Bimsstein

Fach Erdkunde

Klasse 8

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 26.05.2018

Schlagwörter

Bimsstein

Zusammenfassung

Dieses Referat behandelt das Thema Bimsstein. Es erklärt die natürlichen Bestandteile, das natürliche Vorkommen sowie die Geschichte der Nutzung von Bimsstein von dem Altertum bis in die Moderne. Außerdem wird

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Ein Bimsstein, abgekürzt auch als Bims bezeichnet, ist poröses Vulkangestein. Die Diche eines Bimssteines ist aufgrund der hohen Anzahl von Poren, welche einen großen Anteil des Volumens ausmachen, kleiner als die Dichte von Wasser. Dies hat zur Folge, dass ein Bimsstein im Wasser an der Oberfläche schwimmt. Es gibt Bimsstein in zahlreichen verschiedenen Farben. Bimsstein, der aus basaltischer Lava besteht, ist beispielsweise fast schwarz. Je mehr Luftgehalt der Bimsstein hat, und je kleiner die Blasengröße, desto heller wird die Farbe. Es existiert auch fast weißer Bimsstein. Dieser kommt insbesondere im Norden von Lipari oder auf der Insel Stromboli vor. Es gibt auch diverse Farbzwischentöne, welche von gelb – gräulich bis bunt sein können. Bunte Einlagerungen werden durch vulkanisches Glas oder Kristalle erzeugt.

Wie entsteht Bimsstein?

Bimsstein wird durch gasreiche vulkanische Eruptionen erzeugt. Bei diesen wird sehr zähflüssige Lava durch heißem Wasserdampf und Kohlenstoffdioxid aufgeschäumt. Aus der Betrachtungsweise der Chemie unterscheidet sich Bimsstein nicht von anderen Lavaarten, mit Ausnahme des Gewichts. Bimsstein ist deutlich leichter, als Lava. Es hat nur zirka ein Drittel der Dichte von Lava. Aufgrund der vielen Poren hat Bimsstein meistens eine viel hellere Farbe als klassische Lava, bei gleicher Zusammensetzung.

Vorkommen von Bimsstein in Deutschland

Bimsstein kommt in vielen Ländern vor. Nachfolgend werden Vorkommen innerhalb von Deutschland erläutert. Bimsstein wird in Deutschland beispielsweise in der Nähe des Laacher Sees und bei Neuwied abgebaut. Im Neuwieder Becken lagert der Bimsstein zwischen breiten Lösschichten. Dies ist zum Beispiel auch bei Koblenz der Fall. Zum Abbau des Bimssteins wird der Löss auf Seite geschoben, damit der Bimsstein freigelegt wird. Anschließend wird der Bimsstein im Tagebau gefördert. Ist dies geschehen, wird die Fläche wieder mit dem Löss rekultiviert. Dies unterscheidet den Abbau von Bimsstein, deutlich vom Abbau von Lava, für die wichtige Biotope zerstört werden. Der Abbau von Bimsstein ist also sehr vorteilhaft, da er nicht umweltschädlich ist. Bimsstein kommt fast weltweit vor, dies ist in der Nähe von ehemaligen Vulkanen der Fall. Der Bimsstein befindet sich dann beispielsweise rings um die Seen herum verteilt.

Der Bimsstein kann auf zwei verschiedene Arten ins Meer gelangen. Hierzu gehören zum einen der Weg durch stete Land Erosion und die akute vulkanische Eruption. Ersterer Weg ist der häufiger vorkommende. Bimsstein kann in äußerst großen Blöcken auftreten. Beispielsweise wurde vor wenigen Jahren ein über 20000 Quadratkilometer großer Bimsstein, zwischen Neuseeland und Tonga, auf dem Meer treibend entdeckt. Nach Meinungen der Forscher gehört dieser zu einem Unterwasservulkan. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts brach der Vulkan Tambora auf Indonesien aus und warf extrem viel Bimsstein ins offene Meer. Noch Jahre später trafen Schiffe auf riesige Bimssteinbrocken, welche im Meer trieben.

Die Verwendung von Bimsstein

Bimsstein wird heutzutage insbesondere zur Herstellung von Leichtbetonsteinen sowie Dämmstoffen und Schwemmstein benutzt. Dies liegt daran, dass Bimsstein eine gute Wärmedämmfähigkeit besitzt.

Natürlicher Bimsstein eignet sich auch zur Gärtnerei, da er ein wichtiger Grundstoff für Substrate ist. Diese sorgen für eine Verbesserung der Bodenqualität. Die Durchlüftung des Bodens, die Wasserspeicherkapazität und die Durchwurzelbarkeit werden verbessert, weil durch den Bimsstein das Porengefüge des Bodens verbessert wird. Aufgrund der erzeugten, guten Wasserspeicherkapazität und des geringen Gewichts, eignet sich Bimsstein auch sehr als unterstützendes Mittel für Dachbegrünungen. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit von Bimsstein ist das Schleifen von, beispielsweise Holz.

Bimsstein ist ein bekanntes Schleifmittel und Politurmittel. Auch die Zahnmedizin macht sich die Schleifeigenschaften von Bimsstein zu Nutze. Dies gilt ebenso für die Schönheitsindustrie und Kosmetikindustrie, welche Bimsstein längst als Hornhautentferner für sich entdeckt hat. Bimsstein gibt es in verschiedenen Körnungen, also unterschiedlicher „Grobheit“. Die Bimssteine, welche zur Hornhautentfernung gedacht sind, sind klein und in der Regel schön und handlich gestaltet. Auch die Textilindustrie entdeckte Bimsstein bereits vor langer Zeit. Bei der Herstellung von Jeans – Artikeln wird Bimsstein benutzt, um verschiedene Farbeffekte und optische Verschleißeffekte zu erzielen.

Die Entwicklung der Nutzung von Bimsstein

Bimsstein wird bereits seit vielen Jahrtausenden benutzt. Dies liegt daran, dass permanent große Stücke von Bimsstein an die Strände und Küsten angespült worden sind. Die Menschen lasen diesen Bimsstein auf und entdeckten durch ausprobieren, dessen gute Eigenschaften, was beispielsweise das Schleifen angeht. Es existierten jedoch noch mehr als zehn weitere Verwendungsmöglichkeiten. Bimsstein wurde unter anderem als Baumaterial oder zur Reinigung verwendet. In Töpfereien benutzten die Menschen den Bimsstein zum entfetten. Auch in der altertümlichen Medizin wurde der angespülte Bimsstein verwendet. Hier beispielsweise als Heilmittel bei Trunkenheit oder Geschwüren. Der Bimsstein wurde von den gläubigen Menschen als Opfer für die Götter benutzt. Die geopferten Bimssteine wurden zerkleinert und den Göttern in dekorativen Schälchen bereit gestellt.

Im Altertum nutzten die Menschen den Bimsstein zur Körperpflege und zur Behandlung von Kranken. Außerdem wurden mit der rauen Oberfläche von Bimsstein auch Schreibfedern geschärft. In Asien verbreitete sich die Nutzung von Bimsstein als Baumaterial für Häuser recht schnell. Die Asiaten verwendeten Bimsstein als Ziegelsteine für ihre Häuser.
Im Laufe der Jahrtausende wurden die Anwendungsgebiete von Bimsstein immer zahlreicher. Seit der Moderne wird Bimsstein auch industriell hergestellt. Dies begann bereits gegen Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Produktion von Schwemmsteinen, welche aus Bimsstein bestehen. Diese Entwicklung wird im in der Nähe von Koblenz befindlichen Museum der deutschen Bimsindustrie anschaulich wiedergegeben.