Die 5 Säulen des Islams und deren Bedeutung

Fach Geschichte

Klasse 7

Autor schnuckelwolke72

Veröffentlicht am 22.08.2018

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Die 5 Säulen des Islams

Zusammenfassung

Das Referat gibt einen kurzen Einblick in die Entstehung des Islams und geht dann näher auf die 5 Säulen die als Grundlage dienen. Diese 5 Säulen sind 5 Lebensregeln an die sich jeder gläubige Muslim halten muss.

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Die fünf Säulen des Islams

Der Islam

Den Islam gibt es seit ca. 1400 Jahren und mittlerweile ist er nach dem Christentum die zweitgrößte Weltreligion.
Das Wort Islam heißt übersetzt: „Hingabe an Gott“ und das Wort Muslime heißt: „Die sich Gott unterwerfen“.
Die Anhänger des Islams glauben, dass Moses, Abraham und Jesus Propheten waren, die von Allah geschickt wurden um den Glauben kund zu tun.
Für sie ist Mohammed der letzte und wohl wichtigste Prophet Gottes.

Der Prophet Mohammed

Ursprünglich war Mohammed ein angesehener Kaufmann, der in Mekka lebte. Eines Tages behauptete er jedoch, dass ihm ein Engel erschienen sei. Dieser Engel habe ihm gesagt, dass er ein Prophet sei, der von Allah als Bote geschickt wurde.
In seiner Überzeugung Allahs Wort zu verkünden, forderte er von seinen Mitbürgern das sie nur noch an Allah, als den einzigen Gott, glauben sollen.
Bis dahin glaubten die Bürger an viele Geister und Götzen, das ging sogar soweit, dass einige Familien ihren eigenen Hausgott hatten.
12 Jahre predigte Mohammed in seinem Heimatort Mekka vergebens, niemand wollte das was er sagt hören. Deshalb verließ er seine Heimat und macht sich zu Fuß auf den Weg.
Nach Tagen kam er an die Oase Jathrib zwei der dort lebenden Stämme hatten sich so verfeindet, dass es für beide keinen sichtbaren Ausweg gab.
Mohammed gelang es den Streit zu schlichten und am Ende wurde aus den beiden Stämmen eine Gemeinschaft, die seinen Erzählungen glaubten und ihn als Propheten anerkannten.

Die Lehre des Islams

22 Jahre lang empfing Mohammed Nachrichten von Allah, deren Inhalt weit in das Leben der Gläubigen eingriff. Fast der komplette Alltag wurde geregelt und Mohammed hatte selbst noch Antworten auf die Frage, wie die Hände nach einer Mahlzeit zu waschen waren.
Die meisten Einwohner der Oase Jathrib wurden muslimisch und ihr Anführer wurde Mohamed. Die Oase wurde umbenannt in Medina – Stadt des Propheten.

Schließlich überfiel er mit 10 000 Männern seine Heimatstadt Mekka. Dort stand im Innenhof der Moschee ein würfelförmiges Gebäude die Kaaba. Dort verehrten die Einwohner Mekkas ursprünglich ihre Götter und Götzen. Mohammed ließ alle Götzenbilder entfernen und weihte die Kaaba für Allah.
Gegenüber den Einwohnern von Mekka zeigte er sich gnädig, viele von ihnen schlossen sich Mohammed an und traten dem Islam bei.

Als der Prophet Mohammed starb blieb seine Lehre trotzdem erhalten. Denn viele seiner Anhänger hatten seine Berichte über das Wort Gottes auf Knochenstücken, Lederresten und Pergament notiert. Diese Notizen wurden in einem Buch zusammengefasst, so entstand der Koran.

Der Koran

Dem Islam liegen zwei Schriftstücke zu Grunde: der Koran und die Hadithe.
Der Koran ist das wichtigste Schriftstück, er beinhaltet die Reden Gottes zu dem Propheten Mohammed.
Das zweite Schriftstück nennt sich die Hadithe, in ihr wurden ältere Sitten, Normen und Werte, des Propheten Mohammed festgehalten. Ursprünglich sollte sein Verhalten als Vorbild dienen, aber im Laufe der Jahre bekamen seine Verhaltensweisen immer mehr einen religiösen Charakter.
Aus beiden Büchern wurden Regeln und Gesetze abgeleitet und in einem weiteren Buch zusammengefasst. Dieses Gesetzbuch heißt Sharia.
Die Gesetze der Sharia betreffen nicht nur den Glauben, sondern sie regeln auch das Verhalten der Muslime im Alltag.

Die 5 Säulen des Islams

Der Islam basiert auf 5 Lebensaufgaben, die auch die 5 Säulen genannt werden:
Der Islam basiert auf 5

  1. Glaubensbekenntnis
  2. Rituelles Gebet
  3. Almosensteuer
  4. Fasten
  5. Pilgerfahrt

Diese 5 Säulen soll Mohammed benannt haben, so steht es jedenfalls in Hadith.
Der Islam besagt, dass nur der, der diese 5 Lebensaufgaben erfüllt, wirklich die islamische Religion lebt.

Es gibt sehr präzise Beschreibungen wie die einzelnen Lebensaufgaben zu erfüllen sind:

Glaubensbekenntnis
Wörtlich übersetzt würde : „Das Bekenntnis der Gläubigkeit“ heißen.
„La illah illa Allah wa Muhammad rasul Allah“
Das bedeutet: „Es gibt keinen Gott außer Allah und Mohammed ist sein Prophet.“

Dieses Glaubensbekenntnis:

Muss auf Arabisch gesprochen werden
muss nach einer Geburt dem Säugling als erstes ins Ohr geflüstert werden
Muss der Sterbende als letztes hauchen
Muss dreimal am Tag gebetet werden
Muss vom Minaret gerufen werden

Wer in die Glaubensgemeinschaft des Islams aufgenommen werden möchte, muss das Glaubensbekenntnis vor mindestens zwei Gläubigen laut aussprechen.

Mit dem gesprochenen Glaubensbekenntnis werden automatisch drei weitere unausgesprochene Glaubenssätze akzeptiert:

  1. Der Glaube an den Koran als das Wort Allahs
  2. Der Glaube das die Engel die Boten Allahs sind
  3. Der Glaube an das jüngste Gericht für alle Menschen.

Das rituelle Gebet

Ursprünglich hatte Mohammed die Botschaft von Allah erhalten das die Gläubigen am Tag 50 Gebete sprechen sollten. Mohammed ist es nach mehreren Gesprächen mit Allah gelungen die Gebete auf 5 am Tag zu reduzieren.

Es gibt 5 Tageszeiten, an denen die Gläubigen beten sollen:

  1. Morgens - bei Sonnenaufgang
  2. Mittags - wenn die Sonne am höchsten steht
  3. Nachmittags – wenn die Schatten größer als die Gegenstände sind
  4. Abends – wenn die Sonne untergeht
  5. Zur Nacht – ca. 2 Stunden vor dem Schlafengehen.

Bevor der Gläubige anfängt zu Beten muss er:
Seine Hände waschen
Seinen Mund ausspülen
Das Innere seiner Nase waschen
Das Gesicht waschen
Seine Unterarme waschen
Mit der Hand über seine Haare streichen
Die Ohren auswischen
Seine Füße bis zu den Knöcheln waschen.

Das Fasten
Das Fasten im Monat Ramadan ist für gläubige Muslime Pflicht.
Ausgenommen sind Kranke, Alte, Schwangere und Unzurechnungsfähige.

Es darf nicht getrunken, gegessen und geraucht werden vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang.
Die Gläubigen sollen sich in Disziplin und Selbstbeherrschung üben.
Das Fasten soll ihre Seele und ihren Körper reinigen.
Am Ende des Ramadans wird dann das sogenannte Fastenbrechen gefeiert.

Die Pilgerreise

Für jeden erwachsenen Gläubigen ist es Pflicht einmal im Leben eine Pilgerreise zu unternehmen.
Befreit von dieser Pflicht sind Gläubige dann, wenn sie kein Reittier besitzen oder die Wege zum Pilgerort sehr unsicher sind.
Es gibt die große Pilgerreise nach Mekka oder die kleine Pilgerreise nach Kaaba.
Für beide Reisen gibt es feste Rituale und Regeln.