Der Kampf der Systeme

Fach Fach

Klasse 12

Autor Peter155

Veröffentlicht am 03.01.2019

Schlagwörter

Kalter Krieg Demokratie gegen Einparteienherrschaft

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Thema des Kalten Krieges. Es wird kompakt vermittelt, wie es zu diesem Weltkonflikt kam und was die genauen Hintergründe sind. Von Stalin bis Reagan und Gorbatschow, von der Kuba Krise bis zur Stationierung der Pershings in Westeuropa und schließlich der Perestroika. Der kalte Krieg war eine Zeit der Schreckensherrschaften aber auch der Stabilität nach Innen und Außen, eine Zeit voller Widersprüche und Parabeln, eine der Höhepunkte der modernen Geschichte.

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Der sogenannte Kalte Krieg, (kalt deswegen, weil es nie zu einem symmetrischen Aufeinandertreffen der beiden Militärblöcke (Nato und Warschauer Pakt) gekommen ist. Sondern der Konflikt in Stellvertreter- und Spionagekriegen sowie technologischen Wettläufen ausgefochten wurde), begann genauer genommen schon im Zweiten Weltkrieg. Als es klar wurde, dass das Dritte Reich den Konflikt militärisch nicht mehr für sich entscheiden konnte, begannen sich auf der Konferenz von Moskau 1943, von Teheran (im selben Jahr), von Jalta und dann endgültig auf der Konferenz von Potsdam, Gräben zwischen den Alliierten (Westmächte und Sowjetunion) aufzutun. Es wurde immer deutlicher, dass die durch den gemeinsamen Feind Adolf Hitler indirekt geschmiedete Koalition keine nachhaltige gemeinsame Substanz hatte, sondern allein vom Antifaschismus zusammengehalten wurde, mit dessen Fall dann die Grundlage für den Konsens endgültig zerstört war und die gravierenden Unterschiede der beiden Systeme (liberale Marktwirtschaft und totalitäre Planwirtschaft) immer mehr zutage getreten sind. Der Dialog zwischen den beiden Kontrahenten (und das muss man sagen) klappte aber in vielen Bereichen nach Stalins Ableben, viel besser als heute. Nach dem Hitler Deutschland am 8. bzw. am 9. Mai 1945, vertreten durch den Wehrmachts Obersten Marschall Keitel, kapituliert hatte, wurde es in eine sowjetische Zone (SBZ) und eine westliche eingeteilt. Deutschland und vor allem das ebenfalls geteilte Berlin spielten ab da eine zentrale Rolle im Weltkonflikt. Es war nämlich diese europäische Metropole in der sich die US Army und die Rote Armee unmittelbar gegenüberstanden und der Krieg hätte hier seinen Anfang genommen, wäre es denn zu einem gekommen. Der Kalte Krieg lässt sich in mehrere Phasen einteilen. In „frostige“ Zeiten, wo die Beziehungen und der Dialog zwischen den beiden Parteien sehr unterkühlt war, und in eineTauwetter-Periode, wo die Zeichen eher auf Entspannung standen und gemeinsame Projekte umgesetzt wurden, wie in der Breschnew aber auch der Carter Ära. Nach den anfänglichen Schocks und Krisen, wie dem Sputnik Schock, der mit dem Start des ersten Satelliten der Weltgeschichte einherging und die Sowjetunion endgültig auf Augenhöhe mit dem Westen brachte, und der Berlin bzw. Kuba Krise, bei der sowjetische atomar bestückte Mittelstreckenraketen, auf der Karibik Insel stationiert wurden, kam es in der Sowjetunion immer mehr zu liberalisierungs und entstalinisierungs Wellen die den Kalten Krieg etwas entschärften und ihm die Aura der Apokalypse fast schon nahmen. Eine friedliche Koexistenz der beiden Supermächte (USA und UdSSR) erschien nun möglich und nicht mehr als eine Fantasterei von naiven Politträumern. Das änderte sich aber wieder mit dem Antritt des 40.US Präsidenten Ronald Reagen. Es stellte sich aber auch während des Kalten Krieges heraus, das dem Kommunismus, der vom Vatikan zum Erzfeind des katholischen Glaubens ernannt wurde, die nötige Tiefe für eine länger währende Glaubenslehre fehlte und das die Forderung nach Weltrevolution nur ein leerer Traum von Marx und Lenin war. Das anfängliche Pathos der Oktoberrevolution verwandelte sich immer mehr in Rufe nach Brot und Freiheit in den von staatlicher Gängelung und Mangelwirtschaft geplagten RGW Staaten. Der Warschauer Frühling, bei dem sich die Regierung Dubček vom Ostblock lösen wollte, aber auch schon die Aufstände in Ostberlin (1953) und Ungarn (1956) führten zu der Breschnew Doktrin die, dem Kommunismus ein hässliches und unmenschliches Gesicht gab und mit der er sich nur selbst verunglimpfte. Eine Doktrin die den Einsatz von Waffen gegen die eigene Bevölkerung (der Staaten des Warschauer Pakts) rechtfertigte. Aber auch der Westen zeigte sich in dem Vietnam Krieg von seiner diabolischen Seite. Die US Army warf eine unbeschreiblich große Zahl an Napalm Bomben über Vietnam ab und zerstörte so die Lebensgrundlage der Bevölkerung in vielen Teilen des Landes für immer. Man darf, aber in diesem Zusammenhang die Gräueltaten des vietnamesischen Kommunismus nicht klein reden, die mindesten genauso schwerwiegend waren. Trotzdem trug der Vietnam in diesem Konflikt den Sieg davon und fügte den USA eine empfindliche Niederlage zu die aber das Kräfteverhältnis im Kalten Krieg nicht wirklich veränderte. Mit dem bereits erwähnten Antritt des amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan begann aber eine neue Eiszeit im Kalten Krieg, die in der Stationierung von Pershing Raketen in der BRD mündete und die Welt schon wieder an den Rand eines Atomkrieges brachte. Dabei war der Plan Reagans die Sowjetunion mit einer Ankurbelung des Wettrüstens wirtschaftlich zu erschöpfen aufgegangen und auch die Tatsache, dass 1985, der Friedensnobelpreisträger und einer der hervorragendsten Politiker der Neuzeit, Michail Gorbatschow Generalsekretär der KPdSU wurde, half der UdSSR nicht aus der schweren gesellschaftlichen, politischen und eben auch wirtschaftlichen Depression heraus. Michail Gorbatschows Verdienst im Kampf für Menschlichkeit und universelle Werte wie persönliche Freiheit und Selbstbestimmung sowie Transparenz und Meinungsfreiheit machten die Welt zu einem besseren Ort, machten sie aber unsicherer und auch viel instabiler als zu Hochzeiten des Kalten Krieges, als das Gleichgewicht des Schreckens aus diesem Planeten einen berechenbaren Mechanismus hatte, der aber jederzeit explodieren konnte. Die politischen Schlagworte Gorbatschows, Glasnost und Perestroika, Transparenz und Umbau veränderten die Sowjetunion und die Weltkarte nachhaltig. Es entstanden neue Staaten und die daraus entstandene Russische Föderation stand vor beinah unüberwindbaren Problemen, wie Korruption und ausufernde Kriminalität. Nichts desto trotz gab Michail Gorbatschow dem größten Land der Erde seine Seele zurück und einen inneren Frieden, den es seit 73 Jahren nicht mehr kannte. Sein Verdienst kann von keinem Menschen in ausreichender Weise gewürdigt werden und wird in die Geschichte als eine der größten politischen Leistungen überhaupt eingehen, nämlich das friedliche und unblutige Beenden eines der schlimmsten Konflikte der Menschheitsgeschichte und das Ausschalten einer Ideologie die nicht nur menschenverachtend und totalitaristisch, sondern auch sinnlos und leer im Inneren und timonisch im Äußeren war. Das Ende des Kalten Krieges wird aber auch durch eine Zeit der Unordnung und des kulturellen Verfalls bestimmt, der mit einer fortschreitenden Globalisierung aber auch Amerikanisierung der Welt einherging und von Links wie Rechts scharf kritisiert wurde. Heute mit dem neuen russischen Imperialismus, stellt sich die Welt wieder die Frage, ob es denn nicht eine Rückkehr des Kalten Krieges gibt und die Geister von einst uns nicht aufs neue heimsuchen. Doch diese aktuellen Spannungen mit Russland, sind nach den Worten von Egon Bahrs keines falls ein neuer Kalter Krieg, der ein Krieg der Systeme war. Heute ist es viel mehr ein Aufflammen der alten Europäischen Hegemonialkriege wie im 18. und 19. Jahrhundert. Von einem Kampf der Systeme kann keine Rede mehr sein, da die Marktwirtschaft und die Demokratie fast überall auf der Welt die bestimmenden politischen Ordnungen sind. Die Welt im Kalten Krieg war überschaubarer und paradoxerweise ruhiger als heute, eine Rückkehr dahin zurück wird es aber wohl nicht geben, da eine NATO-Mitgliedschaft Russland heute völlig natürlich und unverhohlen von seiten der Führung des Bündnisses angeboten wird. Man muss aber auch sagen, dass das Russland von heute zwar viel wohlhabender und freier ist aber immer noch nicht die Stabilität erreicht hat, die es zu Zeiten der Zaren aber auch der Sowjetunion hatte.