Die Feuchtsavanne

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Klasse 11

Autor sandi2001

Veröffentlicht am 12.06.2018

Schlagwörter

Feuchtsavanne Savanne

Zusammenfassung

Dieses Referat beinhaltet eine präzise Beschreibung der Feuchtsavanne. Es werden verschiedene Aspekte genauer betrachtet, beispielsweise das Klima, die Flora und Fauna sowie der Einfluss des Menschen auf die Savanne.

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Die Feuchtsavanne


Allgemeine Begriffserklärung:
Zunächst sollte der Begriff “Savanne” geklärt werden. Als Savanne (“savana” oder auch “sabana” heißt auf Deutsch etwa “weite Ebene”) bezeichnet man die Vegetationszone, die sich zwischen dem tropischen Regenwald und der Wüste erstreckt. 

In der Vegetationszone der Savannen unterscheidet man zwischen Trockenzeiten und Regenzeiten. Je nach Länge der Regenzeit und Niederschlagsmenge unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Kategorien:

  1. Die Feuchtsavanne (Regenzeit lang, Trockenzeit kurz)

  2. Die Trockensavanne (Regenzeit und Trockenzeit je gleich lang)

  3. Dornsavanne (Regenzeit kurz, Trockenzeit lang. Nahezu keine Vegetation)



Es gibt keine klaren Grenzen zwischen den einzelnen Zonen, da der Übergang fließend und langsam verläuft.


Die folgenden Informationen sind ausschließlich auf die Feuchtsavanne bezogen.

Ort:
Die Feuchtsavanne bildet den Übergang zwischen der Trockensavanne und dem tropischen Regenwald, sie befindet sich also in Äquatornähe. Sie gilt als eines der artenreichsten Gebiete unserer Erde und bedeckt fast zehn Prozent der gesamten Erdoberfläche. Große Flächen dieser Vegetationszone findet man vor allem im Zentrum und Süden Afrikas, sowie auch in Brasilien, Venezuela und Kolumbien. Auch in Indien, Südostasien und Australien trifft man auf große Flächen der Feuchtsavanne.


Klima und Niederschlagsmenge in der Feuchtsavanne:
Wie erwähnt sind Savannen und ihr dortiges Klima durch den Wechsel von Trocken- und Regenzeit geprägt. Diese Trocken- und Regenperioden kommen durch die Sonne und ihre momentane Position zu stande. Während die Sonne nämlich im Zenit steht, verdampft aufgrund der höheren Temperaturen mehr Wasser.


Die Feuchtsavanne ist mit einer Regenzeit-Dauer von fast acht Monaten jene Savanne mit der längsten Regenzeit und somit außerdem die mit der stärksten Vegetation. Auch ist die Artenvielfalt der Tiere bei weitem breiter als in den anderen Savannentypen.


Während dieser Regenperiode gibt es starke Niederschläge. Die Niederschlagsmenge während dieser Zeit ist von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Durchschnittlich spricht man jedoch von etwa tausend bis tausendsiebenhundert Millimetern pro Jahr, welche in Form von Regen auf die Erde fallen.


Weil die Feuchtsavanne in der tropischen Klimazone und demnach in Äquatornähe liegt, ist die Sonneneinstrahlung das ganze Jahr über mehr oder weniger senkrecht. Das bedeutet für die Vegetationszone ganzjährig hohe Temperaturen. Diese variieren in der Regel zwischen 25 und 30 Grad Celsius und bleiben somit das ganze Jahr über mehr oder weniger gleich.

Vegetation und Flora (Pflanzenwelt) in der Feuchtsavanne:

Die momentane Vegetation ist stark abhängig davon, ob gerade Regenzeit oder Trockenzeit ist. Allgemein wachsen in der Feuchtsavanne vor allem verschiedene Gräser. Eine für die Vegetationszone sehr typische Pflanze ist das sogenannte Elefantengras, welches eine Höhe von sechs Metern erreichen kann. Diese bestehen allerdings ausschließlich während der Regenzeit, da sie ohne regelmäßige Bewässerung nicht überstehen können; bei Eintreten der Trockenzeit vertrocknen die Gräser.


Weniger stark verbreitet als solche Gräser, aber auch mehr oder weniger stark präsent in Feuchtsavannen sind beispielsweise Sträucher-Ansammlungen sowie auch schon kleine Laubwälder, welche bereits den Übergang zum tropischen Regenwald darstellen.


Des Weiteren findet man Pflanzen wie Schirmakazien und Ölpalmen in der Feuchtsavanne.
Manche Holzgewächse haben ein solch tiefes und ausgeprägtes Wurzelsystem, um auch die trockenen niederschlagslosen Monate zu überstehen. Diese Pflanzen werfen zu Beginn der Trockenperiode ihre Blätter ab, um Wasser zu sparen.



Boden:
Der gesamte Boden der Feuchtsavanne wird bedeckt von einer Krautschicht. Es sind teilweise rotbraune Savannenböden, größtenteils aber sogenannte Latosole. Der Boden hat außerdem einen hohen Säuregehalt, ist nährstoffarm und außerdem eher lehmig.


Fauna (Tierwelt) in der Feuchtsavanne:
In den Savannen sind eine große Menge verschiedenster Tierarten anzutreffen. Beispielsweise zahlreiche Säugetierarten wie Löwen, Büffel, Hyänen, Kängurus, Zebras, Erdmännchen, Gazellen und Antilopen, sowie auch Elefanten, Giraffen und Flusspferde haben dort ihren Lebensraum. Des Weiteren findet man in der Vegetationszone eine große Anzahl von Spinnentieren und Insektenarten, so wie beispielsweise Ameisen und Heuschrecken. Auch Termiten sind in den Savannen weit verbreitet. Nennenswerte Tierarten sind zudem auch bestimmte Vogelarten wie Geier und Strauße.

Der Mensch in der Feuchtsavanne

Dass sich der Boden in der Feuchtsavanne recht gut für den Anbau eignet, hat sich der Mensch in den letzten Jahrzehnten zu Nutzen gemacht. Verschiedene Nutzpflanzen werden heute in den Feuchtsavannen angebaut. Beispielsweise Mais, Süßkartoffeln, Sesam, Hirse, und so weiter. Auch die Palmölproduktion findet teilweise in Savannen statt.
Für diese wirtschaftlichen Erzeugnisse wird äußerst viel Platz benötigt. Auf riesigen Plantagen werden möglichst viele Pflanzen angebaut. Trotz den wirtschaftlichen Vorteilen, die dadurch hervorgehen, stellt der Mensch für die Savanne ein großes Problem dar. Durch die Rodung der kleinen Wälder und die Beanspruchung so großer Flächen, werden nämlich viele Lebewesen und deren natürlicher Lebensraum gestört.


Auch werden seit Jahrhunderten Tierherden in die Savanne zum Weiden geschickt. Allerdings hat auch dies negative Folge, da dadurch die sogenannte “Verbuschung” droht. Zudem werden aufgrund der Nutzung von Brennholz und Bauholz auch in den Savannen viele Bäume beziehungsweise Holzgewächse gerodet.


Insgesamt lässt sich sagen, dass der Mensch, vor allem in der heutigen Zeit, eine große Bedrohung für die Feuchtsavanne darstellt. Durch die Abholzung der Bäume und Pflanzen verbreitet sich die vegetationslose Wüste und der Lebensraum wird für viele Tierarten immer kleiner.