Das Lehnswesen und die Folgen

Fach Geschichte

Klasse 11

Autor muckel316

Veröffentlicht am 31.07.2018

Schlagwörter

Lehnswesen

Zusammenfassung

Das Lehnsystem ist ein Machtsystem aus der Zeit des Mittelalters. Es fing im frühen Mittelalter an und endete langsam im Hochmittelalter. Es gab zu dieser Zeit verschiedenste "Herrscher", u.a. die Edlen

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

Lehnswesen

Wenn man die Lehnswesen mit all ihren Fachwörtern beschreiben soll, ist es wirklich schwer zu verstehen und umso schwerer es den Zuhörern nahe zubringen. Beschreibt man es jedoch ohne die ganzen umständlichen Fachwörter, ist es für einen schnell nachvollziehbar was Lehnswesen bedeutet.

Mit dem Wort Lehen ist eigentlich nur gemeint, das man sich was leiht. Mal angenommen, man verleiht ein Stück Land, so nennt sich der jenige, der etwas verleiht, Lehnsherr. Der sich das Stück Land geliehen hat, wird Vasall genannt. Da aber der Lehnsherr nicht aus Großzügigkeit handelte und wertvolle Sachen verlieh, bekam er für seine Leihgabe vom Vasall etwas zurück. Der Vasall musste seinem Lehnsherrn Treue schwören und ihm Abgaben von seinen Erzeugnissen zur Verfügung stellen. Ein Beispiel dafür: Wenn sich der Bauer ein Stück Land von einem Landadligen leiht und dieses bepflanzt, muss der Bauer einen großen Teil von dem Geld, was er mit dem Verkauf des Gemüses eingenommen hat abgeben. In dem von mir genannten Beispiel, ist der Bauer der Vasall und der Landadlige der Lehnsherr.

Die Abhängigkeit

Der Vasall ist grundsätzlich von dem Lehnsherrn oder auch Landadliger genannt, abhängig. Denn ohne das von ihm bereitgestellte Land, könnte der Vasall keinen Acker bepflanzen und anhand der Ernte Geld verdienen. Aber auch der Landadlige ist in gewisserweise abhängig und zwar von dem Vasall, denn durch das von dem Bauer erwirtschaftete Geld durch die Ernte, bekommt der Landadlige seine Pacht für das von ihm bereitgestellte Feld.

Eben dies zog sich das gesamte Mittelalter und deren Gesellschaft. Aber der Bauer stand hierbeit grundsätzlich auf der untersten Stufe der Gesellschaft und genau über ihm stand der Landadlige. An oberer Stelle standen die Fürsten und die Geistlichen. An der Spitze der Liste stand als oberster Lehnsherr der König.
Anhand dieser Verkettung ist zu ersehen, das jeder von jedem Abhängig war. Sei es als Lehnsherr oder als Vasall, es gab immer ein der Abhängig war.

Das Abhängigkeitsverhältnis war hierbei das größte und stärkste Merkmal des Mittelalters.

Die Edlen, Die Freien und die Freigelassenen

Die Entwicklung des Lehnswesen fing im Frühmittelalter an und fand seinen Höhepunkt im Hochmittelalter.
Als Vorbild für das Lehnswesen war das römische Klientelwesen und das germanische Gefolgschaftswesen. Für gewöhnlich schrieb man den Langobarden die Einrichtung des Lehnwesens zu, jedoch findet man nicht alles allein bei ihnen, sondern bei allen germanischen Völkern. Die Völker bestanden aus Freien und auch Unfreien, damit ist gemeint, das die Freien, die Edlen sind. Sie waren die Mächtigeren und reicheren.

Dass die Edlen aber auch viele Vorrechte gegenüber den Freien und Freigelassenen versteht sich eigentlich von selbst. Alle drei Klassen hingen von sich selbst und durften Ländereien besitzen. Ganz anders war es bei den Unfreien.

Was bedeutet die Unfreien und welche Personengruppen gehören zu den Unfreien?

Zu den sogenannten Unfreien gehörten die Leibeigenen aber auch die Geleitsmänner. Im gegensatz zu den Leibeigenen sind die Geleitsmänner frei geboren aber um Brot erwerben zu können oder auch Ruhm zu erfahren, mussten sie in die Dienste eines Edlen treten.

Wenn es ihm gefiel, konnte er sie entlassen und auch die Dienste zu kündigen, stand ihm frei.
Egal welcher Fall eintritt, der Geleitsmann fiel in beiden Fällen wieder zurück in den Status des Freien.

Der Leibeigene hingegen war und blieb das Eigentum seines Herren, das hieß, dass er mit ihm machen konnte was er wollte.

Wie ist das Lehnsland entstanden und wie wurde es verteilt?

Wenn ein germanisches Volk ein Land eroberte, teilten sich die verschiedenen Stände, einzig ausgenommen waren die Leibeigenen.
Nach der Aufteilung der Ländereien ließen sie sich darin nieder.Trotz der Aufteilung bekam nicht jeder das selbe, denn die Edlen hatten mit der Hilfe ihrer Geleitsmänner wesentlich mehr zur Eroberung des Landes beigetragen. Zudem mussten sie ihre Geleitsmänner auch Unterhalten aus diesem Grund war es nötig und ebenso rechtens, dass sie mehr Land erhielten.

Aber ungeachtet der Tatsache, dass die Edlen mehr Besitztum hatten, hatten die gemeinen Freien ebenso viele Rechte und Freiheiten auf ihrem Land.

Als das Land verliehen wurde!

Als die Eroberung der Ländereien vollendet war, hätten die Edlen die Überlegung anstreben können gemeinsam mit ihrem Gefolge abdanken zu können. Allerdings behielten sie es bei, da es genügend Kriege gab und ohne ihrem Gefolge wären die Edlen genauso ohnmächtig wie ein gemeiner Freier gewesen. Von seinem weitläufigen Besitztum hab der Edle jedem seiner Geleitsmänner ein Stück Land zur Nutzung ab, dies durfte er aber nur nutzen, solang er auch im Dienste des Edlen stand.

Eben solche Ländereien nannte man Lehen, denn sie waren abgetreten worden von zum Beispiel einem Edlen.
Der jenige, der es erhielt wurde Lehnsmann oder Vasall genannt.

Die Auflösung des Lehnsystemes

Es war von Anfang an klar geregelt, dass der Lehnsherr sein Land nur an den Vasall verlieh und er dafür die Treue seines Vasalls bekam und gegebenfalls auch an dem Gewinn durch die Ernte des Vasalls beteiligt wurde. Es konnte auch nur ein Stück Land verliehen werden.

Trat der Fall ein, dass der Vasall starb, konnte sich der Lehnsherr sich einen neuen Vasall für sein Land suchen, so das für ihn keine großen Verluste eintraten. Jedoch hatten die Lehnsherren nicht immer Lust sich neue Vasallen zu suchen, aus diesem Grund nahm er meist die Söhne des toten Vasalls als neue Vasallen. So trat eine Erbfolge ein.

Aus dem Grund, dass das Land langsam erblich wurde, hatte der Lehnsherr nicht mehr die volle Macht über sein Land und für die Erben wurde es immer selbstverständlicher das Land ihres Vaters zu übernehmen. Mit jedem neuen Erben, kam auch immer weniger das Gefühl an den Treueid gebunden zu sein hinzu, den der Vater dem Lehnsherr schwor.

Aus diesem Grund löste sich im Hochmittelalter das Lehnswesen langsam auf, da das Lehen nur noch ein Stück Land war ohne weitere Verpflichtungen dem Lehnsherrn gegenüber.