San Andreas Graben

Fach Erdkunde

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 27.05.2018

Schlagwörter

San Andreas Graben

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt den San Andreas Graben. Es erklärt dessen Verlauf und wie es zu der Verwerfung gekommen ist. Außerdem wird auf Besonderheiten des San Andreas Grabens und Erdbebenrisiken eingegangen.

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Der San Andreas Graben ist eine Blattverschiebung, an der die pazifische Platte an der nordamerikanischen Platte vorbeidriftet. Er geht von Mexiko bis in den Norden von San Francisco und ist insgesamt etwa 1300 Kilometer lang. Der US Bundesstaat Kalifornien wird durch den San Andreas Graben in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte bildet San Francisco, welches auf der nordamerikanischen Platte liegt und die andere Hälfte bildet Los Angeles, welches auf der pazifischen Platte liegt. Seinen Namen hat der San Andreas Graben vom San Andreas Lake, welcher südlich von San Francisco liegt und mit Wasser gefüllt ist. Der San Andreas Graben ist an schlecht sichtbaren Stellen mit Pfosten markiert, damit Unfallrisiken minimiert werden. Ein schnelles Fahren ist an einigen, sehr „welligen“ Abschnitten des San Andreas Graben ohnehin nicht möglich.

Am 18. April des Jahres 1906 entstand eine deutlich sichtbare Bruchstelle. Am gleichen Tag ereignete sich in San Francisco ein äußerst starkes Erdbeben. Dieses hatte eine Stärke von 7,8 auf der Momenten Magnituden Skala und verursachte schwere Schäden in der ganzen Stadt.

Die Besonderheit des San Andreas Grabens ist, dass dieser sich auf dem Festland befindet. Die meisten Plattengrenzen liegen auf dem Meeresboden der Ozeane.

Die Bewegung und Verschiebung der Platten

Die aneinander angrenzenden Platten unterliegen einer stetigen Bewegung. Diese verursacht jedes Jahr eine gewisse Verschiebung der Erdkruste relativ zueinander. Diese lässt sich mit Hilfe der permanent sinkenden Plattendistanz zwischen San Francisco und Los Angeles ermitteln. Aufgrund dieser Berechnungen ist bekannt, dass sich die Platten jedes Jahr um knapp 6 Zentimeter verschieben. Die pazifische Platte bewegt sich hierbei in Richtung Norden und die nordamerikanische Platte in Richtung Süden.

Die Bewegung der Verschiebung ist jedoch nicht auf der ganzen Länge des Bereichs konstant. Viele Bereiche des San Andreas Grabens bewegen sich fast permanent, während andere Bereiche sich kaum bewegen. Diese geraten in der Regel in eine ruckartige Bewegung, wenn sie sich zuvor verhakt haben und verschieben sich in einem Ruck direkt bis zu einigen Metern. Bei dem oben angesprochenen Erdbeben von San Francisco im Jahre 1906 betrug eine solche Plattenverschiebung teilweise bis zu sechs Meter. Es gab jedoch bereits zuvor noch größere Plattenverschiebungen. Eine solche ist beispielsweise die Plattenverschiebung beim Fort Tejon Erdbeben im Jahre 1857, bei der sich Platten um bis zu neun Meter verschoben haben.

Geologen und weitere Wissenschaftler vermuten, dass es diese Plattenbewegungen und Plattenverschiebungen am San Andreas Graben bereits seit mehr als 30 Millionen Jahren geben muss. Zu der Zeit hat sich die Reyes Halbinsel um zirka 450 Kilometer aus südlicher Richtung zu ihrem heutigen Standort verschoben. Die zwei Pinnacles sind dort vor knapp 23 Millionen Jahren entstanden. Mittlerweile wurden sie allerdings entlang des San Andreas Grabens um 313 Kilometer verschoben. Das bedeutet, dass die nördlichen Pinnacles 313 Kilometer von ihrem Ursprungsort entfernt sind. Der Ursprungsort der nördlichen Pinnacles ist die heute dort befindliche Neenach Formation.

Nach wie vor ist viel Bewegung im Plattensystem des San Andreas Grabens. Aufgrund der Kenntnis der ungefähren jährlichen Verschiebung lässt sich ermitteln in welchem Zeitraum, welche Inseln oder Teile davon, sich in welche Regionen verschieben werden. In mehreren Hundertausend Jahren wird beispielsweise die Insel Point Reyes, auf ihrem Weg nach Alaska, die Bodega Bay überlaufen. Des Weiteren gilt als gesichert, dass es am San Andreas Graben immer wieder zu Erdbeben kommen wird. Geologen und weitere Wissenschaftler entdeckten gegen Ende der 1960 Jahre, dass der San Andreas Graben die Grenze von zwei Kontinentalplatten ist, welche in Bewegung sind. Daher stellt sich für diese Region nicht die Frage ob es erneut zu verheerenden Erdbeben kommen wird, sondern wann dies der Fall sein wird.

Aufgrund der Wichtigkeit dieser Kenntnis lässt die US amerikanische Bundesbehörde United States Geological Survey seit dem Jahre 1984 regelmäßig intensive Untersuchungen am San Andreas Graben durchführen. Dies gilt insbesondere für die in unmittelbarer Nähe des San Andreas Graben liegenden Orte, wie zum Beispiel Parkfield. Erdbeben, welche sicher und so weit wie möglich voraus gesagt werden können, erhöhen die Überlebenswahrscheinlichkeit der Bevölkerung und minimieren die, durch das Erdbeben, zu erwartenden Sachschäden. Bestandteil dieser Forschung und zahlreichen Untersuchungen, sind auch Bohrungen, welche es seit dem Jahre 2004 gibt. Die San Andreas Fault Observatory at Depth, abgekürzt SAFOD führt diese Tiefbohrungen durch. Es wird hierbei versucht, eine aktive Plattengrenze anzubohren, um bei Erdbeben Rückschlüsse auf die Prozesse im San Andreas Graben ziehen zu können.

Der Verlauf des San Andreas Grabens aus wissenschaftlicher Sicht

Der San Andreas Graben unterteilt sich in drei Abschnitte: das südliche Segment, das zentrale Segment sowie das nördliche Segment. Das südliche Segment fängt in der unmittelbaren Nähe des Saltonsees an, läuft an der angrenzenden Mojave Wüste entlang und von dort aus zunächst nach Norden und anschließend nach Nordwesten. Dort trifft er auf die San Bernadino Berge und die San Gabriel Berge. Das mittlere oder auch zentrale Element verläuft nordwestlich zwischen den Städten Parkfield und Hollister. Das letzte, nördliche Segment des San Andreas Graben geht von Hollister bis zur San Francisco Halbinsel. Danach verläuft er unterhalb des Wassers bis nach Mendocino. Am Kap Mendocino treffen alle drei Kontinentalplatten aufeinander.

Bedeutung des San Andreas Grabens

Aufgrund der in der Landschaft deutlich zu erkennenden Verwerfungen sind zahlreiche Gebiete des San Andreas Grabens bei Touristen sehr beliebt. Viele besichtigen die Gebiete und nutzen sie als Fotomotive. Aufgrund der interessanten Kulisse, ist der San Andreas Graben auch für Filmemacher ein sehr spannender Drehort.