The Third Wave – Die Welle (Morton Rhue)

Fach Deutsch

Klasse 9

Autor Joker2017

Veröffentlicht am 20.05.2018

Schlagwörter

Die Welle The Third Wave Morton Rhue

Zusammenfassung

Dieses Referat beschreibt das "the third wave" Experiment, welches im Roman "die Welle" von Morton Rhue thematisiert wurde. Es erklärt wie durch einfache manipulative Methoden aus normalen, freundlichen Menschen Rassisten werden können.

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Das Buch die Welle wurde von dem amerikanischen Autor Morton Rhue im Jahre 1981 verfasst. Das Buch basisiert lose auf dem im Jahre 1967 in Kalifornien stattfindenen “the third wave” Experiment.

Der Lehrer Ron Jones führt ein einer amerikanischen Highschool ein Sozialexperiment durch. Er will damit beweisen, dass durch einfache Mittel und Beeinflussung aus freundlichen Menschen schnell Rassisten werden können. Die Schüler in seiner Klasse konnten sich beim Thema Nationalsozialismus nicht vorstellen, dass Menschen zu solchen Handlungen und Denkweisen in der Lage sind. Ron Jones wollte ihnen durch das Experiment glaubhaft darstellen, wie schnell es passieren kann, dass Rassismus und nationalistisches Denken zu einem großen Problem wird.

Er startete das Experiment und gründete eine “Gruppe”, welche er totalitär als Herrscher anführte. Er forderte im Laufe des Experiments extremen Gehorsam und stetige Disziplin von seinen Schülern. Er drillte diese regelrecht darauf, ihn als Führer anzusehen und als solchen zu akzeptieren und respektieren. Bereits kleinste Regelverstöße führten zu teils drastischen Strafen.
Das durch die Gruppe entstandene, sehr intensive Gemeinschaftsgefühl, stiess bei Ron Jones’ Schülerinnen und Schülern auf große Begeisterung. Das Gemeinschaftsgefühl, wuchs äußerst schnell und war sehr stark. Auch Schülerinnen und Schüler aus anderen Klassen der Schule, wollten unbedingt zu Ron Jones’ “Gruppe” gehören. Der Lehrer hatte zwar mit der für solche Experimente typischen Eigendynamik gerechnet, deren Ausmaße haben aber selbst ihn überrascht. Ron Jones entschied sich am fünften Tag des Experiments, dieses abzubrechen.

Die deutsche Version des Romans erschien im Jahre 1984, also drei Jahre nach der US - Version unter dem Titel “die Welle - Bericht über einen Unterrichtsversuch, der zu weit ging.”

Das Experiment sollte deutlich machen, wie leicht Menschen, durch einfache Methoden zu manipulieren sind. Das Experiment unterteilt sich hierbei in drei Prinzipien, welche im Folgenden erläutert werden.

Die drei Prinzipien des “die Welle” Experiments

Erstens: Macht durch Disziplin!

Diese Phase besteht ausschließlich aus dem Einschärfen von strikter Disziplin. Der Lehrer soll von der Schülergruppe in allen Situationen als Anrührer akzeptiert und respektiert werden. Seinen Anordnungen ist stets Folge zu leisten, ohne diese zu hinterfragen. Diese Phase ähnelt in Teilen dem militätischen Drill.

Zweitens: Macht durch Gemeinschaft!

Die zweite Phase besteht daraus, dass eine Gruppe mit einer starken Gemeinschaft geformt werden soll. Ursprünglich hatte der Lehrer als Gruppe nur seinen eigenen Geschichtskurz definiert, später schlossen sich jedoch weitere Schülerinnen und Schüler an.

Der Lehrer erreicht dies durch die Erschaffung von speziellen Erkennungssymbolen und der Einführung eines “die Welle Grußes” mit dem sich Mitglieder der Gruppe stets zu begrüßen haben. Des weiteren nutzt er jeden Augenblick um den Schülerinnen und Schülern klar zu machen, wie wichtig eine starke Gemeinschaft ist.

Drittens: Macht durch Handeln!

In der Dritten und somit letzten Phase des Experiments werden die Schülerinnen und Schüler zu verschiedenen Aufgaben verpflichtet. Jeder Teil der Gruppe muss diese Aufgaben erledigen um somit die Gemeinschaft und die Gruppe zu stärken. Zu diesen Aufgaben gehören, stets geschlossen als Gruppe zu handeln und neue Mitglieder anzuwerben. Da es innerhalb der Gruppe sowohl Standardmitglieder als auch Führungsmitglieder mit, wird eine Hierarchie sowie ein Überwachungssystem erschaffen.

Trotz der oben beschriebenen Phasen und der eingeführten Struktur der totalitären Autorität des Lehrers, fehlen weitere parallelen, wie inhaltliche Grundsätze, wie es sie im Nationalsozialismus gibt.

Die Eigendynamik des “die Welle” Experiments

Im Verlauf des Expriments werden die oben beschriebenen Prinzipien der drei Phasen immer weiter in den Köpfen und Denkweisen der Schülerinnen und Schüler verankert. Zunächst genießen diese die neue Situation sehr. Alle Beteiligten verinnerlichen die Muster und Prinzipien immer mehr. Dem Lehrer fallen jedoch schnell die Nachteile und Veränderungen innerhalb seines Geschichtskurses auf. Die Schüler lernen zwar disziplinierter und können Faktenwissen besser wiedergeben als zuvor, jedoch geht ihnen die Selbstständigkeit und das eigene Handeln verloren, da sie aufhören Inhalte und Gegebenheiten kristisch zu betrachten und zu hinterfragen. Im Inneren der Gruppe scheint es zunächst so, als seien alle Schülerinnen und Schüler gleichberechtigt, unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität und ihrer sozialen Herkunft. Dies führt dazu, dass insbesondere Außenseiter und Mobbingopfer besser in die Gemeinschaft innerhalb der Gruppe integriert werden und kurzfristig regelrecht aufblühen.

Der große Nachteil des Experiments ist, dass die Schülerinnen und Schüler, welche nicht zu der “die Welle” Gruppe gehören, nun die neuen Außenseiter der Schüle sind. Außerdem werden Freundschaften und Partnerschaften zwischen Schülerinnen und Schüler auf eine harte Probe gestellt, wenn ein Teil der Beteiligten pro “die Welle” und der andere Teil kontra “die Welle” ist. Eine derart starke Eigendynamik traf die Schule sehr überraschend. Eine Zughörigkeit zur “die Welle” Gruppe wurde mehr und mehr zum Zwang.

Der Abbruch

Die oben beschriebene Entwicklung führte zu einem raschen Abbruch des Expriments, nachdem ein Schüler jüdischen Glaubens angegriffen worden ist. Das Experiment “die Welle” hat zu gut funktioniert. Der Lehrer ruft die Miglieder der “die Welle” Gruppe zu einer Vollversammlung ein, in der ihnen ihr Führer vorgestellt werden soll. Als alle anwesend sind, enthüllt er ein großes Portraitbild von Adolf Hitler und zieht parallelen zwischen dem Verhalten der Schülerinnen und Schüler zu den Mustern des Nationalsozialismus.

Die Schülerinnen und Schüler begreifen dies schnell und sind schockiert darüber, wie es soweit kommen konnte. Sie sind über den sofortigen Abbruch des Experiment erleichtert. Einzig die Außenseiter trauern der “die Welle” Gruppe hinterher, da sie in ihr zum ersten Mal wirklich integriert waren.