Der Arabische Frühling

Fach Geschichte

Klasse 9

Autor joflo

Veröffentlicht am 25.10.2018

Schlagwörter

Der Arabische Frühling

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die gesamte Reihe an Protesten und Revolutionen in den betroffenen Staaten im Nahen Osten und Nordafrika, welche im Gesamten auch als der Arabische Frühling bezeichnet werden.

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                            Einführung in die Thematik

Als «Arabischer Frühling» wird eine Reihe von Protesten in Nordafrika sowie im Nahen Osten bezeichnet. Der Zeitraum des Arabischen Frühlings wird ab Ende des Jahres 2010 gemessen. Der Arabische Frühling hatte immense Ausmaße im Maghreb, dem gesamten arabischen Raum, Europa und ein Stück weit für die ganze Welt. Der Arabische Frühling ist eines der grössten kulturhistorischen Ereignisse im noch so jungen einundzwanzigsten Jahrhundert.                        Die Betroffenen Staaten sind nach Alphabet sortiert: Ägypten, Algerien, Bahrain, Irak, Jemen, Jordanien, Kuwait, Libyen, Marokko, Mauretanien, Oman, die palästinensischen Gebiete, Saudi-Arabien, Sudan, Syrien und Tunesien. Betroffene nicht-arabische Staaten waren China, Dschibuti, Iran, Israel, Malawi und Spanien. Die Auswirkungen dieser Revolution ist auch heute in beinahe allen Ländern noch stark zu spüren und wird es vermutlich auch noch für sehr lange Zeit zu spüren sein. Im Allgemeinen haben die Revolutionen zwar viel verändert doch einige Länder gerieten vom Regen in die Traufe.                                                                                                                       Der Krieg in Syrien und die damit verbundenen Flüchtlingsströme nach Europa sind nur ein Teil davon, doch zu dem später mehr. Klar ist, dass der Einfluss riesig ist und diese Ereignisse vermutlich auch noch in hundert Jahren in unseren Geschichtsbüchern stehen und in unseren Schulen gelernt werden. Das Beispiel des Arabischen Frühlings zeigt beispielhaft sehr gut, wie nur Kleines sehr Grosses bewirken kann, vor allem dann, wenn das Fass kurz vor dem Überlaufen ist. Es ist wichtig, dass die Menschheit diese Proteste sachlich und neutral studiert, und versucht Lehren für die Zukunft daraus zu ziehen. Das dies in der Vergangenheit nicht so gut funktioniert hat und die Menschheit die gleichen Fehler immer wieder macht ist kein Geheimnis. Dieses Referat soll jedoch sachlich die Lage vermitteln und etwas Aufschluss in diese Konflikte bringen, bei denen es nicht immer nur strikt Gut und Böse gibt, wie dies in der Öffentlichkeit gerne einmal dargestellt wird.

Wie alles begann
Den Anfangspunkt des Arabischen Frühlings setzt der 17. Dezember des Jahres 2010. Zu dieser Zeit steht die Jugend im nordafrikanischen Staat Tunesien vor dem Nichts. Es herrscht Perspektivlosigkeit und eine hohe Jugendarbeitslosigkeit. Viele Jugendliche sind frustriert. Die jungen Tunesier sind gebildet, sie haben Schulen und Universitäten besucht, sie haben gute Noten und Abschlüsse erzielt und trotzdem gibt es kaum Arbeitsmöglichkeiten. Zu dieser Zeit wird Tunesien vom Staatsoberhaupt Zine el-Abdine Ben Ali mit eiserner Hand regiert. Auf den Strassen spürt man wenig und der Tourismus boomt. Manch einer mag sich nur zu gerne an seinen Strandurlaub in Djerba oder an die Museen im alten Tunis erinnern. Trotzdem bestehen schon zu dieser Zeit latente Spannungen im Lande. Diskussionen und Streitereien werden wegen der Angst gegenüber dem Regime nur selten und wenn, dann nur sehr spärlich in der Öffentlichkeit ausgetragen.                                                                                                                                       Aufgrund von Polizeiwillkür und Demütigung zündet sich ein Gemüsehändler aus Sidi-Bou-Said selbst an und lässt damit den Emotionen der Tunesier freien Lauf. Seine Aktion rüttelt die Bevölkerung wach und verursacht schon in der ersten Woche massive Proteste im ganzen Land Tunesien. Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Proteste auch auf die Länder Libyen und Ägypten übergriffen. Wie ein Lauffeuer verbreiteten sich die Proteste im Norden des afrikanischen Kontinentes und bald auch über den Rest der arabischen Welt.


Die Revolution
Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann von einer Revolution gesprochen werden. Mittlerweile gehen auch die Regierungen der betroffenen Staaten sehr brutal gegenüber den Demonstranten vor. Vor allem in Libyen, Ägypten und Syrien sind zahlreiche Verletzte und Tote zu beklagen. In Libyen arten die Konflikte als erstes völlig aus und die Rebellen versuchen den seit Jahrzehnten regierenden Diktator Muammar al-Gaddafi abzulösen und umzubringen.                                         Zu diesem Zeitpunkt beginnt auch die NATO einzugreifen und führt erste Luftangriffe auf die Hauptstadt Tripolis sowie die Küstenstadt Bengasi aus. Es dauert eine Zeit bis schliesslich auch die Vereinigten Staaten von Amerika, welche auch NATO-Mitglied und sogar NATO-Mitgründer sind, in den Krieg gegen das Gaddafi Regime treten. Gaddafi wird schliesslich hingerichtet und eine «Übergangsregierung» tritt an die Macht.                                                                                          In Ägypten wird der Präsident Husni Mubarak gestürzt, er und sein Gefolge verhaftet, gefoltert und hingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt ergriff auch das Militär die Macht und setzten den «gewählten» Mohammed Mursi als neuen Präsidenten ein, welcher dann 2014 wiederum von Abd al-Fattah as-Sisi mehr oder weniger demokratisch abgelöst wurde.

Lage in Syrien
Auch in Syrien gerieten die Proteste nach und nach ausser Kontrolle. Die Demonstranten wehrten sich gegen das Regime, welches seit dem Jahr 2000 von Präsidenten Baschar Hafiz al-Assad geführt wird. Doch Baschar Hafiz al-Assad klammert stark an seiner Macht und geht nicht so widerstandslos, wie einige seiner Berufsvetter. Er versucht sein Amt mit allen Mitteln zu behalten und beginnt bald Giftgas gegen die eigene Bevölkerung einzusetzen. Das Land steht in einem kompletten Chaos, welches von radikalen Gruppierungen wie dem Islamischen Staat ausgenutzt wird. Der Islamische Staat bereichert sich durch die Revolution und gewinnt immer mehr an Macht. Bald ist der Islamische Staat das grössere Problem und tausende Syrer flüchten vor dem Krieg in Richtung Türkei und Europa.

Fazit
Der Arabische Frühling war wahrlich ein Jahrhundertereignis. Seine positiven und negativen Folgen werden noch in Jahrzehnten zu spüren sein. Seine Narben findet man vor allem in Libyen und Ägypten, die sich noch immer nicht von der Krise erholt haben und in einer weitaus schlechteren Lage sind als noch vor den Revolutionen und Protesten des Arabischen Frühlings. Diese Ereignisse waren weltbewegend und werden höchstwahrscheinlich auch noch unseren Urenkeln bekannt sein.