1917- Das Epochenjahr

Fach Geschichte

Klasse 9

Autor Melodia

Veröffentlicht am 19.05.2018

Schlagwörter

Krieg USA 1917 industrielle Revolution Lenin Bolschewiki Weltkrieg Kultur

Zusammenfassung

In diesem Referat wird dargestellt welche Bedeutung die Ereignisse von 1917 für die europäische und weltgeschichtliche Entwicklung des 20. Jahrhunderts hat. Hierbei wird kurz das Verhältnis der Alliierten und den USA umrissen, die Vorgänge in Russland um Zar Nikolaus, die ENtwicklung der Weltkultur und vieles mehr dargestellt.

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1917 war eines der bedeutungsvollsten Jahre für die Entwicklung und den Verlauf des 20. Jahrhunderts. Historiker bezeichnen dieses Jahr als Epochenjahr. Die Bedeutung dieses Jahres wird durch die schwer wiegenden Ereignisse deutlich.

Prägende Ereignisse des so genannten Epochenjahres waren die Oktoberrevolution in Russland und der, zu dieser Zeit, andauernde erste Weltkrieg, welcher bis zum 6.4.1917 nur Europa betraf. 1917 griffen die USA in diesen Krieg ein, indem sie Deutschland den Krieg erklärten, um ihn zu Gunsten der Alliierten zu entscheiden. Viele Menschen im Land waren gegen den Kriegseintritt des Vaterlandes. Doch die USA unterstürzten die Alliierten in Frankreich mit Waffen und Lebensmitteln. Mit dem Kriegseintritt der USA wurde der Isolationismus aufgegeben. Das hieß, dass sie sich nicht mehr aus europäischen Angelegenheiten heraushielten. Damit wurde die Grundlange für einen Großmachtsstatus der USA gelegt. Nach 1917 zogen sich die USA aus Deutschland wieder zurück, allerdings nicht für lange Zeit, denn nach dem zweiten Weltkrieg gewannen die USA wieder an Präsenz in Europa. Daraufhin stiegen die USA zu einer Großmacht auf und beeinflussten somit auch die Entwicklung und Ausrichtung Europas. Wären die USA nicht zur Großmacht aufgestiegen, wäre das Englische in unserer heutigen Sprache nicht so etabliert. Ebenfalls wurde durch die Vorbildfunktion der USA Wissenschaftler für ihre Theorien und Erfindungen anerkannt, welches sich auch in der Vergabe von Nobelpreisen wieder gespiegelt hat. In der Hälfte des 20. Jahrhundert entfernten sich amerikanische Künstler von den Vorbildern Europas, Afrikas und Asiens und erweiterten in andere Richtungen der Kunst.

Ein wichtiger Beitrag der USA zur Weltkultur war die Entwicklung des Jazz, wessen Popularität auch durch die führende Stellung Amerikas bestärkt wurde. Für mich sehr bemerkenswert und wichtig zu erwähnen ist, dass auch noch in unserer Zeit die speziellen Sportarten der USA und Kanada immer mehr an Popularität in Europa gewinnen. Beispiele für diese Sportarten sind Eishockey, amerikanischer Football, Baseball und Basketball. Auch im Handel hat sich die USA etabliert und viele Produkte und Dienstleistungen werden aus den USA importiert. Durch die USA wurden viele neue Kulturen, Erfindungen und Güter nach Europa gebraucht, welche die Entwicklung des 20.Jahrhunderts, meiner Meinung nach, sehr beeinflussten. Wissenschaft, Kultur, Sport und Wirtschaft sind nur ein Teil der Gebiete, welche sich im Laufe der Zeit verändert haben durch den Einfluss der USA.

Doch 1917 gab es weitere prägende Ereignisse, wie beispielsweise die Krisen in Deutschland nach Beendigung des ersten Weltkrieges. 1917 wurden überall in Deutschland die Vorräte knapp und diese konnten durch Missernten nicht wieder aufgefüllt werden. Viele Frauen verloren ihre Männer und arbeiteten 13 bis 14 Stunden am Tag um die Kinder zu ernähren, welches durch fehlende Nahrung trotz allem nicht gelang. Dies machte es für Deutschland schwer die Hoffnung, die sie zu Beginn des ersten Weltkrieges 1914 hatten, aufrecht zu erhalten. An der Ost- und an der Westfront wurden Materialschlachten geführt. Deutschland versuchte alles, um diesem enormen Geldaufwand entgegen zu wirken, doch lange könne dies nicht andauern bis auch die Ressourcen Deutschlands aufgebraucht waren. Die Menschen starben und Deutschlands Regierung war klar, dass dieser Krieg nicht mehr zu gewinnen war. Doch sie erklärten den offenen U-Bootkrieg und fügten der Handelsmarine der Alliierten verheerende Schäden zu. Doch da die Alliierten Unterstützung erhielten, gewann Deutschland nicht die Oberhand in diesem Krieg.

Im Januar 1918 legte Woodrow Wilson ein vierzehn Punkte umfassendes Programm für den Weltfrieden und die Neuordnung Europas nach dem 1.Weltkrieg vor. Allerdings wird er bei seinem Versuch einen gerechten Frieden zu stiften nur belächelt. Und so setzten die Alliierten ihren Versailler Vertrag am 28.6.1919 durch, in dem auch festgelegt wurde, dass Deutschland hohe Abgaben zahlen muss, um für die entstandenen Kriegsschäden aufzukommen. Meiner Meinung nach, warf dieses Ereignis Deutschland für die nächsten Jahrzehnte in der Entwicklung der Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur etc. weit zurück. Deutschland verlor mit dem ersten Weltkrieg seine führende Position in Europa völlig. Doch nicht nur in Deutschland, USA und der Westfront kann man solche prägenden Ereignisse verzeichnen. Auch in Russland stand eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte des 20. Jahrhunderts bevor, eine Revolution.

Vor 1917 wurden kleinere Aufstände mit Waffengewalt niedergeschlagen, um die alte Ordnung zu erhalten. Doch schon 1915 fand ein so genannter „Pavus“, dass es Zeit war, dass der damalige Zar Nikolaus abdankt. Pavus war Sozialist und wollte mit der Abdankung des Zaren den Sozialismus in Russland durchsetzen. Und so reiste er nach Deutschland, um den Verlauf der Revolution zu besprechen. Aus taktischen Gründen sagten Deutschland ihre Unterstützung zu. Zwar herrschte in Deutschland 1917 Monarchie und sie waren gegen den Sozialismus und arbeiteten so mit ihren Feinden zusammen, trotzdem sahen sie auch strategisch positive Aspekte. Wenn in Russland eine Revolution ausbrach würde die Ostfront geschwächt sein, und die Materialschlacht dort könnte zu Gunsten Deutschlands beendet werden. Daraufhin würde man alle Ressourcen und Krieger an der Westfront einsetzten, um Frankreich ebenfalls zu besiegen. Aufgrund dieser Aspekte versprach Deutschland die Revolution in Russland mit Geldzuwendungen zu finanzieren und zu unterstützen. Nach dieser Zusage reiste Pavus nach Bern, um den zu dieser Zeit im Schweizer Exil lebenden Wladimir Iljitsch Uljanow, auch Lenin genannt, für seine Revolution zu gewinnen. Doch Lenin lehnte anfangs ab, weil er nicht sein Vaterland verraten wollte und auch die Zusammenarbeit mit einem Sozialisten meiden wollte. Somit brauchte Pavus ein anderes Aushängeschild für seine Revolution. Doch Lenin wäre perfekt gewesen in der Rolle des Führers, auch wenn er nicht so intelligent oder strategisch besser ist als andere, so hat er aber das benötigte Charisma und die benötigte Popularität um die Menschen zu dieser Revolution zu animieren. Pavus reiste zurück nach Russland.1917, am Anfang der Revolution finden nur vereinzelt Streiks statt, doch später schlossen sich Soldaten dieser Revolution an. Über 160000 Soldaten gewann Pavus für die Revolution. Nach diesem Aufstand dankte der Zar Nikolaus ab. Er und seine Familie wurden im Juli 1918 ermordet. Doch mit der Abdankung des Zaren wurden nicht die sozialen und politischen Probleme des Landes gelöst. Es wurde eine provisorische Regierung eingesetzt.

Nach Beginn der Revolution und einigen Erfolgen bereute Lenin seine Entscheidung, nicht an der Revolution teilzunehmen. Die deutsche Heeresleitung sah in Lenin den geeigneten Mann um Deutschland einen Siegfrieden an der Ostfront zu beschaffen. Mit Hilfe Deutschlands wurde Lenin im Zug durch Deutschland ins neutrale Schweden gefahren und von dort aus nach Russland. Auf der Zugfahrt reisten Immigranten mit, um Lenin geschützt zu halten. Am 7. April 1917 veröffentlichte Lenin seine Aprilthesen, in denen er seine Ansichten über den weiteren Verlauf der Revolution darlegte. Darin enthaltene Punkte waren beispielsweise „Schluss mit dem Krieg“ und „alle Macht den Sowjets“. Sowjets waren die Arbeiter- und Soldatenräte.

In der Nacht zum 25. Oktober begann schließlich der Aufstand in Petrograd mit dem berühmten Schuss des Kreuzers Aurora. Es wurden strategisch wichtige Stellen besetzt, sowie den Winterpalast, den ehemaligen Sitz des Zaren. Ebenfalls wurde das Hauptquartier der provisorischen Regierung besetzt. Am 26. Oktober tagten die Bolschewiki und die Menschewiki. Die Bolschewiki waren für einen Sozialismus, der sich in einer Revolution als Diktatur des Proletariats verwirklichen sollte. Lenin war Mitglied der Bolschewiki. Die Menschewiki hingegen waren für einen Sozialismus, der sich durch repräsentative Demokratie verwirklichen sollte. Am besagten 26.Oktober verließen die Menschewiki den Sitzungssaal und überließen den Bolschewiki das Feld. Dies führte zu einem Machtaufschwung der Bolschewiki. Zu diesem Machtaufschwung trug ebenfalls die Unsicherheit der Menschewiki über die Revolution bei. Nach einiger Zeit beherrschten die Bolschewiki die wichtigsten Sowjets in Petrograd, Moskau und anderen großen Arbeiterstädten.
Am 26. Oktober wurde ebenfalls die Machtübernahme der Bolschewiki öffentlich verkündet. Aufgrund dieses Machtzuwachses kam es in den folgenden Jahren zu Bürgerkriegen, angeführt durch die Soldaten des zaristischen Heeres.

Als Folge der Oktoberrevolution ist ebenfalls die Gründung der Sowjetunion am 30.Dezember 1922 zu betonen. Die sozialistische Sowjetunion war Vorbild für andere sozialistische Staaten, welche mehr oder weniger radikal ihrem Vorbild nacheiferten. Lenin war der Held der Revolution und seine Popularität hält bis ins 21.Jahrhundert an. Nach der Oktoberrevolution erlangte Josef Stalin zunehmende Macht. Kurz nach Lenins Ableben 1924 wurde Stalin Diktator der Sowjetunion. Er nutze Lenins guten Ruf und seine Beliebtheit, um das Volk für sich zu gewinnen und seine Ziele durchzusetzen. Beispielsweise baute er gegen Lenins Willen und den seiner Frau ein Mausoleum am Roten Platz in dem Lenins Körper aufgebahrt wurde. Indem er den Helden der Revolution so dem Volk präsentiert, erhielt er dessen Sympathien. Mit Stalin wurde der Kommunismus in Russland eingeführt und bleibt auch bis ins 21.Jahrhundert bestehen.

Die Sowjetunion entwickelte sich im 20.Jahrhundert zu einer Großmacht und hatte somit, genauso wie die USA, enormen Einfluss auf das Geschehen in Europa und der Welt. Obwohl die Sowjetunion 1991 aufgelöst wurde, haben einige Länder nichts an ihrer Großmachtsposition verloren, beispielsweise Russland. Russland hat eine wachsende Wirtschaft und beliefert zum Beispiel Deutschland mit Erdöl. Ebenfalls ist die Hauptstadt Moskau beliebtes Reiseziel und Wohnort für beispielsweise reiche Kaufmänner. Doch durch die vielseitigen Bevölkerungsschichten gibt es große Unterschiede zwischen dem Lebensstandard der Menschen. Es gibt viele arme Menschen, die auf der Straße leben, weil keine Wohnungen frei sind oder sie für die Miete nicht aufkommen können. Dies ist der Regierung anzutragen, die sich in den vergangenen Jahrzehnten für den Kommunismus einsetzten, aber nicht sehen, dass ihr Ziel dieser Regierungsform nicht erreicht wurde. Im Kommunismus wird verlangt, dass alle Menschen gleich sind.- Doch das sind sie nicht in Russland. Man sollte der Oktoberrevolution und deren Folgen sehr viel Bedeutung anrechnen, da sie die Regierungsformen anderer Staaten beeinflusste und somit auch deren Entwicklung. Aus diesem Grund ist es eines der bedeutungsvollsten Ereignisse des Jahres 1917.

Abschließend ist zu sagen, dass sich aus den Ereignissen des Jahres 1917 zwei Großmächte entwickelt haben, die USA und die Sowjetunion. beide waren Vorbilder durch ihre Kultur, Wissenschaft, Staatsform etc. für Europa und den Rest der Welt. Die USA spielt auch im 21.Jahrhundert noch genauso eine bedeutende Rolle in Europa wie im 20. Jahrhundert. Meiner Meinung nach wäre Europa in seiner Entwicklung, wie beispielsweise die Akzeptanz der Theorien von Wissenschaftlern noch nicht so weit, wie mit dem Einfluss der USA. Auch die Sowjetunion beeinflusste viele Staaten, weil sie als Vorbild für einen sozialistischen Staat diente. Wäre all dies nicht passiert wären amerikanische Traditionen nicht so populär in Europa. Russland wäre in keiner führenden Position bei der Lieferung von beispielsweise Erdöl. Es hätten sich meiner Meinung nach auch nicht das Russische und das Englische so in unsere heutige Sprache etabliert und würden sicher auch nicht an den Schulen unterrichtet werden. Vielleicht wird ja noch ein Epochenjahr folgen, welches den Verlauf und die Entwicklung eines künftigen Jahrhunderts völlig verändert und beeinflusst.