Wolfgang Borchert - Das Brot

Fach Fach

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.06.2018

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Wolfgang Borchert - Das Brot

Zusammenfassung

Dieses Referat handelt von der Kurzgeschichte "Das Brot", welche von dem deutschen Schriftsteller Wolfgang Borchert in der Nachkriegszeit verfasst und veröffentlicht wurde. Sie gilt heute als klassische Trümmerliteratur.

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Bei dem Werk „Das Brot“ handelt es sich um eine Kurzgeschichte, welche von dem deutschen Schriftsteller Wolfgang Borchert verfasst worden ist. Sie wurde am 13. November 1946 in der Zeitung „Hamburger Freien Presse“. Bei dieser Kurzgeschichte handelt es sich um einen Klassiker der deutschen Trümmerliteratur. Diese greift zeitgenössische Motive der Nachkriegszeit auf. Es herrscht Nahrungsmittelknappheit in Deutschland und somit wird eine heimlich gegessene Scheibe Brot zu einer Vertrauensfrage innerhalb der Beziehung eines Paares. Die Kurzgeschichte „Das Brot“ ist eines der bekanntesten Werke von Wolfgang Borchert. Sie wurde aufgrund ihres Erfolges mehrfach verfilmt.

Die Handlung von „Das Brot“

Die Kurzgeschichte spielt in der Nachkriegszeit des zweiten Weltkrieges. Eine Frau wacht mitten in der Nacht auf, da sie Geräusche in der Küche hört. Sie bemerkt, dass ihr Ehemann nicht neben ihr im Bett liegt und beschließt den verdächtigen Geräuschen nachzugehen. In der Küche angekommen schaltet sie das Licht ein und entdeckt dort ihren Mann. Sie bemerkt einige Krümel und schlussfolgert, dass ihr Mann sich heimlich eine Scheibe Brot abgeschnitten und diese gegessen hat. Der Ehemann streitet diese Tat jedoch ab. Er behauptet ebenfalls Geräusche gehört zu haben und, dass er nach dem Rechten sehen wollte. Da es keine Hinweise auf einen Einbruch gibt, wird schnell klar, dass der Mann gelogen hat. Er hat die Scheibe Brot abgeschnitten und gegessen, weil er nachts vor Hunger nicht mehr schlafen konnte. Das Nahrungsmittelknappheit herrscht, ist es ihm jedoch peinlich dies zuzugeben, da seine Frau ebenfalls nur sehr wenig zu essen hat. Die Ehefrau erkennt sofort die Lüge ihres Mannes.

Da sie ihn jedoch nicht beschämen will und auch keinen Streit herbei führen möchte, zeigt sie ihm nicht, dass sie seine Lüge längst durchschaut hat. Es folgt ein verlegendes und beschämendes Gespräch zwischen den beiden. Dieses endet mit der Feststellung, dass die verdächtigen Geräusche wohl durch die Dachrinne verursacht worden sind. Anschließend gehen die beiden zurück ins Schlafzimmer und wieder ins Bett. Während des Einschlafens, hört die Frau noch Kaugeräusche ihres Ehemannes. Spätestens jetzt ist klar, dass der Mann die ganze Zeit gelogen hat, weil er großen Hunger hatte. Seine Frau ist wegen der Lüge jedoch nicht wütend auf ihn, sondern sie empfindet Mitleid mit ihrem Mann. Aus Mitleid und mit Hilfe des Vorwandes, dass sie das Brot nicht verträgt, gibt sie ihm eine eigentlich ihr zustehende Scheibe Brot. Dies ist für beide eine unangenehme und peinliche Situation, daher vermeiden sie zunächst den Blickkontakt. Die Kurzgeschichte endet, als die Frau sich zu ihrem Mann an den Tisch setzt.

Verwendete Motive

Die Geschichte verwendet mehrere Motive. Diese sind unter anderem Küche, Teller und Brot. Die Küche und der Teller stehen für den Gemeinsamen Lebensraum des Ehepaares, welche das Gefühl der Geborgenheit vermitteln sollen. Das Zusammenleben wird durch das Motiv des Messers bedroht, mit dem der Ehemann sich heimlich eine Scheibe Brot abschneidet. Hierdurch riskiert er das Vertrauen und die Bindung zu seiner Frau. Das Brot ist der Auslöser des Konflikts und kann als Motiv des Selbsterhaltungstriebes oder eines menschlichen Grundbedürfnisses gesehen werden.

Heutige Bedeutung der Kurzgeschichte „das Brot“

Die Kurzgeschichte „Das Brot“ ist eine der berühmtesten Kurzgeschichten der deutschen Nachkriegsliteratur. Auch heute ist diese Kurzgeschichte noch äußerst bekannt, da sie von vielen Schulen als Unterrichtsmaterial im Schulunterricht behandelt wird. Dies ist bereits seit den 1950er Jahren so, weil sie Kurzgeschichte, die gesellschaftliche Realität der Nachkriegszeit sehr realistisch und aufschlussreich wiedergibt. Außerdem wird auf Werte wie zum Beispiel Ehrlichkeit und Vertrauen eingegangen.

Im Schulunterricht wird die Kurzgeschichte „Das Brot“ vor allem im Fach Deutsch gelesen, manchmal auch in Geschichte, wenn es um das Nachkriegsdeutschland geht. Das Brot ist in der Regel Literatur der Sekundarstufe I, also der Klassen 5-10. Sie wird hierbei jedoch eher in der Mitte oder zum Ende der Sekundarstufe I gelesen. Hierbei ist es meistens die Aufgabe der Schüler, die Gedanken und die Gefühle des Mannes und der Frau herauszufiltern. Außerdem können Interpretationsansätze verfasst werden. Darüber hinaus eignet sich die Kurzgeschichte auch dazu, um als Rollenspiel dargestellt zu werden. Dies findet insbesondere in Literatur AGs seine Verwendung. In seltenen Fällen wird die Kurzgeschichte „Das Brot“ auch im Religionsunterricht verwendet. Dies liegt an der symbolischen Bedeutung des Brotes, sowie am biblischen Glaubenssatz „Geben ist seliger denn nehmen“.

Verfilmungen

Aufgrund der großen Bekanntheit und des großen Erfolges der Kurzgeschichte, wurde „das Brot“ mehrere Male verfilmt. Im Jahre 1997 entstand eine Version als schwarz – weiß – Film, welche eine Laufzeit von ungefähr 15 Minuten hatte. Diese wurde auch auf VHS Kassette veröffentlicht. Der Film wurde unter der Regie von Wolfgang Küper gedreht, welcher die schriftliche Vorlage von Wolfgang Borchert nutzte. Da in der Geschichte nur zwei Personen vorkommen, ist es einfach die Geschichte als Film darzustellen. Der Schauspieler Achim Grubel spielte die Rolle des Ehemannes. Die Schauspielerin Adriana Altaras spielte die Roller der Ehefrau. Auch die Verfilmung wurde oft im deutschen Schulunterricht verwendet.
Eine weitere Interpretation von Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte ist der Film „Nicht vom Brot allein“, welcher unter der Regie von Andreas Kurz und Robert Breber entstand.

Im Jahre 2008 entstand eine Neuverfilmung unter dem Filmtitel „The Bread“. Dieser Film ist, wie der Name erahnen lässt, in englischer Sprache gedreht worden und wurde 2009 auf dem Palm Springs Festival veröffentlicht. Das Ehepaar wird von den Schauspielern Margatita Broich und Michael Siders verkörpert. Der Regisseur Ahmet Tas verfilmte eine weitere Version der Kurzgeschichte mit Bruno Ganz und Angela Winkler, im Jahre 2011.