Walter Helmut Fritz - Augenblicke

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Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 17.07.2018

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Walter Helmut Fritz - Augenblicke

Zusammenfassung

Dieses Referat befasst sich mit der Kurzgeschichte "Augenblicke", welches von dem deutschen Schriftsteller Walter Helmut Fritz im Jahre 1964 verfasst und veröffentlicht worden ist. Das zentrale Thema ist ein Generationenkonflikt zwischen Mutter und Tochter.

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Bei „Augenblicke“ handelt es sich um eine Kurzgeschichte, welche von dem deutschen Autor Walter Helmut Fritz im Jahre 1964 verfasst und veröffentlicht worden ist. Das Kernthema der Kurzgeschichte ist ein Mutter – Tochter Konflikt. Die Kurzgeschichte gehört zur typischen Nachkriegsliteratur und Trümmerliteratur.

Der Autor möchte seine Leser auf den Generationenkonflikt zwischen der sehr anhänglichen Mutter und der unterdrückten Tochter aufmerksam machen. Des Weiteren möchte er die stark auseinandergehenden Lebenswelten der beiden Hauptpersonen aufzeigen. Außerdem macht Walter Helmut Fritz in „Augenblicke“ auf die Missverständnisse und Kommunikationsprobleme aufmerksam, die zwischen Müttern oder Eltern im Allgemeinen und ihren Kindern entstehen können und oftmals sehr verbreitet sind. In dieser Kurzgeschichte jedoch, geht er nur auf die Mutter ein, da ihr Ehemann und somit der Vater der Tochter bereits verstorben ist. Die Mutter ist als und gesundheitlich oft angeschlagen. Ihre einzige Bezugsperson ist ihre, mittlerweile erwachsene, Tochter. Aus diesem Grund ist es nicht überraschend, dass die Mutter versucht sehr starken und intensiven Kontakt zu ihrer Tochter zu haben.

Diese reagiert ebenfalls verständlicher Weise sehr genervt auf diese Situation und verzweifelt zunehmend daran, da sie gerne ihr eigenes Leben leben möchte. Die Tochter fühlt sich durch den permanenten Kontakt zur Mutter „erdrückt“ und ohne eigene Privatsphäre und Freiheit. Diese geht sogar soweit, dass sie nicht mal die Intimsphäre ihrer Tochter im Badezimmer respektiert. Jedoch hat die Mutter keine bösen Absichten, sondern will ihrer Tochter einfach nur nahe sein. Die Tochter verlässt nach einer solchen Situation fluchtartig das Badezimmer und es kommt anschließend zum Konflikt. Da die Mutter nichts falsches an ihrem Verhalten finden kann, wird sie dieses auch in Zukunft vermutlich nicht ändern.

Die Tochter geht daraufhin immer weiter auf Distanz zur eigenen Mutter. Sie beschließt sich eine eigene Wohnung zu suchen und sucht hierfür die Wohnungsvermittlung in der Stadt auf. Wie unwohl sich die Tochter fühlt, wird auch dadurch klar, dass Sie manchmal stundenlang ziellos durch die Stadt läuft und sich draußen aufhält, nur um nicht mit der Mutter gemeinsam Zeit im Haus verbringen zu müssen. Damit die Mutter ihr Verhalten nicht seltsam findet, gibt die Tochter vor, viel arbeiten zu müssen. Es wird an vielen Textstellen deutlich, dass die Tochter die Situation zu Hause als zunehmend erdrückend und unerträglich findet. Sie will sich derartigen Situationen nicht länger aussetzen und nimmt deshalb zahlreiche Unannehmlichkeiten in Kauf, wie zum Beispiel, dass sie erst spät abends nach Hause zurückkehrt, nur um der Mutter zu entgehen. Als dies eines Tages wieder einmal so geschieht und die Mutter schon schläft, zieht die Tochter sich in ihr Zimmer zurück. Die Ruhe und Stille ist ihr direkt unheimlich. Diese Ruhe und Stille ist für die Tochter ungewohnt und steht in großem Kontrast zu ihrer inneren Unruhe und Anspannung. Die Tochter hält selbst die eigentlich angenehme Situation der Ruhe im Haus nicht mehr aus. Spätestens an dieser Stelle der Kurzgeschichte wird klar, dass die Tochter sich räumlich unbedingt, möglichst schnell von ihrer Mutter trennen muss, damit sie an der Situation nicht persönlich zerbricht.

Beobachtungen

Die erwachsene Tochter findet das einengende Verhalten der Mutter, verständlicherweise, sehr unangenehm. Die Mutter hat jedoch mit ihrem Handeln keine bösen Absichten. Sie ist sich keiner Fehler bewusst und es gibt daher auch keinen Anlass dieses Verhalten zu ändern. Die Tochter schweigt und leidet immer mehr. Jedoch kommuniziert sie der Mutter ihr Leiden nicht und spricht diese auf keine der unangenehmen Situationen an. Daraus folgt, dass sich die Mutter niemals über die Folgen ihres Verhaltens klar sein wird. Für die Tochter hat sich auf diese Art ein Teufelskreis entwickelt, der nicht enden wird.

Persönliche Situation der Mutter:
Die Mutter ist alt und gesundheitlich oft angeschlagen. Es wird nicht näher auf die genauen gesundheitlichen Probleme eingegangen, jedoch angedeutet, dass sie oft krank ist. Die Mutter ist darüber hinaus verwitwet und hat außer der Tochter keine weiteren Verwandten. Darüber hinaus hat die Mutter auch keine Freunde oder sonstigen sozialen Kontakte.

Persönliche Situation der Tochter:
Die Tochter ist zwanzig Jahre alt und körperlich gesund. Allerdings leidet sie psychisch sehr stark unter dem einengenden Verhalten der Mutter. Die Tochter hat keine Geschwister und der Vater ist bereits verstorben. Familiär gesehen hat sie also nur noch ihre Mutter, von der sie sich aber distanzieren möchte, obwohl sich die Mutter in ihrer Jugend gut um sie gekümmert hat. Es gab zwischen der Mutter und der Tochter keine größeren Streitigkeiten.

Lösungsansatz

Der Konflikt zwischen Mutter und Tochter entsteht dadurch, dass die Mutter die Privatsphäre der Tochter nicht achtet, sich dessen aber nicht bewusst ist. Da die Tochter es nie geschafft hat, ihre Mutter konkret auf die für sie sehr unangenehmen Situationen hinzuweisen, ist die Mutter sich der Konsequenzen ihres Handelns nicht bewusst. Sie bemerkt nicht, dass sie ihre Tochter nach und nach immer mehr in Richtung Depression treibt. Damit der Konflikt zwischen Mutter und Tochter gelöst werden kann, wäre zum einen eine räumliche Trennung nötig. Außerdem müssten Mutter und Tochter sich Aussprechen. Die Tochter könnte versuchen, die Mutter beim finden neuer Hobbies und somit auch beim knüpfen neuer Kontakte zu unterstützen. Ein besseres soziales Umfeld für die Mutter, hieße auch, dass diese sich nicht mehr so sehr an die Tochter klammern würde. Dies ist letztlich auch das gewünschte Ziel der Tochter.

Dieses Ziel scheint für die Tochter sehr fern zu sein, da sie jeden Tag die Unterdrückung und die Einengung durch die Mutter erlebt. Die Tochter versucht rücksichtsvoll zu sein und der Mutter einfach immer mehr aus dem Weg zu gehen. Dies führt sogar dazu, dass sie ziellos in der Stadt umher läuft, nur um nicht nach Hause zu müssen. Der Plan früh morgens das Haus zu verlassen und erst spät abends zurückzukehren kann jedoch auf Dauer nicht funktionieren. Neben dem seelischen Stress ist dieser Plan mit der Zeit auch körperlich sehr anstrengend.