Der San-Andreas-Graben

Fach Fach

Klasse 9

Autor joflo

Veröffentlicht am 14.09.2018

Schlagwörter

San Andreas Graben

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt den San-Andreas-Graben, oder die San-Andreas-Verwerfung, wie sie unter Geologen genannt wird. Nach einer Einführung geht das Referat auf die Bewegung der Platten und die Gefahren ein.

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Einführung in die Thematik
Der San-Andreas-Graben, ist eine Blattverschiebung in der Nähe der Westküste des nordamerikanischen Kontinents. In der Fachsprache wird der San-Andreas-Graben, San-Andreas-Verwerfung genannt. Der Graben entstand durch das Vorbeidriften der pazifischen Platte an der nordamerikanischen Platte. Die San-Andreas-Verwerfung ist über 1300 Kilometer lang und erstreckt sich von Mexiko hin, über grosse Teile des US-Bundesstaates Kalifornien bis nach San Francisco. Da sich die San-Andreas-Verwerfung entlang von Süden nach Norden hin durch Kalifornien erstreckt, teilt sie den Bundesstaat faktisch in zwei Teile auf. Der eine Teil, liegt im Westen und befindet sich auf der Pazifischen Platte. Auf der linken Seite wird er von der Küste des Pazifischen Ozeans begrenzt und auf der rechten Seite eben durch die San-Andreas-Verwerfung. Der andere Teil vom Bundesstaat Kalifornien liegt auf der rechten Seite der San-Andreas-Verwerfung. Und gegen die andere Seite hin wird sie durch die US-Bundesstaaten Arizona sowie Nevada abgegrenzt. Im Norden grenzen beide Teile entlang der San-Andreas-Verwerfung an den Bundesstaat Oregon und im Süden An Mexiko. Die San-Andreas-Verwerfung ist an einigen Orten von Auge zu erkennen, so beispielsweise an dem extra nach ihr benannten San Andreas Lake im Süden der kalifornischen Metropole San Francisco. An anderen Orten ist die San-Andreas-Verwerfung nicht von Auge zu erkennen. Um jedoch die Bewegungen welche entstehen trotzdem messen zu können, ist die Landschaft hier mit Pfählen markiert. An einigen Orten, an dem man die San-Andreas-Verwerfung früher noch nicht gesehen hat ist sie heute sichtbar. Der Grund hierfür ist das weltbekannte San-Francisco-Erdbeben im Jahre 1906. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7.8 und kostete tausenden Menschen das Leben. Grosse Teile von San Francisco und anderen Ortschaften welche entlang der San-Andreas-Verwerfung lagen beziehungsweise liegen wurden teilweise oder komplett zerstört. An einigen Orten im Bundesstaat Kalifornien und auch in Mexiko trat die San-Andreas-Verwerfung durch Deses San-Francisco-Erdbeben stark hervor und kann auch aus grosser Höhe, beispielsweise im Flugzeug gut gesehen werden.

Bewegungen entlang der San-Andreas-Verwerfung
Die Pazifische Platte und die Nordamerikanische Platte befinden sich in konstanter Bewegung. Die Nordamerikanische Platte bewegt sich von Norden hin Richtung Süden, während sich die Pazifische Platte von Süden her in Richtung Norden bewegt. Die Bewegung ist sehr langsam und nicht von Auge zu sehen. Die Verschiebung beträgt pro Jahr insgesamt nur etwa 6 Zentimeter, was pro Platte also rund 3 Zentimeter ausmacht. Obwohl die Bewegung so langsam ist, reicht sie aus, um alle paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte stärkere Erdbeben auslösen kann. Die Erdbeben bestehen darin, dass die Platten dicht aneinander vorbeischrammen und sich teilweise verkeilen. Diese Verkeilungen können sich teilweise sehr ruckartig lösen und machen sich durch starke Erdbeben bemerkbar, welche sehr vernichtend sein können. Die Platten entlang der San-Andreas-Verwerfung bewegen sich allerdings nicht überall gleich stark. Während an einigen Orten die Platten beinahe reibungslos und kontinuierlich aneinander «vorbeigleiten», entstehen an anderen diese eben genannten Verkeilungen. Wenn sich dann diese Verkeilungen ruckartig lösen, können sie sich innerhalb von Minuten oder Sekunden Meterweit bewegen. Beim San-Francisco Erdbeben im Jahre 1906 betrag dies eine Strecke von unglaublichen sechs Metern. Bei anderen Erdbeben entlang der San-Andreas-Verwerfung noch vor 1906 sollte die Distanz der Verschiebung angeblich bis zu volle neun Meter betragen haben. Geologen gehen davon aus, dass die San-Andreas-Verwerfung schon seit über 30 Millionen Jahren besteht und die Platten sich seit dann aneinander vorbeischrammen.

Wird die San-Andreas-Verwerfung ein neues Erdbeben verursachen?
Ja. Es ist unter Geologen völlig unumstritten, dass ein weiteres grosses Beben kommen wird. Die San-Andreas-Verwerfung hat jedes Jahr hunderte von Erdbeben zur Folge, allerdings können der absolut grösste Teil dieser Erdbeben nicht oder nur extrem schwach vom Menschen wahrgenommen werden. Allerdings entstehen wie oben erklärt, auch immer wieder grössere Verkeilungen, welche sich dann ruckartig lösen. Dies hat dann sogenannte «Super-Beben» oder «Mega-Beben» zur Folge. Ein solches Super-Beben ist in Kalifornien und in Mexiko entlang der San-Andreas-Verwerfung leider schon längst überfällig und könnte jeden Moment eintreten. Aus diesem Grund beschäftigen sich Forscher in Kalifornien, im Rest von den Vereinigten Staaten und auch auf der ganzen Welt mit den seismischen Aktivitäten entlang der San-Andreas-Verwerfung. Kalifornien ist an einigen Stellen sehr dicht besiedelt und beherbergt mehrere Metropolen wie Los Angeles, San Diego und San Francisco. Ein starkes Erdbeben könnte verheerende Folgen haben und über 40 Millionen Personen direkt gefährden. Ausserdem befindet sich die San-Andreas-Verwerfung nur wenige Kilometer von der Küste des Pazifischen Ozeans entfernt. Ein Erdbeben so nahe am Meer könnte verheerende Tsunamis ausläsen, die sogar den US-Bundesstaat Hawaii, der im Mitten des Pazifischen Ozeans liegt erreichen. Auch andere Küstenabschnitte könnten von einem Tsunami aus Kalifornien, ausgelöst durch ein Beben in der San-Andreas-Verwerfung erreicht werden.

Fazit
Die San-Andreas-Verwerfung gehört zu den faszinierendsten Plattengrenzen auf der Welt. Dadurch, dass sie sich an Land und nicht im Meer befinden, kann sie von Seismologen und anderen Forschern gut studiert werden. Sie birgt allerdings auch sehr grosse Gefahren, die man sich bewusst sein muss und auf die man sich vorbereiten sollte, wenn man in einer solchen Gegend lebt. Die Forschung macht allerdings Jahr für Jahr grosse Fortschritte und versucht grössere Erdbeben anhand von Messungen vorauszusagen. Eine hundert Prozentige Sicherheit wird es allerdings in näherer Zukunft kaum jemals geben.