Der Aralsee

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Klasse 7

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 23.10.2018

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Der Aralsee

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit dem Aralsee und dessen Austrocknung. Es wird auf die natürlichen Umstände aber auch die durch den Menschen herbeigeführten katastrophalen Auswirkungen eingegangen und die Folgen erklärt.

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Bei dem Aralsee handelte es sich um einen abflusslosen Salzsee in Zentralasien. Er trocknete um die Wende vom 20. zum 21. Jahrhundert stellenweise aus und zerfiel auf diese Art in viele, deutlich kleinere Seen. Bei den Resten des Aralsees handelt es sich um den nördlichen Aralsee, den westlichen Aralsee sowie den Barsakelmessee und die Wüste Aralkum. Der Aibugirsee, welcher im Süden liegt und ursprünglich mit dem Aralsee verbunden war, wurde vorab abgetrennt und wird daher nicht dazu gezählt. Der Aralsee gehört geografisch zu Kasachstan und Usbekistan. Die Austrocknung des Sees ist eine vom Menschen verursachte Umweltkatastrophe, welche ab 1960 begann und stark zunahm. Der Aralsee war einst der viertgrößte Binnensee weltweit und erstreckte sich über eine Fläche von ca. 68000 Quadratkilometern.

Die Erforschung des Aralsees

Im Jahre 1850 brachte die russische Marine die erste recht genaue Karte des Aralsees heraus. Sie umfasste die Fläche des Sees sowie dessen relativ genauen Umriss. Der russische Admiral Alexei Butakow unternahm zur Erkundung des Sees extra eine Forschungsreise.

Klimatische Bedingungen

In der Umgebung von Turan herrscht ein halbarides Klima. Turan gehört zur eurasischen Steppe, hat jedoch den Bewuchs einer Trockensteppe. Dies liegt unter anderem an den Hochgebirgen, welche den aus südlicher Richtung kommenden Monsun des indischen Ozeans abhalten. Die Feuchtigkeit kommt im Sommer von den Nordmeerwolkenmassen. Die wichtigsten Winde in der Region kommen aus westlicher bis nordöstlicher Richtung. Es gibt in dieser Gegend häufig kleinere bis mittlere Wirbelstürme und einen jährlichen Niederschlag zwischen 30 und 300 Millimeter, welcher jedoch sehr unregelmäßig ist. Auch mehrmonatige Trockenheit und Schnellfall sind in der Region von Turan möglich.

Verlandung

Die Hauptzuflüsse des Aralsees waren die Flüsse Amudarja sowie Syrdaria. Seit den 1960er Jahren begann der Wasserspiegel des Aralsees stark zu sinken. Bis 1997 sank er insgesamt um 18 Meter. Die Fläche des Sees ging infolge des gesunkenen Wasserspiegels auf 29630 Quadratkilometer zurück. Das Wasservolumen des Aralsees verringerte sich um ca. 90 Prozent und gleichzeitig vervierfachte sich der Salzgehalt des Sees. Selbst Wissenschaftler waren überrascht von dem Zerfall des Aralsees, auch wenn sie die Entwicklungen schon jahrelang beobachteten. Erst als sich die Küstenlinie mehrere Kilometer pro Jahr zurückgebildet hat, wurde klar, dass die Austrocknung des Sees möglich ist. Es wurden entsprechende Maßnahmen beschlossen, welche den Aralsee retten und dauerhaft erhalten sollten. Zu dieser Zeit zerfiel der Aralsee durch die Verlandung in zwei Teile, den großen Aralsee und den kleinen Aralsee. Im Jahre 1990 wiesen diese beiden Seen noch Flächen von 33000 Quadratkilometern bzw. 3000 Quadratkilometern auf. Im Zeitraum von November 2001 bis Juni 2002 wurde die Wosroschdenijeinsel zur Halbinsel, obwohl sie lange Zeit die zweigrößte Insel des Aralsees gewesen ist. Die Insel Barsakelmes verlandete bereits Mitte der 1990er Jahre. Die Stadt Aral, von der der Aralsee ihren Namen hat, war 1960 eine Uferstadt.

Heute liegt sie ca. 30 Kilometer vom Ufer entfernt. Dies gilt auch für zahlreiche andere ehemalige Uferstädte und Hafenstädte, welche heute weit von der Uferlinie entfernt liegen und sich zum Teil sogar mitten in der Wüste befinden. Der Wasserspiegel im Aralsee sank deutlich schneller, als Wissenschaftler dies vermutet und berechnet hatten. Da es durch den Amudarja einen permanenten Zufluss gibt und auch Niederschläge von knapp 100 Millimetern pro Jahr zu erwarten sind, gingen Forscher davon aus, dass der Aralsee nicht völlig austrocknen kann. Im Sommer des Jahres 2016 passierte jedoch genau dieses Ereignis, zum ersten Mal, seit dem Mittelalter.

Versalzung und Umweltverschmutzung

Den südlichen Teil des Aralsees erreicht heute kaum noch Wasser. Dies liegt daran, dass eigentlich zufließende Mengen umgeleitet und anderweitig verwendet werden. Die hohe landwirtschaftliche Nutzung in der Region und die schnelle Verlandung des Sees führten zu einer starken Versalzung des Sees und der Gebiete in Ufernähe. Es gibt mittlerweile viele Dünen, welche hauptsächlich aus Salz bestehen. Der stark ansteigende Salzgehalt des Wassers hatte eine deutliche Verschlechterung der Wasserqualität und ein massenhaftes Fischsterben zufolge. Dies stellte auch das Ende der Fischerei am Aralsee dar, da sich der Fischbestand hiervon nie mehr erholte. Mittlerweile ist das Wasser des Aralsees an manchen Stellen drei bis viermal so salzig wie Meerwasser.
Die erhebliche Salzverschmutzung und Luftverschmutzung vergrößert sich immer noch. Die globale Luftverschmutzung wird durch die Probleme in dieser Region um knapp fünf Prozent erhöht. Pestizide aus dem Gebiet des Aralsees können sogar im Blut von weit entfernt lebenden Tieren, wie beispielsweise Pinguinen nachgewiesen werden. Der Aralstaub breitet sich bis nach Norwegen und Grönland aus.

Diese Umweltprobleme führten zu schweren Erkrankungen der Bevölkerung. Seit Anfang der 1970er Jahre gibt es eine deutlich erhöhte Zahl von Magen- und Darmkrankheiten. Auch Erkrankungen der Atemwege und Krankheiten wie Hepatitis und Tuberkulose nehmen zu. Der Anstieg an Krebsfällen in dieser Region war phasenweise als drastisch zu bezeichnen und ist immer noch sehr hoch. Insbesondere schwache Menschen wie Kinder, ältere Menschen oder Schwangere sind gefährdet. Die Kindersterblichkeit in der Region des Aralsees ist vier Mal so hoch, wie in Russland. Diese gesundheitlichen Probleme treten durch verseuchte Nahrungsmittel und verseuchter Muttermilch auf.

Das Bewusstsein für die drastischen Ausmaße der Situation in der Region um den Aralsee, ist innerhalb der kasachischen Bevölkerung deutlich geringer, als es im Ausland der Fall war. Dies liegt zum einen an der politischen Geheimhaltung der wahren Zustände aber auch an der Mentalität der Bevölkerung, welche eine „es wird schon nicht so schlimm sein – Richtung“ einschlug und lange Zeit nicht handelte, sondern die Situation einfach nahm, wie sie war.

Die Hauptprobleme waren die schlechte gesundheitliche Versorgung, schlechte soziale Lebensbedingungen, Versalzung und Verseuchung des Trinkwassers und der angebauten Lebensmittel sowie das Einatmen von Salz und Staub und die Vererbung von Krankheiten.