Der Lebensraum der schwarzen Witwe

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Klasse 1

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 09.08.2018

Schlagwörter

Schwarze Witwe

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Spinnenart "schwarze Witwe". Es wird die territoriale Ausbreitung der Spinne sowie ihr Lebensraum, ihre Verhaltensweise und ihr Aussehen beschrieben. Außerdem wird auf die Gefahr für den Menschen eingegangen.

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Bei der schwarzen Witwe handelt es sich um eine Webspinne, welche aus der Familie der Haubennetzspinnen stammt und ist als eigene Art anerkannt.

Vorkommen

Schwarze Witwen kommen sowohl in Südeuropa, als auch in Südosteuropa vor. Darüber hinaus gibt es sie im nahen Osten sowie in Nordafrika. Das Verbreitungsgebiet der schwarzen Witwe geht über die südliche Ukraine und Südrussland bis zu Zentralasien sowie Westchina. Die nördliche Grenze des Vorkommens der schwarzen Witwe liegt ungefähr auf der Höhe von Zabgreb, Mailand und Lyon und somit zwischen dem 44. und 45. Breitengrad.

Innerhalb von Europa sind die westlichen Grenzen der Verbreitung der schwarzen Witwe in Spanien zu finden. Die schwarze Witwe gibt es außerdem auch in Frankreich und dort insbesondere auf Korsika. Außerdem lebt sie auch in Italien, bis einschließlich Sardinien. In Kroatien sowie Bosnien und Herzegowina kommt die schwarze Witwe ebenfalls, gelegentlich vor sowie auch an der Schwarzmeerküste in Bulgarien und Rumänien.

Lebensweise

Die schwarze Witwe ist meistens in Steppengebieten mit geringer Vegetation anzutreffen. Bei einer zunehmenden Verbuschung der Graslandschaft, geht die Population der schwarzen Witwen zurück.

Die schwarze Witwe spinnt ihr Spinnennetz in Bodennähe zwischen den Grashalmen und niedriger Vegetation. Bei diesem Netz handelt es sich um ein unregelmäßiges Fangnetz. Nachdem sie ihr Netz fertig gestellt hat, wartet sie unter Steinen versteckt auf ihre Beute. Kleine Beutetiere verfangen sich in den klebrigen Spinnfäden des Netzes. Die schwarze Witwe ernährt sich in erster Linie von bodenbewohnenden Insekten, insbesondere von größeren Käfern. Nachdem sich das Beutetier im Netz verfangen hat, überwältigt die schwarze Witwe ihre Beute mit Hilfe ihrer Kieferklauen und einer Injektion des Gifts. Die schwarze Witwe trifft durch ihr Netz nur eine passive Auswahl der Beute und verfügt daher über ein großes Beutespektrum. Sie ernährt sich quasi von allem, was sich in ihrem Netz verfängt. Ihre Beutetiere sind meistens zwischen 1,5 und 2,5 Zentimeter lang. Kleinere Tiere können den klebrigen Fäden des Spinnennetzes in der Regel ausweichen. Großen Tieren kann das Netz nichts anhaben, da sie dieses leicht zerstören können.

Aussehen

Sowohl das Männchen der schwarzen Witwe, als auch das Weibchen der schwarzen Witwe haben 13 rote Flecken auf dem Hinterleib, welche eine helle Umrandung besitzen. Diese Flecken sind in drei Längsreihen angeordnet. Die mittlere Reihe hat fünf runde bis tropfenförmige Flecken und die äußeren beiden reihen, jeweils vier rote Flecken. Manchmal „verschmelzen“ diese roten Flecken ineinander, sodass man diese nicht mehr als Einzelflecken unterscheiden kann. Beim Weibchen der schwarzen Witwe können die roten Flecken im hohen Alter nach und nach verschwinden. Es existieren auch komplett schwarze, schwarze Witwen. Die männlichen Exemplare der schwarzen Witwe sind deutlich kleiner, als die weiblichen Exemplare der schwarzen Witwe.

Es gibt bei der schwarzen Witwe insgesamt vier verschiedene Färbungen. Die rot – gefleckte schwarze Witwe, ist die am häufigsten vorkommende Art. Darüber hinaus gibt es noch die bereits erwähnte schwarze Farbform sowie eine gelb – gefleckte und eine lila – gefleckte Form der schwarzen Witwe.

Weibchen

Die weiblichen schwarzen Witwen können bis zu etwas mehr als einen Zentimeter lang werden. Das jeweils vordere und hintere Beinpaar der schwarzen Witwe sind knapp zwei Zentimeter lang und deutlich länger, als die mittleren Beinpaare, welche nur elf Millimeter bzw. 14 Millimeter lang wird. Die Spannweite einer weiblichen schwarzen Witwe beträgt also ungefähr vier Zentimeter. Ihr Hinterleib hat eine Länge von etwa 5,5, Millimetern und eine Breite von zirka 4,7 Millimetern und ist kugelförmig bis leicht oval.

Männchen

Die männlichen schwarzen Witwen werden etwa vier bis fünf Millimeter lang. Sie sind also nicht mal halb so groß, wie die Weibchen ihrer Art. Die Beinpaare sind ebenfalls unterschiedlich lang und rot braun gefärbt. Das vordere Beinpaar ist mit knapp 17 Millimetern das längste, gefolgt von dem zweiten Beinpaar mit einem Zentimeter Länge. Der Hinterleib hat eine Länge von ungefähr 2,6 Millimetern und eine Breite von etwa 1,2 Millimetern und ist eher länglich, als kugelförmig.

Giftigkeit

Die schwarze Witwe ist eine Giftspinne und gehört zu den gefährlicheren Arten. Sie ist jedoch nicht angriffslustig und auch nicht aggressiv. Die Gefährlichkeit eines Spinnenbisses durch die schwarze Witwe für den Menschen, wurde mit der Gefahr eines Wespenstichs verglichen. Es entsteht Schmerz durch den Biss sowie eine Schwellung und eventuell Juckreiz, durch das injizierte Gift. Darüber hinaus besteht die Gefahr einer Entzündung der Bissstelle. Es kann in sehr seltenen Fällen jedoch auch zu schweren gesundheitlichen Problemen kommen, welche unter Umständen einen tödlichen Ausgang haben. Tödliche Ausgänge kommen bei ca. vier von 1000 Bissen, also in 0,4 Prozent der Fälle vor.

Symptome

Die schwarze Witwe injiziert bei einem Biss ein Nervengift. Bei diesem Gift handelt es sich um ein Proteingemisch, welches aus unterschiedlichen Latrotoxinen besteht. Der Hauptbestandteil des Nervengifts ist das Alpha Latrotoxin. Dieses Nervengift verursacht beim Opfer, unwillkürliche, neuromuskuläre Entladungen, welche krampfartige Bauchschmerzen, starke Kopfschmerzen, Krämpfe sowie Bluthochdruck zur Folge haben können. Des Weiteren kommt es an der Bissstelle in der Regel zu Schwellungen.

Ohne ärtzliche Behandlung können die Symptome des Bisses durch die schwarze Witwe mehrere Tage lang andauern. In einigen Fällen ist die genaue Dianose schwierig, da sie Symptome erst eine geraume Zeit nach dem Spinnenbiss auftreten. Dieser Zeitraum liegt zwischen 20 Minuten und 120 Minuten. Aus diesem Grund sind Fehldiagnosen, insbesondere in Europa, so Spinnenbisse selten sind, oft ein großes Problem. Dies liegt unter anderem an der fehlenden Erfahrung mit dem Vorfall des Spinnenbisses durch die schwarze Witwe. In Regionen, wo die Art verbreitet ist, sind Fehldiagnosen deutlich seltener.