Bürgerliche und bäuerliche Arbeitswelten in der Ständegesellschaft

Fach Geschichte

Klasse 11

Autor Simplexi

Veröffentlicht am 04.08.2018

Schlagwörter

Ständegesellschaft Arbeitswelt Manufaktur Verlag Handwerk Land

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt die verschiedenen Arbeitswelten des 15. bis 18. Jahrhunderts der Ständegesellschaft. Es wird genauer auf das Leben auf dem Land eingegangen, sowie in der Stadt und in Manufakturen.

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Leben und Arbeiten auf dem Land

Auch am Ende des 18. Jahrhunderts war Getreide das wichtigste Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung.
Fleisch und Fisch konnten nur die Reichen regelmäßig essen.
Die Viehhaltung diente der Versorgung mit Milchprodukten.
Deswegen war die landwirtschaftliche Produktion nicht nur Grundlage der bäuerlichen, sondern auch der bürgerlichen Arbeitswelt.

Die ländlichen Lebens- und Arbeitsbedingungen wurden durch die Grundherrschaft und die Agrarwirtschaft geprägt.
Weiden, Wiesen und Wald wurden für Vieh- und Holzwirtschaft genutzt. Die Ackerfläche war der wichtigste Bereich der Flur.
Diese war nach dem System der Dreifelderwirtschaft eingeteilt.
Dazu gehörten die Bereiche Sommerfeld, Winterfeld und das Brachfeld.

Die Bauern konnten jedoch oftmals ihre Äcker nicht bestellen, ohne über die Äcker der anderen Bauern zu gehen.
Um zu vermeiden, dass die Saat dadurch beschädigt wurde, gab das Dorf vor, was auf den Feldern angebaut werden sollte und sie mussten alle gemeinsam zu einer bestimmten Zeit pflügen, säen, düngen und ernten.
Diese Vorschrift nannte man Flurzwang.

Die Bauern achteten darauf, dass kiner von ihnen den Flurzwang brach.

Die Größe der bäuerlichen Anwesen war sehr unterschiedlich. Oft konnten die Bauern kaum ihren Lebensunterhalt sichern und Abgaben an den Grundherrn oder Steuern zahlen.
Die Großbauern errichteten auf ihrem Hof große Scheunen und Ställe, während die bäuerliche Unterschicht meistens nicht mehr als eine kleine Hütte und einen Kräutergarten besaß.

Ackerbau und Viehzucht waren schwere Handarbeit im Sommer. Erst der Winter brachte eine Ruhephase, die für Reperaturen, Schnitz- und Handwerksarbeiten genutzt wurde.
Auf den Höfen wurde meist nur für den eigenen Bedarf gearbeitet.
Mindestens einmal die Woche war der städtische Markt auch ein Treffpunkt der Bauern aus der Umgebung, wo sie ihre Waren anboten.

Handel und Handwerk in der Stadt

Handel und Handwerk stand im Mittelpunkt der Städte.
Das Ausüben eines Berufes gewann an höhere Bedeutung.
Je größer die Stadt war, desto mehr differenzierte sich das Handwerk aus. Die Spezialisierung führte zu Verbesserungen in der Produktion und damit auch eine verbesserte Qualität der Produkte.
In Städten mit Exportgewerbe bildeten sich moderne Wirtschaftsformen aus.
Ausweitung der Produktion und internationale Handelsverbindungen waren die Folge.

Aber auch die Grundversorgung der eigenen Bevölkerung stand hierbei im Vordergrund.
In allen Städten fanden sich Bäcker, Metzger, Schmiede, Schuster, Schneider, Weber, Gerber, Zimmerleute und Schreiner.
Seit dem Mittelalter prägten die Zünfte das städtische Handwerk.
In ihnen schlossen sich die Mitglieder eines Gewerbes zusammen und sprachen sich untereinander ab.
Es bestand ein Zunftzwang, das heißt wer ein Gewerbe ausüben wollte, musste Mitglied einer Zunft sein. Ein freier Wettbewerb auf dem Markt existierte daher nicht.

Die Arbeitsbedingungen, Verdienstmöglichkeiten, Löhne und Gewinne in Handel und Handwerk waren unterschiedlich.

Verlag und Manufaktur

Städtische Kaufleute waren daran interessiert, große Mengen preiswerter Waren abzusetzen.
Es entstand eine neue Form der Produktion: das Verlagswesen. Der Kaufmann legte den Arbeitern die Rohstoffe und Werkzeuge vor und bezahlte ihre Arbeitskraft. Die fertigen Produkte verkaufte der Verleger schließlich auf eigene Rechnung.
Es wurde dadurch Massenware für einen größeren Markt hergestellt.

Es entstanden wenige Zeit später Manufakturen. In diesen wurden Waren wie Spiegel, Teppiche, Hüte oder Stoffe für einen größeren Markt hergestellt. Die Arbeit erfolgte zum größten Teil noch mit der Hand, aber durch eine große Anzahl der Mitarbeiter gelang es die Herstellung in einzelne Schritte zu zerlegen und es entstand eine Arbeitsteilung.
Der Arbeiter übte seine Aufgabe nun nicht mehr zu Hause aus, sondrn ging zum Betrieb.
Der moderne Arbeitsplatz entstand.

Oft wurden wegen der einfachen Arbeitsgänge billige ungelernte Arbeiter, Frauen und sogar Kinder eingestellt.