Die Überprüfung der Kennzeichen des Lebendigen

Fach Ethik

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 22.08.2018

Schlagwörter

Kennzeichen des Lebendigen

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Thema Kennzeichen des Lebendigen. Es werden die einzelnen Kennzeichen erklärt und die Überprüfung, ob es sich bei einem Objekt um ein Lebewesen handelt. Des Weiteren wird dieses Verfahren am Beispiel Fisch erklärt.

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Was macht ein Lebewesen aus? Wodurch unterscheidet sich ein Lebewesen von einem Nicht – Lebewesen?

Die Kennzeichen des Lebendigen helfen bei der Beantwortung dieser und ähnlicher Fragen. Jedes Lebewesen weist bestimmte Kennzeichen auf, die allesamt erfüllt sein müssen, damit sicher ist, dass es sich tatsächlich um ein Lebewesen handelt. Auch wenn nur eines dieser besonderen Kennzeichen nicht erfüllt ist, ist nicht mehr 100 prozentig sicher gestellt, dass es sich bei dem untersuchten Wesen um ein Lebewesen handelt.

Wie muss ein Lebewesen aussehen?

Ein Lebewesen muss eine feste Gestalt oder eine Gehäusestruktur besitzen. Dies allein macht sie jedoch noch nicht lebendig, da auch Nicht – Lebewesen eine bestimmte Form haben.

Die Gestalt ist das lediglich das erste Kennzeichen des Lebendigen, macht dieses jedoch nicht aus. Des Weiteren muss ein Lebewesen in der Lage sein, sich durch seine aktiven und bewusst gesteuerten Bewegungen von einem Ort zum anderen Ort bewegen zu können. Auch Pflanzen sind lebendig und können sich bewusst und gezielt in Richtung der Sonne bewegen. Somit ist auch die bewusste und gesteuerte Bewegung ein Kennzeichen des Lebendigen. Außerdem muss sich jedes Lebewesen ernähren.

Hierzu gehört in der Regel die Aufnahme von Wasser und fester Nahrung. Die Lebewesen benötigen für den Prozess der Nahrungsaufnahme sowie der Verdauung Organe und organische Verbindungen. Ihr Stoffwechsel spielt ebenfalls eine große und wichtige Rolle. Lebewesen nehmen unterschiedliche Nährstoffe auf, verarbeiten diese und wandeln sie um. Ist dieser Prozess abgeschlossen, verdauen sie und scheiden unterverdauliche Inhalte und Abfallstoffe wieder aus. Die meisten Lebewesen haben äußerst komplexe Organismen, jedoch sind auch Einzeller Lebewesen. Als Beispiel sind hier das Pantoffeltierchen sowie die Amöbe zu nennen, da diese Einzeller alle Kennzeichen des Lebendigen in sich vereinen. Während das Pantoffeltierchen eine feste Gestalt hat, kann die Amöbe ihre Gestalt verändern. Beide Einzeller schützen ihre lebenswichtigen Funktionen. Sie ernähren sich und verdauen die Nahrung. Außerdem können sich die beiden Einzeller gezielt fortbewegen.

Reaktionen auf Umweltreize als Kennzeichen des Lebendigen

Ein weiteres Kennzeichen des Lebendigen ist die Reizbarkeit. Bei dieser handelt es sich um die Fähigkeit eines Lebewesens, sich auf äußere Einwirkungen einzustellen und auf diese zu reagieren. Als Beispiele hierfür ist die Lichtempfindlichkeit bei Pflanzen, Tieren und auch dem Menschen zu nennen. Pflanzen reagieren auf das Sonnenlicht, indem sich sie zu diesem hin bewegen. Wenn Tiere oder der Mensch von hellem Sonnenlicht oder künstlichem Licht geblendet werden, schließen sie als Reaktion hierauf die Augen oder blinzeln. Auch die Haut reagiert auf das Sonnenlicht und die UV Strahlung. Die Melanozyten werden angeregt und aktiviert. Sie lösen dann einen Prozess aus, der die Bräunung der Haut verursacht. Viele Menschen sehen dies auch heute noch als Schönheitsideal, obwohl es sich eigentlich um einen Schutzmechanismus der Haut handelt. Die Reaktion auf Umweltreize stellt ein wichtiges Kennzeichen des Lebendigen dar.

Lebewesen müssen sich fortpflanzen können, sonst handelt es sich nicht um Lebeweisen. Das Fortbestehen einer Art ist nur sichergestellt, wenn sich die Individuen fortpflanzen und die Population zumindest auf dem gleichen Niveau gehalten wird. Es zählen hierbei sowohl die geschlechtliche Fortpflanzung, als auch die ungeschlechtliche Fortpflanzung zu den Kennzeichen des Lebendigen, wobei die geschlechtliche Fortpflanzung weiter verbreitet ist, als die ungeschlechtliche Fortpflanzung. Auch Metamorphosen zählen hierzu, wie beispielsweise die Verwandlung von der Raupe in den Schmetterling.

Ein weiteres und das letzte Kennzeichen des Lebendigen ist die permanente Anpassung der Lebewesen an die Umwelt. Lebewesen sind immer in der Lage, sich im Laufe der Zeit (teilweise über sehr lange Zeiträume) zu verändern und spezielle Fähigkeiten zu entwickeln. Diese Veränderungen werden beispielsweise durch Futterknappheit oder auch den Klimawandel notwendig. Um einen Fortbestand ihrer Art zu sichern, müssen Lebewesen sich anpassen.


Prüfung eines Objektes bzgl. der Kennzeichen des Lebendigen

Soll ein Gegenstand bzgl. der Kennzeichen des Lebendigen untersucht werden, so müssen alle Kennzeichen des Lebendigen nacheinander gesucht und überprüft werden. Nur wenn alle Kennzeichen des Lebendigen vorhanden sind, handelt es sich bei der geprüften Sache um ein Lebewesen. Die Kennzeichen des Lebendigen sind Gestalt, Bewegung, Stoffwechsel, Reizbarkeit, Fortpflanzung, Entwicklung sowie die Anpassung an die Umwelt und einen veränderten Lebensraum. Die Reihenfolge der Überprüfung ist nebensächlich, da alle Kennzeichen des Lebendigen erfüllt sein müssen. Ist nur eines nicht erfüllt, so ist das „Testobjekt“ kein Lebewesen bzw. ein Nicht – Lebewesen.

Beispiel: Fisch

Nachweis, dass ein Fisch ein Lebewesen ist. Der Körper eines Fisches hat eine feste Gestalt. Ein Fisch kann sich zielgerichtet und bestimmt, aus eigener Kraft fortbewegen. Der Fisch hat einen funktionierenden Stoffwechsel. Er reagiert zudem auf äußere Reize. Ein Fisch kann sich fortpflanzen, was auf geschlechtliche Art geschieht. Darüber hinaus entwickelt ein Fisch sind stetig weiter und passt sich an seine Umwelt an. Demnach sind alle Kennzeichen des Lebendigen erfüllt. Daraus folgt, dass der Fisch ein Lebewesen ist.

Eine weitere Prüfmethode, ob es sich um ein Lebewesen handelt, ist die Sterblichkeit. Lebewesen sterben irgendwann eines natürlichen Todes. Eine Ausnahme hiervon bilden beispielsweise die Einzeller. Diese sterben nicht auf natürliche Art und Weise, sondern leben ewig. Einzeller sterben lediglich, durch Fressfeinde oder Umwelteinflüsse.

Nicht immer ist die Überprüfung der Kennzeichen des Lebendigen so offensichtlich und einfach durchzuführen, wie am Beispiel des Fisches. Durch auch kompliziertere Beispiele, wie die Überprüfung der Kennzeichen des Lebendigen an einer Zelle, führen letztlich zum Ergebnis, dass die Zelle ein Lebewesen ist.