Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg – Ost-West Konflikt

Fach Geschichte

Klasse 11

Autor Simplexi

Veröffentlicht am 24.06.2018

Schlagwörter

Ost West Konflikt Zweiter Weltkrieg Deutschland

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die Situation nach dem Zweiten Weltkrieg in Hinblick auf die Blockbildung zwischen USA und Sowjetunion, und den Ost-West Konflikt. Es wird auf den Kalten Krieg und den Koreakrieg eingegangen.

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Nach der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa erschien es fraglich, ob auf deutschem Boden eine stabile Demokratie mit einer pluralistischen Gesellschaft entstehen könnte.
Auf den militärischen, politischen und moralischen Zusammenbruch Deutschlands folgten für die Besiegten Jahre der Fremdherrschaft.
Die Siegermächte

  • USA
  • Großbritannien
  • Frankreich
  • Sowjetunion

übernahmen die Regierungsgewalt in Deutschland.
Sie teilten das Land in Besatzungszonen auf, in denen jede Macht ihre eigene Militärregierung einsetzte.
Berlin, die ehemalige Hauptstadt des Deutschen Reiches, wurde in vier Sektoren geteilt und lag wie eine Insel in der Sowjetischen Besatzungszone.


Über die politischen Grundsätze der zukünftigen Behandlung Deutschlands bestand zwischen den Aliierten Einigkeit

  • Entwaffnung und Entmilitarisierung
  • Demontage kriegswichtiger Industrieanlagen
  • politsche Säuberung der deutschen Gesellschatf (Entnazifizierung)
  • Demokratisierung des politischen Lebens
  • Wiederaufbau der lokalen Selbstverwaltung nach demokratischen Grundsätzen
  • Dezentralisierung der staatlichen Ordnung und Wirtschaft
    Zusammenfassend werden auch immer wieder die 5 D’s genannt, nämlich die Demilitarisierung, die Demontage, die Denazifizierung, die Demokratisierung und die Dezentralisierung.
    Allerdings verbanden die Westmächte und die Sowjetunion mit den gefundenen Kompromissen unterschiedliche Inhalte.

Die USA, Großbritannien und Frankreich strebten an, in ihren Besatzungszonen eine Demokratie von unten aufzubauen.
Die Sowjetunion hingegen wollte sich die Option zur Einflussnahme auf ganz Deutschland offenhalten, weil sie umfangreiche Reparationen für ihr zerstörtes Land benötigte.


Die unvereinbarten weltanschaulichen und machtpolitischen Gegensätze zwischen Ost und West wurden nicht nur in Bezug auf das besetzte Deutschland rasch deutlich.

Der sowjetische Diktator Josef Stalin sicherte seine Macht auch in den eroberten Ländern, indem er ihnen das sowjetische Gesellschaftssystem aufzwang und sie zu unfreien Satellitenstaaten degradierte.

Der Systemgegensatz mündete schnell in einen Wettkampf um die weltpolitische Vorrangstellung in einen Kalten Krieg.
Nirgendwo sonst trafen die Sowjetunion und die Westmächte so unmittelbar aufeinander wie in dem zwischen ihnen aufgeteilten Deutschland.


Am 12. März 1947 erklärte US-Präsident Truman die Strategie der Eindämmung des Kommunismus und der Sowjetunion zum Grundsatz der US-Außenpolitik.

Sein Ziel war es, die noch nicht unter sowjetischer Herrschaft geratenen Regionen in Europa wirtschaftlich, politisch und militärisch zu stabilisieren und sie auf diese Weise gegen die Sowjetunion zu stärken.
Ein wirtschaftliches Wideraufbauprogramm der USA sah vor, den Wideraufbau der demokratischen Länder Westeuropas voranzutreiben.

Der “Marshall-Plan”, nach dem US-Außenminister George C. Marshall benannt, war ein Hilfsprogramm, das auf vier Jahre begrenzt war und zugleich an die Forderung nach zwischenstaatlicher Zusammenarbeit der Empfängerländer geknüpft war.

Stalin zwang die osteuropäischen Staaten zum Verzicht auf die Marshall-Plan-Hilfe und legte offen seine Theorie von der Teilung der Welt in zwei feindliche Lager dar.
Erneut verbreitete sich die Angst vor dem Ausbruch eines erneuten Krieges in Europa.

Im Sommer 1948 beschloss Stalin, die Landverbindungen zwischen Berlin und den Westzonen zu sperren.
Diese Blockade scheiterte aber, da die Westmächte Berlin über die Luftbrücke versorgten.

Jedoch beschleunigte dieses Ereignis die Blockbildung:
USA, Großbritannien und Westdeutsche verstanden sich jetzt als Verbündete

Am 4. April 1949 wurde die NATO (North Atlantic Treaty Organization) gegründet.
Ein Angriff auf ein Land galt als Angriff auf alle Vertragspartner.

Die Bundesregierung besaß nach dem westalliierten Besatzungsstatut nur eine beschränkte Handlungsfreiheit. Der Bundestag durfte kein Gesetz ohne die ausdrückliche Zustimmung der drei Hohen Kommissare verabschieden, die als zivile Vertreter der drei Westmächte die Bundes- und Länderregierung kontrollierten.

In der Außenpolitik und im Außenhandel war die Bundesregierung völlig den Westalliierten abhängig. Die Wiedererlangung der staatlichen Souveränität war daher eines der Hauptziele vom Bundeskanzler Adenauer.
Das bedeutete, alle besatzungsrechtlichen Beschränkungen schrittweise und im Einvernehmen mit den Hohen Kommissaren abzubauen, die Bundesrepublik vom Objekt der Politik der Westmächte zu ihrem gleichberechtigten Partner zu machen, indem er die Bundesrepublik eindeutig und unverbrüchlich an die westliche Welt band

Der Korea-Krieg

Am 25. Juni 1950 fielen Truppen des kommunistischen Nordkorea in Südkorea ein, um das Land wiederzuvereinigen.
Stalin und das kommunistische China leisteten Hilfe. Unter dem amerikanischen Oberbefehl schlugen UN-Truppen die nordkoreanischen Streitkräfte zurück, doch erst nach dem Tod Stalins wurde im Juli 1953 die Grenze zwsichen Nordkorea und Südkorea wiederhergestellt.

Die weltpolitische Bedeutung des Korea-Krieges lag darin, dass die amerikanische Öffentlichkeit nun die zuvor strikt abgelehnte Aufrüstung ihres Landes und einen dauernden militärischen Verbleib in Europa akzeptierte. Jetzt erst wurde die NATO zu einer wirksamen Militärallianz unter amerikanischen Oberbefehl ausgebaut.

Unter dem Eindruck des Korea-Krieges wurde die Wiederbewaffnung Detschlands zum Thema. Die USA machten ihre weitere Präsenz in Europa von der Bereitschaft der Europäer abhängig, selbst verstärkte Rüstungsanstrengungen zu unternehmen und die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik zu akzeptieren.
Alle Militärexperten stimmten darin überein, dass Westeuropa ohne einen deutschen Verteidigungsbeitrag weder finanziell noch personell ausreichend gestärkt werden konnte.
Die Aufrüstungspläne waren damals nicht populär, weder in der Bundesrepublik noch in Frankreich, das ein Wiedererstarken Deutschlands und eine Revanchepolitik fürchtete.