Der Weiße Tiger

Fach Erdkunde

Klasse 8

Autor joflo

Veröffentlicht am 08.09.2018

Schlagwörter

Weißer Tiger

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt den Weißen Tiger, beziehungsweise die eigentliche Spezies den Königstiger. Das Referat geht auf den heutigen, sowie den ehemaligen Lebensraum, die Ernährung und die Fortpflanzung der Gattung ein.

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Einführung in die Thematik
Als «Weißer Tiger» wird eine spezifische Züchtung des König- beziehungsweise des Bengal-Tigers bezeichnet. Der Weißer Tiger existiert allerdings nicht als eigene Rasse, da Weiße Tiger nur gewöhnliche Königstiger mit weisser Farbvariante sind. Es kann verglichen werden mit einem Automodell, das in verschieden Lackierungen verfügbar ist. Die Lackierung verändert hier auch nicht welches Modell der Wagen eigentlich ist. Der Weißer Tiger sieht optisch durch seine Züchtung sehr eindrucksvoll aus und sind daher ein Besuchermagnet für Zoos und Tierpärke rund um den Globus. Doch hauptsächlich in Asien wird die weisse Farbvariation des Bengal-Tigers in Tierparks gehalten, wie beispielsweise im Zoo des Stadt-Staats Singapur, wo die Weißen Tiger jedes Jahr tausende von schaulustigen Besuchern in Menschenströmen anlocken.

Geschichte des Weißen Tigers
Die weissen Farbvariationen des Königstigers kommen in der Natur nur sehr selten vor. Die sind Halblatinos mit weiss-schwarzem Fell wie ein Zebra und leuchten blauen Augen, anstelle von den normalerweise orange-rötlichen Augen des Bengal-Tigers. Die Weißen Tiger welche in Gefangenschaft leben, gehen vermutlich alle auf den selben Vorfahren zurück, welcher im Jahre 1951 vom Maharaja von Reva, Martand Singh im indischen Dschungel bei Bandhavgarh in der nördlichen Mitte des Landes entdeckt wurde. Der Maharaja hielt den Weißen Tiger in einem goldenen Käfig in seinem Palast und verwöhnte ihn. Als der Weiße Tiger die geschlechtsreife erlangt hatte, gab er ihm die Möglichkeit sich fortzupflanzen. Die Tiger wurden an Zirkusse und Zoos in den Vereinigten Staaten von Amerika verkauft und dort weitergezüchtet. Um allerdings ein zu starker Grad von Inzucht zu vermeiden, wurden teilweise Sibirische-Tiger eingekreuzt um den Genpool zu erweitern. Die Faszination um die Weißen Tiger war von Beginn an riesig und ist es bis heute noch. Viele halten allerdings den Weißen Tiger für den gewöhnlichen sibirischen Tiger und erklären sich die Weisse Farbe der Tiger mit der Anpassung an den Schnee im sibirischen Norden. Der Sibirische-Tiger wiederum ist in Wahrheit gar nicht weiss, sondern gleicht oder ähnelt dem Bengal-Tiger in den Farben.

Verbreitung und Lebensraum
Da der Weiße Tiger wie oben erklärt eigentlich gar keine eigene Spezies darstellt ist es nicht möglich nur von der Verbreitung des Weißen Tigers zu sprechen. Man muss generell auf den Königstiger eingehen und dessen Verbreitung und seine ehemalige Verbreitung erklären. Die ursprüngliche Verbreitung des Königstigers umfasst beinahe die Hälfte ganz Asiens. Allerdings waren die Verbreitungsgebiete auf zwei Zonen unterteilt. Die erste Zone erstreckte sich über ganz Zentralasien vom Osten der heutigen Türkei über den Süden des heutigen Russlands, den Norden der Islamischen Republik Iran, Syrien sowie den Irak. Der Königstiger war in dieser Zone rund um das Kaspische Meer und im heutigen Tadschikistan, Usbekistan, Kasachstan, Turkmenistan, Aserbaidschan und in der Mongolei anzutreffen. Die zweite Zone befand sich im Südosten des Asiatischen Kontinents. Diese zweite, noch grössere Zone begann im Westen in Pakistan, erstreckte sich bis auf den Nordosten über ganz Indien sowie Nepal, Bangladesch, Bhutan, Myanmar, dem ganzen Königreich Thailand, Laos, Kambodscha, Vietnam, Indonesien, Singapur, Malaysia, über Teile der heutigen Volksrepublik China, ganz Nord- und Südkorea sowie die südöstlichen russischen Provinzen. Obwohl der Königstiger in riesigen Bereichen in Asien vertreten war, ist er heute viel seltener anzutreffen. Von der Bildfläche der Zone eins in Zentralasien ist der Königstiger heute leider komplett verschwunden. Man trifft in nur noch in einzelnen Bereichen in der zweiten Zone an. Er lebt noch in einigen Gebieten in Südwestindien und auch im Zentrum des Landes. Ausserdem ist der Bengal-Tiger in einigen Wälder Nepals anzutreffen und im äussersten Osten Indiens an der Chinesischen Grenze. Auch im Südwesten von Bangladesch gibt es ein Kleiner Fleck, an dem noch ein paar Bengal-Tiger leben. Ein vergleichswese grosser Bestand lebt in Myanmar und im Nordwesten Thailands. Auch in Malaysia und auf der Insel Java in Indonesien gibt es tief im Dschungel noch einige dieser gestreiften Raubkatzen. Ebenfalls trifft man die Vereinzelt in Laos und Vietnam an. Eine einzelne Zone hat sich erstaunlicherweise auch im Norden gebildet. Direkt von der Nordkoreanischen Grenze zu Russland und der Volksrepublik China erstreckt sich ein relativ grosser Bereich, in dem auch heute noch Lebensraum für den Bengal-Tiger vorhanden ist. Die Tiere leben verstreut auf einem Bereich etwa gleich gross wie die gesamte Koreanische Halbinsel.

Ernährung
Der Bengal-Tiger frisst pro Tag satte 8 Kilogramm rohes Fleisch. Er ernährt sich vor allem von grossen Fluchttieren wie Antilopen, Hirschen und Wildschweinen. Der Königstiger schleicht sich an seine Beute heran und springt dann auf sie drauf. Mit einem gezielten Biss in den Nacken des Tieres, tötet er es und verspeis es danach komplett bis aufs Skelett.

Fortpflanzung
Der Weiße Tiger und allgemein alle König-, beziehungsweise Bengal-Tiger hat eine Lebenserwartung von 17 bis 20 Jahren und erreicht die Geschlechtsreife mit einem Alter von etwa 3-4 Jahren. Die Tragzeit dauert zwischen 90 und 110 Tage und es können bis sechs Junge gleichzeitig auf die Welt kommen.

Fazit
Der Lebensraum des Königstigers hat sich in den vergangenen einhundert Jahren extrem verkleinert. Es leben mengenmässig nur noch ein Bruchteil der Bengal-Tiger, im Vergleich zu der Anzahl Bengal-Tiger, welche früher gelebt haben. Die Art steht am Rande der Ausrottung und braucht unbedingt Unterstützung. Der Weisse Tiger ist ein sehr faszinierendes Tier um die Öffentlichkeit auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Das Tier ist geschützt und dies sollte oder muss unter allen Umständen respektiert werden, wenn wir die Faszination des Königstigers beziehungsweise des Bengal-Tigers auch in der Zukunft noch geniessen wollen.