Chlodwig I.

Fach Geschichte

Klasse 13

Autor dnTouni

Veröffentlicht am 17.06.2018

Schlagwörter

Chlodwig Childerich Chlothilde Theoderich der Große

Zusammenfassung

Das Referat spricht von Chlodwig I. und seiner Geschichte und Herkunft. Seinen kriegerischen Auseinandersetzungen, die brutale Unterwerfung anderer Völker, von seinem taktischen Glaubenswechsel und der Christianisierung.

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Chlodwig I.

Chlodwig I. gehörte zum Geschlecht der Merowinger zur Zeit des Frühmittelalters. Er wurde 466 als der Sohn vom Fränkischen Kleinkönig Childerich von Tournai, der eigentlich der erste historische nachweisbare König der Franken ist und seiner Gemahlin Basena (oder Basina), in Tournai geboren. Childerich war ein fränkischer Fürst, aber zudem auch noch römischer Befehlshaber. Er stütze sich stark auf den Rüstungsbetrieb, das Chlodwig später auch übernahm und deshalb so erfolgreich war. Chlodwig I. hatte eine ziemlich normale Kindheit und wurde im Alter von 16 Jahren, als sein Vater im Jahre 482 starb, Thronfolger der Ländereien. Chlodowech (= Ludwig, Clovis), was eigentlich sein richtiger Name war, unterwarf während seiner Lebenszeit alle fränkischen Königreiche und Teilgebiete und germanische Stämme, mit Hilfe von List und Gewalt und vereinte sie in einem einzigen großen Herrschaftsreich. Deshalb wird er als der Begründer des Frankenreiches bezeichnet, das zur damaligen Zeit vom Rhein bis zur Garonne reichte.

Die größte Errungenschaft von Chlodwig I. war der Sieg über das Reich des Sygaurus, welches sich in der Nähe von Paris erstreckte und wodurch er den größten Teil Galliens unter seiner Herrschaft hatte. Dieser Sieg demonstrierte seine Macht und ließ ihn stark wirken. Etwas später führte er eine Schlacht, die den späteren Verlauf ändern wird, nämlich der Kampf gegen die Alemannen, der sehr hart für ihn war und er an seinen Grenzen kam. Währenddessen schwor er sich, er würde es wagen sich im Falle eines Sieges seiner derzeitigen Religion, nämlich den Arianismus, das eine frühe Form des Frühchristentums war, abzuwenden und sich dem katholischen Christentum anzugehören. Er hatte einen Sohn zusammen mit der katholischen Tochter des Königs von Burgund namens Chlothilde, die er 492 heiratete, der bei der Taufe erstickte. Dieses Ereignis schwächte die Überzeugung obwohl, seine Gemahlin ihn weiterhin beeinflusste.

Am Ende hat Chlodwig die Auseinandersetzung mit den Alemannen gewonnen, dessen Sieg er als Anlass für seinen Glaubenswechsel anerkannte und sich taufen lassen wollte. Diese Taufe fand um 497 zu Weihnachten in der Kathedrale von Reims statt und wurde von Bischof Remigius vollzogen. Nach ihm ließen sich mehrere weitere tausende von Bürgern und Kriegern taufen. Dieser eine Moment in der Geschichte, nämlich die königliche Taufe Chlodwigs, gilt als die Geburtsstunde des christlichen Frankenreiches, da ab diesen Zeitpunkt nach der Taufe im Herrschaftsgebiert einheitlich und einheimisch katholisch gelebt wurde. Im Unterschied zu anderen Reichen und aber auch der späteren Geschichte, dem Spätmittelalter und der Neuzeit, indem aufgrund der Religion gekämpft wurde und deshalb Auseinandersetzungen innerhalb eines einzigen Reiches waren, hatte Chlodwig so gut wie keine Konflikte innerhalb seines Gebiets.

Wie zuvor schon erwähnt, hatte er den größten Teil Galliens in seinem Besitz. Er vertuschte seine Absichten unter den Vorwand, er wolle die katholische Bevölkerung unter der Herrschaft Alarich II. befreien. Doch eigentlich nervte es ihn total, dass der andere Teil Galliens nicht ihm gehörte, sondern dem arianischen König Alarich II. und griff ihn deshalb an. Mit Sicherheit gewann er diesen Kampf. Durch mehreren weiteren kriegerischen und politischen Auseinandersetzungen, dehnte sich das Herrschaftsreich Chlodwigs weiter aus und vergrößerte sich rasant in fast allen Himmelsrichtungen.

Nur einer bot ihm die Stirn und blockte ihn in einer Richtung ab und das war Theoderich der Große, der zudem noch sein Schwager war. Theoderich wollte Chlodwig zwar nichts Böses, trennte aber dennoch strickt zwischen Germanen und Römern und zwar, indem er Reformen einsetze, wie zum Beispiel das Heiratsverbot, dass ein Römer keine Germanin und umgekehrt heiraten kann. Chlodwig hingegen war dem ziemlich gleichgültig, da sein einziger Sinn die Eroberung der Länder und der Ausbau seines Reiches war, bei dem die Abstammung keinerlei Rolle spielte. Er war sich bewusst, dass er in der Technik, aber auch von der Heergröße- und Stärke Theoderich überlegen war, aber er scheute den Konflikt zu seinem Schwager und reiste nach kurzer Zeit mit Stolz vom Gebiet ab, da er zuvor große Landmassen durch mehrere Siege hinzugewonnen hat.
Mit der Zeit entwickelte sich ein gewisser Größenwahnsinn, der Chlodwig überfallen hat.

Er setze sich nun weitere und größere Ziele, wollte eine Art Weltmacht und natürlich sein Reich vergrößern. Er baute nun auch auf den Handel über die Weltmeere auf und machte sich ein wichtiges Zentrum. Er ging sogar so weit, dass er die Herrschaft über die Kirche verlangte, der er eigentlich nur aus politischen Zwecken beigetreten ist, obwohl er von Religion und Glaube nicht viel hielt. Quellen besagen, dass er ein ‘Heide‘ war, also Ungläubig. Durch diesen Religionswechsel, verbündete er sich zudem mit der römischen Aristokratie, also der Oberschicht zu der unter anderem auch Bischöfe gehörten. Also hatte Chlodwig I. ein Bündnis mit einem großen Teil der katholischen Kirche und nutzte das natürlich zu seinen Gunsten aus.

Chlodwig I. starb schlussendlich 3 Tage vor seinem 46. Geburtstag, also mit 45 Jahren und zwar am 27. November 511. Die Grabstätte liegt in Paris, in der Apostelkirche. Niemand vermisste ihn wirklich, da seine Herrschaft brutal und gnadenlos war. Seine vier Söhne teilten die Herrschaft untereinander auf, trennten das Land aber nicht direkt auf und gründeten dadurch auch keine unabhängigen Reiche. Im Spätmittelalter, wurde in einigen französischen Kirchen Chlodwig als Heiliger verehrt, obwohl er jedoch nie offiziell von der Kirche Heiliggesprochen wurde. Danach wurde er von vielen als den Idealen Herrscher und Führer angesehen und seine Art zu regieren als Vorbild angenommen, da er laut Nacherzählungen seine Siege durch und mit der Hilfe Gottes errungen hat und in dessen Gnade stand. Damals war der Glaube an Gott stark vertreten und demnach auch die Angst und Ehrfurcht. Heute bezeichnen ihn viele als den ersten wirklichen französischen König und teilweise sogar als der ursprüngliche Gründer Europas.