Der Lebensraum des Ameisenigels

Fach Fach

Klasse 6

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.08.2018

Schlagwörter

Ameisenigel

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Lebensraum und der Ausbreitung sowie der Lebensweise, Ernährung und Fortpflanzung des Ameisenigels. Es wird sowohl auf den Kurzschnabelameisenigel, als auch auf den Langschnabelameisenigel eingegangen.

Kostenlose Tipps zum Erstellen eines guten Referates

Wir haben für Dich eine Zusammenfassung bereit gestellt, die dich anleitet ein gutes Referat zu schreiben.

Tipps anschauen

Bei einem Ameisenigel handelt es sich um ein eierlegendes Säugetier. Der Ameisenigel sowie das Schnabeltier gehören zur Ordnung der Kloakentiere. Diese beiden Tierarten sind die einzigen Säugetiere, welche Eier legen und ihre Jungtiere somit nicht lebend auf die Welt bringen. Bei Ameisenigeln wird zwischen zwei, sich in vier Arten unterteilenden Ameisenigeln unterschieden. Es gibt den Kurzschnabelameisenigel und drei verschiedene Arten von Langschnabelameisenigel.

Lebensraum des Ameisenigels

Der Ameisenigel liebt vorwiegend in Australien aber auch auf Tasmanien sowie Neuguinea. Er kommt auch auf Inseln vor und hat sich sehr weit verbreitet. Der Langschnabelameisenigel lebt allerdings ausschließlich in Neuguinea.

Körperbau des Ameisenigels

Der Ameisenigel ähnelt aufgrund seiner zahlreichen Stacheln, welche er auf seinem Rücken trägt, dem klassischen Igel. Auch der Körperbau an sich lässt auf eine Verwandtschaft zwischen diesen beiden Tierarten schließen, welche jedoch nicht besteht. Die Stachellänge beim Ameisenigel beträgt bis zu 60 Millimeter. Die Stacheln sind innen hohl und somit recht leicht, was für das Tier von großer Wichtigkeit ist. Die meisten Stacheln des Ameisenigels sind gelblich, manche haben eine schwarze Spitze. Das Fell vom Ameisenigel ist entweder braun oder schwarz gefärbt. Die Haare des Ameisenigels sind bei einigen Exemplaren sehr lang und bedecken teilweise sogar dessen Stacheln. Die Länge der Haare ist jedoch abhängig vom Klima. Je kälter es ist, desto länger werden die Haare des Ameisenigels, um diesen vor der Kälte zu schützen.

Die männlichen Ameisenigel sind bei allen Arten ein wenig größer und schwerer, als die weiblichen Tiere. Der Kurzschnabelameisenigel wiegt zwischen 2,5 Kilogramm und 7 Kilogramm, bei einer Körpergröße zwischen 35 Zentimetern und 53 Zentimetern. Der Langschnabelameisenigel hingegen hat ein Gewicht zwischen 12 Kilogramm und 16 Kilogramm und wird von 45 Zentimeter bis zu 77 Zentimeter groß.

Der Lebensraum des Ameisenigels

Der Ameisenigel ist nicht besonders anspruchsvoll, was seine Nahrung angeht und daher überall dort anzutreffen, wo es etwas zu fressen für ihn gibt. Er lebt daher beispielsweise in Wüstengebieten aber auch in Parks oder Wäldern. In Neuguinea lebt der Ameisenigel sogar im Gebirge. Auch bei der Wahl seiner Unterkunft ist der Ameisenigel relativ anspruchslos. Er lebt so, wie es die Umgebung gerade zulässt, in Felsspalten, hohlen Baumstämmen oder auch Erdhöhlen. Der Ameisenigel ist ein Bewohner des Bodens und kann nicht besonders schnell laufen. Dennoch kommt er auch in felsigem Gelände zurecht. Außerdem fühlt er sich in der Nähe des Wassers wohl und ist ein guter Schwimmer.
Ameisenigel sind Einzelgänger und bleiben immer in ihrem eigenen Revier. Sie akzeptieren jedoch auch weitere Ameisenigel, die dort leben. Die Reviergröße variiert und beträgt zwischen 25 Hektar und 200 Hektar.

Ameisenigel sind dämmerungsaktive Tiere. Früh morgens und am frühen Abend verbringen Sie Zeit mit der Futtersuche und dem Fressen. In heißeren Gegenden suchen Ameisenigel nachts nach Futter, um der Hitze entgehen zu können. Ameisenigel sind nicht in der Lage, ihre Körpertemperatur zu regulieren. Ab einer Temperatur von 30° Celsius, sind sie daher nicht aktiv. Bei großer Kälte können sie zum Schutz in den Torpor, eine Art Winterstarre fallen. Sie nutzen diese Möglichkeit auch bei Futterknappheit.

Die Ernährung des Ameisenigels

Der Ameisenigel frisst Fleisch und hierbei am liebsten Ameisen und Termiten. Der Langschnabelameisenigel frisst außerdem noch Regenwürmer, welcher er aufgrund seines langen Schnabels gut erreichen kann.

Feinde des Ameisenigels

Die natürlichen Fressfeinde des Ameisenigels sind der Buntwaran, der Rotfuchs und der Dingo. Da der Ameisenigel nicht besonders schnell ist, nutzt er eine raffinierte Technik, um sich im Notfall zu schützen. Er gräbt sich sehr schnell in den Boden ein und lässt nur noch seine Stacheln herausgucken. Wenn der Boden hierfür zu hart ist, rollt er sich stattdessen zu einer Stachelkugel zusammen.

Die Fortpflanzung des Ameisenigels

Die Paarung von Ameisenigeln findet im Sommer statt. Die Ameisenigel bilden hierbei Karawanen. Dem führenden Weibchen folgen bis zu zehn männliche Tiere, welche um das Weibchen werben. Wenn das Weibchen bereit zur Paarung ist, legt es sich auf den Bauch. Die männlichen Tiere buddeln daraufhin einen Paarungsgraben in der Nähe des Weibchens. Anschließend versuchen sich die Tiere gegenseitig aus dem Graben zu drängen. Das übrigbleibende Männchen, hat den Wettbewerb um das Weibchen gewonnen. Wenn die Paarung vollzogen ist, trennen sich die beiden wieder. Manche Männchen schließen sich sofort der nächsten Paarungskarawane an.

Das Ameisenigelweibchen legt nach drei bis vier Wochen ein Ei, welches die Größe einer Weintraube hat. In sehr seltenen Fällen, legt es auch mehrere Eier, jedoch nie mehr als drei Stück. Das Weibchen brütet anschließend das Ei bzw. die Eier in ihrer warmen Bauchtasche aus. Nach etwa zehn Tagen schlüpfen dann das Jungtier bzw. die Jungtiere.

Die Jungtiere eines Ameisenigels sind nach dem Schlüpfen völlig hilflos. Sie sind anfangs lediglich 15 Millimeter groß und außerdem nackt und blind. Deshalb bleiben die Jungtiere von Ameisenigeln die ersten zwei Monate im Bauchbeutel des Muttertiers. Die Mutter versorgt ihre Jungen dort mit Milch. Nach den ersten beiden Lebensmonaten beginnt bei einem Ameisenigel der Wachstum der Stacheln. Daraufhin verlässt es den Bauchbeutel des Muttertieres. Hierbei hat es in der Regel bereits eine Größe von knapp 20 Zentimetern. Das Muttertier sucht vorab einen Bau aus, welcher gut geschützt ist und legt es dort ab. Es kehrt alle fünf bis zehn Tage zurück, um das Jungtier zu säugen. Erst nach zehn Wochen öffnet ein Ameisenigelbaby seine Augen und wenn es ein halbes Jahr alt ist, verlässt es erstmalig seinen Bau. Das Muttertier beginnt etwa nach sieben Monaten, das Jungtier zu entwöhnen, bleibt aber noch weitere fünf Monate bei ihm. Anschließend gehen die Tiere getrennte Wege.
Ein weiteres Jahr später ist auch das Jungtier paarungsreif. Das Muttertier kann sich zu diesem Zeitpunkt ebenfalls wieder paaren.