Die Azteken

Fach Geschichte

Klasse 10

Autor Simplexi

Veröffentlicht am 05.11.2018

Schlagwörter

Azteken Amerika altes Amerika

Zusammenfassung

Dieses Referat erklärt, woher die Azteken stammen, wo sie gelebt haben und wie ihre Städte aussahen. Außerdem wird ihre Lebensweise beschrieben, zum Beispiel welche Kleidung sie getragen haben.

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Die Azteken

Der Entdecker Christoph Kolumbus, der auf der Suche nach einem neuen Weg von Europa nach Indien war, landete zufällig in Mittelamerika. Dieses Ereignis änderte einiges, da die Europäer in Folge dessen große Teile des Kontinents eroberten und deren Kultur, Staatsform und Religion durchsetzten. Diese Epoche gilt als die Zeit des „alten Amerika“. Die Völker, die zu jener Zeit am herausragendsten waren, waren die Mayas und Azteken.
Von Letzteren handelt das folgende Referat.

Woher kommen die Azteken?
Die Vorfahren der Azteken waren Normaden, die im 13. Jahrhundert in das Hochtal von Mexiko einwanderten. Ihren eigenen Überlieferungen zufolge, waren sie auf Befehl ihres Stammesgottes „Huitzilopochtli“ zu einer langen Wanderung aufgebrochen. Bei ihrer Ankunft in Mexiko stießen die Azteken dann auf die Spuren der früheren Siedler. Sie entdeckten die Ruinen von alten Städten. Sie waren so sehr von diesen begeistert, dass sie glaubten, die Götter selbst hätten dort gelebt. Nach dem Vorbild dieser gefundenen Städte wollten auch die Azteken eine große Kultur errichten.
Da dieses Gebiet schon dicht besiedelt war, ließen sich die Azteken auf einer Insel im Texcocosee nieder. Dort errichteten sie um 1325 n. Chr. ihre Hauptstadt Tenochtitlán. Im Jahr 1428 begründeten sie dort zusammen mit den Städten Texcoco und Tlacopán einen Dreibund.

Die ganze Gesellschaft der Azteken war auf die Eroberung neuer Gebiete ausgerichtet. Durch Erfolge im Kampf, vor allem durch die Gefangennahme von Feinden, gewann man an Ansehen und stieg in höhere Ränge auf. So konnte selbst ein einfacher Bauer bis zum Provinzherrscher aufsteigen. Durch Eroberungskriege gelang es den Azteken, ihr Reich in nicht einmal 100 Jahren von der pazifischen Küste bis zum Golf von Mexiko und im Süden bis an die Grenze des heutigen Guatemala auszudehnen. Es gab jedoch keine festen Grenzen und es wurden kaum Festungen gebaut. Mit der Ankunft der Spanier und der Zerstörung Tenochtitláns im Jahr 1521 fand die Herrschaft der Azteken ein jähes Ende.

Wie sahen die Städte der Aztekten aus?
Tenochtitlán, die Hauptstadt der Azteken, war die wohl größte und außergewöhnlichste Stadt im alten Amerika. Als die Spanier dort ankamen, waren sie sehr beeindruckt von dieser Stadt. Die Stadt war umgeben von grünen Hügeln und lag auf einer Insel des Texcocosees. Die Azteken hatten sich zwar eigentlich aus Mangel an anderen Möglichkeiten hier angesiedelt, doch die besondere Lage bot auch Vorteile. Die Insel war nämlich besonders gut zu verteidigen und die Menschen konnten ihre Waren mit Hilfe von Kanus schnell und einfach über den See transportieren.                                             Außerdem errichteten die Azteken Dämme zwischen der Insel und dem Ufer. Aufgrund dessen konnten Handelswaren unterworfener Völker in die Stadt gelangen. So entwickelte sich Tenochtitlán schon bald zu einem wichtigen Handelszentrum. Als der Ort immer größer wurde und es vor allem an Platz für Gärten und Felder fehlte, behalfen sich die Menschen mit einer Idee, denn sie gewannen durch die Errichtung von „schwimmenden Gärten“ neue Landflächen auf dem See. Im Lauf der Zeit entstand so rund um die Insel eine Stadt, die von Kanälen durchzogen war. Das Zentrum bildete ein heiliger Bezirk mit Tempelpyramiden für die verschiedenen Götter, der mit Mauern umgeben war. An diesen schlossen sich die Palastanlagen des Herrschers an, die Häuser der Adligen und Händler sowie Schulen und Verwaltungsgebäude.                                                                                                           Im nördlichen Stadtteil Tlatelolco befand sich ein großer Markt. Und am Stadtrand lebten die Bauern und Handwerker auf den schwimmenden Gärten.

Wie lebten die Azteken?
Die Menschen dort leben in erster Linie vom Ackerbau und von der Jagd. Auch der Fischfang hatte eine große Bedeutung. Die Menschen legten auch Vorräte an und trieben Handel mit den Überschüssen, die sie hatten. So wurde es möglich, dass nicht mehr jeder in der Landwirtschaft arbeiten musste und sich einzelne Menschen auch anderen Tätigkeiten widmen konnten. Manche Orte hatten auch besondere Bodenschätze wie Gold, Silber, Edelsteine, Salz oder Obsidian, die man verarbeiten und mit denen man handeln konnte.                                                                                         Im Laufe der Zeit entstanden so die Berufe der Händler, Handwerker, Künstler, Heiler, Krieger und Beamten. Sie waren aber alle abhängig von den Erträgen und Vorräten der Bauern. So bildete die Landwirtschaft den Ursprung und die Grundlage der Kultur. Nutztiere wurden im Vergleich zu anderen Teilen der Welt eher weniger gehalten. Die Azteken hielten aber Truthähne. Hunde waren beliebte Haustiere, allerdings dienten sie auch oftmals als Nahrungsmittel. Die Feder der Papageien waren zu dieser Zeit auch sehr beliebt, weshalb man Papageien züchtete und jagte. Die Jagdwaffen bei den Azteken waren Pfeil und Bogen.

Wie kleideten sich die Azteken?
Natürlich ist es auch interessant, wie sich die Menschen kleideten. In den meisten Haushalten wurde gewebt und die Menschen stellten ihre Kleidung selbst her. Die Kleidung der ärmeren Leute bestand aus den Fasern von Agaven, die der Reichen aus Baumwolle. Das am weitesten verbreitete Kleidungsstück im alten Amerika war der Lendenschurz. Die Männer der Azteken trugen außerdem Umhänge, die um den Hals geknotet wurden. Typische Kleidungsstücke der Frauen waren ein Kleid oder das „huipil“, was eine Art Bluse ist. Angehörige der Oberschicht trugen in verschiedenen Farben gewebte und mit vielfältigen Mustern verzierte Textilien.
Die Kleidung ergänzte man durch Schmuck. Anhänger für Ketten wurden aus Holz, Knochen, Muscheln, Jade und anderen Steinen gefertigt. Auch Gold, Silber und Kupfer waren beliebte Materialien. In Mittelamerika waren neben Ohrringen und Ohrpflöcken auch Pflöcke, die man durch die Lippen steckte, sehr beliebt und ein Zeichen der Herrscherwürde. Tättowierungen und Bemalungen waren weit verbreitet. Bei den Azteken galt eine Frau als besonders hübsch, wenn sie ihre Zähne schwarz färbte. In allen Kulturen galten auch hochgewachsene oder besonders flache Schädel als schön. Man umwickelte sogar die Köpfe kleiner Kinder mit Tüchern und presste sie zwischen Bretter, damit sie in dieser Weise wuchsen.