Arbeitsmigration - Analyse des Zeitzeugenberichtes von "Ali Can"

Fach Geschichte

Klasse 10

Autor Ninchen01

Veröffentlicht am 06.01.2018

Schlagwörter

Ali Can Zeitzeugenbericht Analyse

Zusammenfassung

Im Folgenden wird ein Zeitzeugenbericht von Ali Can, der nach Deutschland kam um eine Arbeit zu finden analysiert. Dabei werden sowohl formale, als auch inhaltliche Aspekte beachtet. Im Allgemeinen behandelt dieser das Thema "Arbeitsmigration".

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Bei der Quelle “In ein, zwei Jahren als reicher Mann zurück aus einem Almanya, handelt es sich um einen Zeitzeugenbericht von Ali Can, welcher im Jahr 2008 veröffentlicht wurde.


Die Quelle ist in diesem Fall nur ein Auszug und an einigen Stellen inhaltlich gekürzt worden.
Der Verfasser, Ali Can, stammt aus der Türkei und erhoffte sich, in Deutschland mehr Geld zu verdienen, um letztendlich in der Türkei ein besseres Leben führen zu können.


Er möchte mit seinem Zeitzeugenbericht interessierte Leser und Leserinnen der heutigen Zeit erreichen, um die damalige Situation genauer darzustellen.
Die Quelle berichtet aus den 1960er Jahren, zu Zeiten der Industrialisierung, wo Menschen aus anderen Ländern als Arbeitskräfte angeworben wurden, da sie günstiger waren und viele Arbeitsplätze noch nicht besetzt waren.


Der Zeitzeugenbericht handelt von Ali Cans Erlebnissen in der Zeit, wo er in Deutschland arbeitete und mit welchen falschen Versprechen und Diskriminierung er zu kämpfen hatte.
Zu Beginn des Berichtes erzählt Can von falschen Erzählungen, die er von Leuten, die selber in Deutschland arbeiteten, hörte (Z.2-5).
Er beschließt als Dreher in Deutschland zu arbeiten und suchte sich dort eine Stelle (Z.5-9).
Dies war allerdings auch ein falsches Versprechen an seinem Land, da er schlussendlich als Bergmann arbeiten musste (Z.18).
Im weiteren Verlauf berichtet John von seinen schweren Lebensbedingungen, die er in Deutschland hatte und wie hat er für seinen Lohn von 600 Mark arbeiten musste (Z.12-19).
Am Ende des Berichtes erzählt er, dass die Stadt Menschen nach wenigen Tagen wieder in die Türkei zurückkehrten, da sie dort ein besseres Leben führten (Z.21/22).


Ali Can erläutert seine Erfahrung auf den 1960er Jahren, daher ist dein Bericht in die Zeit der Industrialisierung einzuordnen.
In Deutschland wurden durch die Industrialisierung und die Bergbau Werke viele Arbeitsplätze geschaffen, welche möglichst mit geringer Bezahlung besetzt werden sollten.
Es wurden oftmals falsche Versprechen gemacht oder auch Erzählung verbreitet (“Sie haben so fantastische Sachen erzählt, dass man gedacht hat, man findet das Geld auf offener Straße” Z.3-5). , die sich dann vor Ort allerdings als eine Lüge herausstellten.
Oftmals planten die Leute, sich in Deutschland weiterzubilden für die eigene Heimat bzw in Deutschland sparsam zu leben und Geld zu verdienen, um sich in der Heimat eine Existenz aufzubauen, so auch Ali Can (Z.10/11).
Doch in Deutschland angekommen, hatten sie mit schweren Lebensbedingung und Diskriminierung zu kämpfen “Das Wohnheim war ein Schock!” (Z.12).
Die Arbeiter mussten menschenunwürdig mit mehreren Leuten in kleinen Zimmern schlafen, welche sehr schlecht ausgestattet waren “Die Matratzen waren mit Heu gefüllt” (Z.13) Mein Zimmer im Heim hatte 20 Quadratmeter. Vier Männer haben da geschlafen (Z.15/16).
Auch die Bezahlung viel nicht wie erhofft aus, da sie wenig verdienten und selbst für die Unterkunft aufkommen mussten. So verdiente Ali Can beispielsweise 606 Mark, musste aber 150 Mark für das Heim zahlen (Z.18/19).


Auch die Berufe konnten nicht wie erhofft und versprochen ausgeführt werden, sodass Ali Can 1966 nicht als Dreher, sondern wie von den deutschen benötigt, als Bergmann arbeiten musste (Z.6 u. Z.18).
Viele Arbeiter planen in ihre Heimat zurückzukehren, doch nachdem abwerbe Abkommen 1973 beschlossen viele doch in Deutschland zu bleiben und sich hier mit ihrer Familie eine Existenz aufzubauen. Im Falle von Can sind drei Männer, welche Stadt Menschen waren (und dort ein besseres Leben führten), bereits nach 2 Tagen zurückgegangen, alle anderen blieben.


Zusammenfassend ist zu sagen, dass die Quelle sehr schlüssig wirkt, da sich viele bereits bekannte Aspekte in den Erzählungen von Can wiederfinden. Er erzählt von dem typischen Werdegang der damaligen Arbeiter von falschen Versprechen, über schweres arbeiten und schwere Lebensbedingung, über Diskriminierung, bis hin zu dem Entschluss, doch in Deutschland zu bleiben. Daher erachte ich Cans Zeitzeugenbericht als schlüssig.