Die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung

Fach Geschichte

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 24.10.2018

Schlagwörter

Civil Rights Movement

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Civil Rights Movement, also der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Es wird deren gewaltloser Widerstand erklärt und die Erfolge der Bürgerrechtsbewegung genannt.

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Bei der Bürgerrechtsbewegung handelt es sich um eine soziale Bewegung in den Vereinigten Staaten von Amerika, welche sich für die Gleichberechtigung der Afroamerikaner einsetzt. Insbesondere Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre, war diese Bürgerrechtsbewegung sehr aktiv und erfolgreich. Ihr Hauptziel war die Durchsetzung der Bürgerrechte für Afroamerikaner, welche zu dieser Zeit durch die Rassentrennung stets der Diskriminierungen der weißen Bevölkerung ausgesetzt waren. Es gelang der Bürgerrechtsbewegung im Laufe der Zeit die Gleichberechtigung und die Gleichstellung der Afroamerikaner in das Verfassungsrecht eintragen zu lassen und durchzusetzten.

Die Bürgerrechtsbewegung erlangte insbesondere durch besonders engagierte Mitglieder, wie Martin Luther King Berühmtheit und somit viele Anhänger. Dies lag unter anderem daran, dass Martin Luther King ein Freund des gewaltlosen Widerstandes war und diesen predigte. Er erlangte auf diese Art weltweite Bekanntheit. Im Jahre 1964 bekam Martin Luther King für seine Tätigkeit in der Bürgerrechtsbewegung den Friedensnobelpreis verliehen.

Geschichte

Die Bürgerrechtsbewegung setzt sich schon seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts für die Rechte der Afroamerikaner in Amerika ein. Sie streben deren Gleichberechtigung sowie die Überwindung des Rassismus in der Bevölkerung der Vereinigten Staaten von Amerika an. Die Sklaverei wurde in den Vereinigten Staaten von Amerika bereits im Jahre 1865, nach dem Ende des Amerikanischen Bürgerkrieges, abgeschafft. Dennoch gab es viele Vorbehalte der weißen Bevölkerung, welche die Afroamerikaner, insbesondere in den Südstaaten, weiter unterdrückten.
Ein berühmtes Beispiel für den gewaltlosen Widerstand gegen die Unterdrückung der Afroamerikaner ist der Bus Boykott von Montgomery Mitte der 1950er Jahre. Die Afroamerikanerin Rosa Parks weigerte sich in einem Linienbus, ihren Sitzplatz für einen weißen Fahrgast freizugeben. Sie wurde daraufhin von der Polizei verhaftet. Infolge dieses Ereignisses boykottierte die Afroamerikanische Bevölkerung der Stadt Montgomery über ein Jahr das dort ansässige Busunternehmen.

Little Rock Central High School

Im Jahre 1957 versperrte eine wütende Menge weißer Menschen in Little Rock im US Bundesstaat Arkansas, neun farbigen Schülern den Zutritt zur Little Rock Central High School. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde diese Schule ausschließlich von weißen Schülerinnen und Schülern besucht.
Der Gouverneur von Arkansas verhielt sich in dieser Angelegenheit sehr verunsichert und zurückhaltend. Er weigerte sich, den afroamerikanischen Schülern den Zutritt zur Schule zu verschaffen und sogar sie zu schützen. Dies lag in erster Linie vermutlich daran, dass er Angst vor der wütenden weißen Bevölkerung hatte, die sich in großer Zahl vor und auf dem Schulgelände versammelt hatte aber auch an einer eigenen persönlichen Einstellung zu dieser Thematik.

Von den Ereignissen vor der Schule gab es zahlreiche Radioberichte und Fernsehberichte, teilweise gab es sogar eine Live Berichterstattung. Aus diesem Grund musste der US Präsident Eisenhower die Nationalgarde von Arkansas dem Befehl des Gouverneurs entziehen. Diese sollte nun die neun farbigen Schüler schützen und diesen Zugang zur Schule verschaffen. Dies gelang zwar, führte jedoch zunächst zu zahlreichen weiteren Protesten der weißen Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern.

Strategie der Bürgerrechtsbewegung

Die Bürgerrechtsbewegung leistete gewaltlosen Widerstand und protestierte stets friedlich gegen das System. Die Zahl der Proteste wurde im Laufe der Zeit immer höher und auch die Zahl der Anhänger stieg stetig. Dieses Vorgehen war durchaus strategisch, denn die Bürgerrechtsbewegung erzielte auf diese Art und Weise eine immer größere Aufmerksamkeit. Sie konnten hierdurch beispielsweise die Aufhebung der institutionellen Segregationspolitik in den Südstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika durchsetzen.

Martin Luther King und seine immer größer werdende Zahl von Anhängern orientierten sich beispielsweise auch an den Methoden und Strategien von Mahatma Gandhi, in dessen gewaltlosen Kampf für die Unabhängigkeit Indiens. Auch die Studentenbewegung in den 1960er Jahren begann mit friedlichem und gewaltlosem Widerstand. Sie nutzten beispielsweise Sit Ins in Restaurants, welche Weißen vorbehalten waren. Sie setzen durch ihr Engagement eine Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen um.

Seit dem Jahr 1961 fangen die Freiheitsfahrten über die Grenzen von US Bundesstaaten statt. Diese hatten Staaten zum Ziel, in denen die Rassentrennung zwar offiziell aufgehoben war aber nicht umgesetzt wurde. Durch diese Aktionen wollten die Teilnehmer Aufmerksamkeit gewinnen und der Bevölkerung zeigen, dass die Bedingungen nicht akzeptabel sind.

Aufhebung der Rassentrennung in Birmingham

Die Bürgerrechtsbewegung zeigte die Gewalt der weißen Rassisten eindrucksvoll auf. Sie selbst handelten jedoch nach wie vor friedlich und gewaltlos. In den Medien stellten sie, getreu Martin Luther King, die Gewalt als wirkungslos und den falschen Weg dar. Durch die Eskalation der weißen Gewalt, wuchs auch der Druck auf die Täter. Die Krise zwang die Politiker zu handeln und die bestehenden Probleme zu lösen. Die Bürgerrechtsbewegung setzte im Jahre 1963 auch in Birmingham die Aufhebung der Rassentrennung durch.

Präsident John Fitzgerald Kennedy, dessen Wahl zum US Präsidenten im Jahre 1960 auch durch die Stimmen der schwarzen Wähler entschieden worden ist, hatte versprochen, dass es ein Bürgerrechtsgesetz zu Gunsten der Afroamerikaner geben würde. Dieser Gesetzesentwurf wurde im August 1963 auf der Demonstration „Marsch auf Washington für Arbeit und Freiheit“ von mehr als einer halben Million Menschen unterstützt und gefeiert. An diesem Marsch nahmen sowohl Schwarze, als auch weiße Bürger teil. Der Marsch erlangte weltweite Berühmtheit, auch durch die Rede von Martin Luther King, der mit „Ich habe einen Traum“ die Menschen weltweit berührte. Der Marsch war der Höhepunkt der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung, die mit ihrem gewaltlosen Widerstand ihre Ziele erreichen konnte.