Der Sturm auf die Bastille

Fach Geschichte

Klasse 9

Autor Ninchen01

Veröffentlicht am 12.06.2018

Schlagwörter

Sturm auf die Bastille Geschichte Ludwig XVI Französiche Revolution

Zusammenfassung

Der Sturm auf die Bastille ist heutzutage eines der bedeutendsten Ereignisse in der Geschichte der französischen Revolution. Doch wie es dazu kam, als was das Gebäude diente und wie der Sturm auf die Bastille letztendlich ablief erzählt das folgende Referat.

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

Der Sturm auf die Bastille ereignete sich am 14.Juli.1789 in Paris und gehört damit zu der ersten Phase der französischen Revolution.

Es handelte sich um einen Sturm auf die Pariser Bastille, welcher noch heute thematisiert wird, da er als der eigentliche Beginn der Französichen Revolution angesehen werden kann.

Die Bastille war eine kleine Festung, welche um 14.Jahrhundert unter Karl V errichtet wurde.

Die Burg diente bereits als wichtige Befestigungsanlage, als englische Truppen während des Hundertjährigen Krieges durch Frankreich zogen.

Als König Ludwig XIII an die Macht kam, diente die Bastille als Ort, um politische Gefangene unterzubringen. Dafür verfügte sie über achtzig Kerker (zum Teil auch unterirdisch).

Das Gebäude allgemein hatte acht Zinnentürme, welche allesamt eine eigene Bezeichnung zugewiesen bekamen (der Eckturm, der Kapellenturm, der Schatzturm,der Grafschaftsturm,der Brunnenturm, der Freiheitsturm, der Bertaudire Turm und der Basiniereturm). Die Bastille war rundherum mit einem Wassergraben umgeben, allein durch eine Zugbrücke an der Südseite, konnte man den Eingang erreichen.

Wie bzw. Wo die Gefangenen in der Bastille untergebracht wurden, richtete sich allein nach deren finanziellen Möglichkeiten, sowie deren Status.

Der König gewährte den Häftlingen eine sogenannte Pension, welche die Wächter nutzen konnten um Besorgungen zu tätigen.

In der Bastille herrschte somit ein Ablauf, wie in einem komerziellen Unternehmen, denn wenn den Häftlingen die finanziellen Mittel ausgingen, wurden sie in die tieferen Zellen versetzt.

In den Kellern herrschten unmenschliche Verhältnisse, sodass eine Haft in der Bastille als sehr gefürchtet galt. Den Häftlingen blieb dann nämlich keine Möglichkeit mehr, sich an die Öffentlichkeit zu wenden.

Am 14.Juli.1789 kam es allerdings gar nicht zu der endgültigen Stürmung der Bastille, da zu der Zeit nur noch sieben Inhaftierte in dem Gefängnis einsaßen und somit der Komandat der aufgebrachten Menge die Festung kampflos übergab.

Natürlich war das Volk nicht ohne Grund so aufgebracht, dass sie die Bastille stürmen wollten.

Alles begann am 9.Juli.1789, als die Nationalversammlung sich an eine neue Verfassung begab. Die “einfachen Franzosen” zweifelten daran, dass alles mit rechten Dingen zugehen würde. Nach wie vor herrschte eine große wirtschaftliche Not in dem Land (vorallem in der Hauptstadt Paris), sodass viele Bewohner Frankreichs an Hunger leiden mussten und keine Arbeit hatten.

Des weiteren bestand der Verdacht, dass der zu der Zeit herrschende König Ludwig XVI heimlich Soldaten für sich arbeiten lassen würde, um seine Macht zu erhalten.

Am 11.Juli.1789 eskalierte die Lage in Frankreich. Ein bei dem Volk sehr beliebter Finanzminister (Jaques Necker) wurde entlassen und der König ließ in Versailles seine Streitkräfte zusammenziehen, was von dem Volk als eine Drohung gegen die Nationalversammlung verstanden wurde.

Das sowieso schon aufgebrachte Volk traf dann noch auf einige Unruhestifter wie Camille Desmoulins, sodass die Wut ab dem 13.Juli in Gewalt überging. Es kam zu einigen Auseinandersetzungen mit der königlichen Kavallerie.

Die Bastille, die in mitten von Paris lag, galt als ein Symbol für die Herrschaft von Ludwig XVI. In der Bastille befanden sich große Mengen an Munition, die die wütenden Menschen für sich gewinnen wollten.

Kommandant de Launay wollte dies nicht mit ansehen und erteilte aufgrund dessen den Befehl in die Menschenmenge zu feuern. Dieser Entschluss forderte letztendlich neunzig Tote.

Die Menschen des Aufstandes, ließen sich allerdings nicht so schnell unterkriegen, sondern beschafften sich Kanonen. Mit der Zeit schlugen sich sogar einige französiche Soldaten auf ihre Seite. So kam es dazu, dass wie bereits anfänglich erwähnt, die Wachmannschaft es für besser empfand sich zu ergeben und somit die Aufständischen die Bastille stürmen konnten und die wenigen Gefängnisinsassen (Urkundenfälscher, Geisteskranke) befreit werden konnten.

Kommandant de Launay, dem zuvor eigentlich freies Geleit zugesagt wurde, wurde aufgrund seines Schießbefehles von der aufgebrachten Menge auf dem Weg zum Rathaus gegangen genommen, getötet und anschließend von einem Metzger geköpft. Das gleiche Schicksal traf ebenfalls einen seiner Soldaten, sowie einen Adeligen, welcher zugunsten der Kommandanten in das Geschehen eingriff.

Die Köpfe der Getöteten wurden unter Jubel der Menge auf Mistgabeln gespießt und durch die Straßen von Paris getragen.

Eine unmittelbare Folge des Sturmes auf die Bastille, war das Aufstellen einer Nationalgarde unter dem Kommando von General de La Fayette. Diese war der Nationalversammlung treu ergeben.

Der Pariser Gouverneur, der dem König unterstand wurde abgesetzt und gegen einen aus mehreren Personen bestehenden Nationalrat ersetzt.

Bereits zwei Tage nach dem Sturm auf die Bastille, war das Ende des Gebäudes abzusehen. Am 16.Juli.1789, wurde der Abriss der Festung des Gebäudes angeordnet, da es als Sybol des alten Regimes angesehen wurde. Im Oktober 1790 war der Bauunternehmer Pierre-François Palloy schließlich mit den Abrissarbeiten fertig, es blieb lediglich eine kleine Mauer die nur fünzig Zentimeter hoch war zurück, die später allerdings auch restlos beseitigt wurde.

Aus den Steinen der Festung ließ Bauunternehmer Palloy detaillierte Modelle der Festung anfertigen, die nachfolgend als Trophäen in den 83 neuen Departement-Hauptstädten verwendet wurden.

Aus den Eisenschlössern und Ketten der Festung wurden außerdem etwa 60.000 Medaillen hergestellt die Freiheitsmotive trugen.

Nach der Hinrichtung des Königs Ludwig XVI, veranstaltete Paloy jedes Jahr als Gedenken an dieses im Gedächtnis bleibende Ereignis ein Schweinkopfsessen.

Abschließend ist festzuhalten, dass obwohl der Sturm auf die Bastille letztendlich nur zur Befreiung weniger Häftlinge führte, er als bedeutendes Symbol für den ersten Sieg über die willkürliche Herrschaft des Königs angesehen wird. Der 14.Juli ist somit ein bis heute eingehaltener französischer Nationalfeiertag.