu einem Bauern oder als Knappe in die Familie eines befreundeten Adligen gegeben. Die Mädchen hingegen blieben länger im Haus, mussten aber bereits in jüngeren Jahren im Haushalt helfen, zum Beispiel beim Wäsche waschen. Erschreckend ist der Fakt, dass die Mädchen teilweise schon mit zehn Jahren die Haushaltsführung übernahmen, falls die Mutter schon früher verstorben war.

Das Familienbild nach der industriellen Revolution

Mit dem Wandel der Zeit wurde Arbeit immer mehr mit Haushalt getrennt. Mit der modernen Kernfamilie, die nur noch aus Eltern und Kindern (höchstens Großeltern) bestand, entstand Privatsphäre. Ereignisse wie Taufen, Hochzeiten oder Begräbnisse fanden nur noch im engen Freundes- und Familienkreis statt. Der Familienkreis wurde von jeglichen Gemeinschaften getrennt und das Privatleben entstand. Die Familie wurde zu einem Rückzugsraum und Beziehungen waren durch Liebe gekennzeichnet. Harmonische häusliche Ordnung waren ein Ausgleich zu der harten Zeit.
Der Mann wurde nun zum hauptsächlichen „Geldverdiener“ und die Frau konzentrierte sich allein auf Familie und Haushalt. Töchter wurden in ihrer Ausbildung fast ausschließlich auf die Rolle als spätere Ehefrau vorbereitet, indem sie lernten wie sie ihrem zukünftigen Mann am besten unterstützen können.
Es gab verschiedene Familienarten, je nach sozialem Stand der Eltern.
Die bürgerlichen Familien galten als Ideal, in denen sich die Frau auf Kinder und Haushalt konzentriert, und der Mann finanziell absichert, wie schon im vorherigen Teil erläutert.
Im Gegensatz dazu gab es auch die ärmeren Arbeiterfamilien. Für diese sah die Realität ganz anders aus, denn sie waren auf den Verdienst der Frau angewiesen.